am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tatsächlich sitze ich seit stunden und arbeite, bin aber irgendwie nicht zufriedenzustellen heute. der text reißt immer weiter auf, und derzeit finde ich selbst mich kaum noch zurecht. es hilft auch nichts zu wissen, daß es durch einfaches stoisches weiterarbeiten nicht getan sein wird. natürlich nicht! ebenso natürlich werde ich das aber sicherlich heute noch tun. ich kenne mich doch.

gut, ehrlich sollte ich sein. der textanfang fließt ganz gut, da hat sich einiges getan, bis weit über die hälfte, wenn ich mich nicht ganz arg täusche. erst am ende hab ich wirklich festgesteckt, rein gar nichts mehr zustandegebracht. aber irgendwie ist das auch kein wunder. ich suche den abschluß. nein! ich suche ihn nicht. ich bin dabei, ich schreibe ihn, ohne recht zu wissen, was ich da tue.

das ist schon alles ein bißchen viel auf einmal, fragt nach vertrauen, und wo nehm ich das jetzt her, so aus dem stehgreif. ich schlafe schlecht und träume wenig. was mir einfällt, zwischendurch, das ist gut, immer wieder. das ist wert, vertieft zu werden, aber ich kann es kaum halten. zu selten zumindest. und es kommt auch nicht wieder, auf jeden fall nicht oft genug. ganz anders als sonst, mitten in der textarbeit, wenn sich das material genau wie die struktur fast von selbst entfaltet. so vielfältig, daß es kaum zu schaffen ist. aber auf ganz andere art…

ich weiß auch nicht. ist das nun mangelnde konzentration?   oder einfach nur erschöpfung? bin ich es leid? endlich? das wär doch mal was. daß das thema sich langsam erschöpft hat, das ist ja schon länger klar.

dennoch muß der text ja irgendwie mal fertig werden. denke ich zumindest.

ich arbeite gut, ein weiterer durchgang ist heute geschafft, gleich gehts an die papierarbeit. ein ende ist dennoch nicht absehbar, nicht im geringsten. noch zwei tage habe ich, donnerstag gehts wieder ins büro. gnadenlos. vielleicht noch das nächste wochenende, aber danach ist vermutlich sofort wieder schluß mit lustig. dann geht die uni wieder los, die vhs, die mündliche prüfung irgendwann, ich weiß noch gar nicht, und die schriftliche zum abschluß in ein paar wochen. dazu all die anderen beruflichen überlegungen. für die wupperwasserlesung im mai hab ich auch noch nichts. literarische auftragsarbeiten sind ja reizvoll, und bezahlt ist es auch. aber der frühe termin diesmal, das ist der hammer. so gut wie unerreichbar.

aber was solls, dafür ist jetzt kein platz. weiter im text!

die schreiberschöpfung von gestern war dann mal doch eher migräne. die nacht war bescheiden, der morgen übel, und der nachmittag erst. aber jetzt geht es wieder. arbeiten ging aber dementsprechend nicht. also gibt es da vielleicht doch irgendeinen zusammenhang …

der neue brenner ist eingebaut, und er funktioniert sogar, ohne probleme, oh wunder. es lag wohl tatsächlich am gerät selbst, das schlicht und einfach hinüber war. endlich sind also die seiten, bilder und fotos und was weiß ich was sonst noch alles, das nicht auf disketten paßt, gesichert. höchste zeit, nach fast einem jahr. ob mir das ding auch musik brennt, kann ich aber bislang nur hoffen. das probier ich lieber mal aus, wenn mein hirn etwas klarer ist. aber warum sollte das eigentlich nicht gehen??? nun mal nicht so skeptisch hier heute!

insgesamt betrachtet im grunde ein einigermaßen gelungener tag, wenn ichs recht bedenke. schmerzfrei in die nacht, das hätte ich vor ein paar stunden kaum zu hoffen gewagt.

vielleicht wars auch herr ‚krähe‘. ich weiß jetzt grad nicht.

