am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

irgendwie hinke ich hinterher. heute gabs dann mal die zeitung von gestern, aber natürlich keine von heute. warum auch? na, das fängt ja gut an.

trotzdem: jetzt erstmal kaffee! und von gestern lesen.

drucker geht doch, das ist immerhin was.

überhaupt bin ich eigentlich ziemlich zufrieden. eine neue story ist in arbeit, seit letzten sonntag schon. unterhaltungsware, nach LUCAS das erste mal. und es ist überraschend, wie anders die arbeit geworden ist, jetzt, nach MEMORY. fast ein bißchen zu leicht. kann natürlich sein, daß das illusion ist, so hab ich mir das schließlich immer vorgestellt. wirklich beurteilen kann ich es aber sowieso noch nicht, da steckt noch jede menge arbeit drin und immer wieder drüber schlafen, bis die zehn seiten einigermaßen fertig sein werden. doch bis zum wochenende muß es wohl sein, da ist wieder mal ein ausschreibungstermin. und es wäre doch wirklich zu schade.

andererseits tut sich da wohl gerade eine idee auf. warum nicht einfach ca. ein dutzend kleine geschichten zusammenstellen, alle mit demselben ich, vorwiegend in der gegenwart, erfundene momentaufnahmen sozusagen? und dann sehen, wo das hinführt!

irgendwie eine gefährliche idee, wenn ichs genau bedenke. könnte autobiographisch aussehen, was es ganz sicher nicht sein wird. aber was solls. ein bißchen ICH ist immer.

oder?

  das ist ein supertag heute:

 1. die zeitung ist geklaut

 2. ich stehe unten am motorrad und hab den schlüssel vergessen

 3. die erste post hat zu – beriebsversammlung

 4. bei der zweiten post stehen die leute fast bis draußen

 5. der typ in meinem lieblingscafé bescheißt mich um 10 cent

 6. ich sag es ihm nicht – warum eigentlich?

 7. das bestellte brot schmeckt nicht

 8. die tankstelle, die ich anfahre, hat keine luft

 9. der drucker druckt nicht

10. ich stehe unten am motorrad und hab den schlüssel vergessen

11. der pc-shop hat schon zu

12. nebenan kostet die frische druckerpatrone das doppelte

13. der drucker geht immer noch nicht

  hab ich was vergessen? bestimmt!

ist das vermessen, wenn ich denke, daß ich darauf nie im leben reinfallen würde? (ist in der ZEIT print version übrigens in dieser woche titelstory, meine ich gesehen zu haben. überraschend, aber gut gemacht.)

alles ist ruhig im land der unbegrenzten möglichkeiten, in der welt der ideen, frei schwingend. aber auch gelassen – unvorstellbar! – ich schaue ins nichts. das hat was!

das ist wie damals. kindsein, ganz sein, sein. ganz einfach, im grunde, ein leichtes und unkompliziert. das macht es so schwierig, so unerreichbar, mitunter, gerade das. über weite strecken vergessen, diese kunst, verkrochen in mir. und dabei ist es die basis. aller erkenntnis, aller kreativität, aller liebe.

eine art vertrauen. aber ich erinnere mich. langsam.

scheiße, wenn auch putzen keinen spaß mehr macht. ich will streichen, sofort! alles soll wieder schön sein. subito! ;-)

am wochenende ist aber erstmal wieder schreiben angesagt. noch ne ausschreibung bedienen. tja – wer schön sein will… oder wie ging das nochmal?

na also, in hamburg hat es sich ausgeschillt. das wurde aber auch zeit. und dabei sieht er auch noch aus, als hätte er grad eben ganz mächtig eins auf die schnauze gekriegt. irgendwie gelungen.

ich dagegen stand heute vor entscheidungen von weitaus geringerer tragweite. putzen? oder türen abschleifen? nach jahren entsetzlicher trägheit hat diesmal die vernunft gesiegt, ich habe – oh wunder! – tatsächlich angefangen die türen abzuschleifen. bis auf eine hab ich auch alle geschafft. die kommt morgen dran, dann darf ich endlich putzen. ;-) und das lohnt sich wenigstens. feiner weißer staub läßt sich gerade genüßlich in meiner ganzen wohnung nieder. all die anderen quälenden fragen vertage ich auf später, die lassen sich ohnehin nicht beantworten. wie zum beispiel bringe ich dem lisatier bei, was frische lackfarbe ist? 

fast den ganzen tag bewerbungsschreiben und lebensäufe verfaßt, zum ersten mal seit jahren, ich weiß gar nicht wie vielen. das ist anstrengend, all die präzisen formulierungen, punktgenau, und die graphische abstimmung noch dazu. nicht mehr als eine seite, das ist schließlich gesetz. aber besonders die lebensläufe schriftlich und tabellarisch nachzuzeichnen, lückenlos natürlich, bei allen windungen und wendungen. das ist eine tortur, beinah ekelhaft. wie geht das, wie soll man das ertragen? immer nur über sich selbst zu reden, daten und fakten, sich auf diese weise verkaufen. aber eben nicht verraten, das kann ich nicht, will ich auch nicht. ich will echt bleiben, bei mir. ein ziemlicher blödsinn, was?! und wie belegt man freiberufliche tätigkeit? dafür gibt einem schließlich keiner ein zeugnis. das muß für sich selber sprechen.

ein wahnsinn!

das stück ist rechtzeitig vervielfältigt, zusammengepackt, mit allen nötigen und unnötigen infos gespickt und abgeschickt. jetzt heißt es warten. oder, nein!, natürlich nicht warten – weitermachen. es reißt nicht ab, immer wieder kommen neue kurzfristige sachen. neben dem, was ohnehin ansteht. aber es ist kein streß, momentan, ich bin ganz gut im fleißarbeiten, berge wegschaufeln. (vielleicht komme ich dann auch mal zu den berlinbildern.) auch balancehalten, zwischen nehmen und geben, halten und lassen, funktioniert prächtig. ich hoffe, das dauert noch eine weile an.

wie das wetter. das ist so unglaublich schön!

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