21.30h

stundenlang für etwas mehr als eine seite, aber wie im rausch, und die gewissheit, den richtigen dreh gefunden zu haben, definitiv. musik. dann der absturz, keine konzentration, keine fokussierung mehr möglich. nur noch müdigkeit. erst torkeln, dann essen, jetzt dümpeln. aber es geht nicht anders, nur mit ‚vollständiger Öffnung des Leibes und der Seele‘ kann geschrieben werden. sagt, schreibt, herr ‚rabe‘. mit recht!

just found: no war blog!

wenig geschafft heute, nur rumgelümmelt, auch mal nicht schlecht, ist teil der arbeit, … ganz bestimmt!!!

18.30h

heute regnet es natürlich, also nix mit, ich fahr mal eine kleine runde über land. dafür war aber dann ein gutes stück des pensums schon kurz nach mittag erledigt, das ist auch nicht schlecht. immer wieder seltsam, die erfahrung, daß ich glaube, den text radikal zu kürzen, am ende aber feststelle, daß er wesentlich länger geworden ist. das ist sogar bei lumpigen zwei seiten so. und sicher, es ist schon klar, daß ich andere passagen erheblich ausformuliert habe, ohne frage. aber das gefühl bleibt. ich sortiere aus, und es wird mehr. als würde der weg frei, und die folgenden schritte sind so leicht, daß es nicht darauf ankommt, sie wahrzunehmen. nur darauf, sie auch zu machen.

gestern nacht. manchmal ist es ein glück, wenn das genau richtige buch schon seit monaten nebenan im hinterzimmer auf dem kleinen tisch hockt und wartet. sogar die katze hatte schon drübergekotzt, nur damit ich es endlich mal wieder in die hand nehme. (nu weiß ich endlich, wozu schutzumschläge gut sind. ;-) also lese ich jetzt ‚Hüter der Weisheit – Bilder und Berichte von Indianern heute‘. von indianischen autoren und fotografen nordamerikas. hat was. zum beispiel:

      ‚… wußte ich, daß ich dem emotionalen Winter meiner Kinderzeit … entronnen war. Es gab niemanden, außer der unsichtbaren Welt, dem ich hätte reden können, nichts, was mich bewegt hätte als die Musik…‘ Joy Harjo

gerade eben. lisa hat zur belohnung ein bißchen thunfisch gekriegt. sie wär wohl am liebsten in die dose reingekrochen …

seltsam, das selbst geschriebene zu lesen, zu erfassen und zu überarbeiten. den sinn zu erkennen, vielleicht, die struktur zumindest. und daß es stimmt, immer. ich weiß nicht warum.

so sieht übrigens textarbeit aus. im anfangsstadium, rudimentär, versteht sich.

so kann es gehen, so ist es immer, im grunde. ich suche mich durch texte und glaube nicht zu finden, was benötigt ist. aber es hat keine bedeutung, alles das ist nicht wichtig. ich öffne die MEMORY-datei, suche die stelle, die zur bearbeitung ansteht, und dann fange ich eben an. ich weiß nicht, was daraus wird, absicht und tat liegen so eng beieinander, daß kein bewußtsein mehr dazwischen paßt. mitunter. nie in all den jahren arbeit an MEMORY hab ich entscheiden oder gar planen können, wohin sich der text bewegt. und dennoch hat er mich nicht überrascht oder überrumpelt, niemals. und immer bin ich am ende voll und satt und zufrieden. ganz genau da, wo ich meinte hinzuwollen, aber dennoch auch woanders. meistens bin ich weiter. und alles ist besser, klarer, als ich es mir zuvor ausgemalt habe.

will meinen, der anfang ist getan, wie nebenbei. derzeit in einem zustand, der nicht vorzeigbar wäre, nie im leben, aber die grundzüge stimmen. die zwei seiten (ausgehend von sieben zeilen)sind ausgedruck und liegen zur weiteren bearbeitung bereit.

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