am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

to rest

wenn ich gestern noch dachte, ich wäre jetzt bald mal wieder gesund, bin ich heute eines besseren belehrt. vier stunden außer haus, plus hin- und rückfahrt, haben mir gleich wieder den rest gegeben. oder den rest genommen, dass ich seitdem nur noch um meine erschöpfung kreisen kann, aber kaum mehr darüber hinauskomme.

es hat sie halt so richtig erwischt, sagte die ärztin gestern zum abschied. und dass ich auf mich hören soll. das ist aber nicht einfach, so recht verstehe ich mich nicht. dieser grad der erschöpfung, bis zur völligen handlungsunlust. das ist mir fremd. diese kraftlosigkeit rein physischer natur, die mir dennoch in nicht in der physis begründet zu sein scheint.

sind das die grenzen der rastlosigkeit? oder doch die vorboten der möglicherweise anstehenden veränderungen? angst also, nur angst.

alles gut im blut, nur das immunsystem weiterhin höchst gefordert. das braucht wohl noch.

im blut

nachdem seit sonntag spät abends alle tabletten geschluckt sind, geht es mir jetzt wieder etwas besser. zumindest das matschhirn hat sich heute mal für eine weile deutlich zusammengerissen. ob das allerdings einen allgemeinen heilungsprozess indizieren mag? ich weiß es nicht. (das blut, das ich gestern lassen musste, wird es weisen. morgen schon wieder arzttermin, wie mich das freut.)

ein anderes, vermutlich verlässlicheres indiz ist wohl, dass es gerade einmal zehn uhr abends ist, und ich befinde mich bereits im bett. müdigkeit und erschöpfung sitzen mir immer noch tief in den knochen. wie der schmerz, überall, in jeder bewegung, den ich nur noch niederprügeln kann. nicht aber ertragen, oder aussitzen gar, abwarten. nein.

das seltsame ist, dass ich das tun verloren zu haben scheine. die freude am kreieren, am bauen und herstellen, egal ob text oder wandregal. oder die kraft, die konzentration zu all dem. gut, ein kleines bisschen geht seit gestern wieder. aber für einen ganzen tag reicht es noch nicht.

ich hoffe, das gibt sich wieder.

auszeit

statt schreibzeit, immer noch. ausgeknockt. am freitag ging es etwas besser, da hab ich mich zusammengerissen und war tatsächlich ein wenig unterwegs in der welt. ich kann nicht ständig zu hause rumliegen, das hilft ja auch nicht. aber schon gestern hat sich das gerächt, da war alles nur noch erschöpfung und schmerz. so in etwa ist es immer noch.

aber heute ist der letzte tag der möglicherweise unsinnigen medikation, die vermutlich wenig zur heilung beigetragen konnte, mir aber stattdessen einen kleinen batzen nebenwirkungen aufgehalst hat: leichte übelkeit und schwindel und eine bleierne erschöpfung, die sich nicht wegschlafen lässt. gut, vielleicht hat das medikament eine ausbreitung verhindert und die erschöpfung kommt von den viren. was weiß ich denn?

morgen wird sich das zeigen, wenn ich mit den pillen durch bin. abwarten also. und am besten noch einmal zum arzt, vielleicht?

schreibzeit (15)

wäre gewesen heute. es hat aber nicht wirklich funktioniert, zuviel matsch im hirn. oder zu viele eigenartige medikamente, alles durcheinander. deshalb nur ein paar sätze korrigiert und das konzept durchdacht. das, was noch vor mir liegt. das hat aber auch nicht so wirklich funktioniert.

ich soll mich ja auch ausruhen, eigentlich. an arbeit nicht einmal denken. nur lesen, spazieren und zwischendrin was gutes essen.

ich hab dann ein wenig im eigenen manuskipt gelesen. was ich da so alles reingeschrieben habe vor einem jahr, vor sechs monaten und im sommer zum beispiel. dieser unendliche sommer.

das lesen war auch ganz spannend. das war gut, das werden ich brauchen. bald schon, womöglich. nun ja: lesezeit eben.

nerven

die schmerzmittel helfen. mir wurde ja sogar zugeraten, ärztlicherseits. am nachmittag ging es dann langsam etwas besser. ein segen irgendwie, diese kleinen pillen, und ein fluch zugleich.

es nervt, nicht zu wissen, ob es nur daran liegt. ein trugschluss also. oder ob es sich tatsächlich um eine besserung handelt, so etwas wie eine langsame heilung womöglich.

ebenso nervt es, nicht zu wissen, ob es die krankheit selbst ist, die so nervt. oder die nebenwirkung der medis. überhaupt steht die frage im raum, ob diese brachialkur wenigstens hilfreich ist. oder an und für sich einfach nur nervig.

ich bin ratlos. und genervt.

der immer noch aktuelle virenausbruch in meinem körper macht mir doch mehr zu schaffen, als ich noch am montag vermutet hatte. am vierten tag der medikamentierung scheint mir mein hirn desorientert und vermatscht, wie selten zuvor. die haut brennt, der zugehörige lymphknoten ist immer noch prall geschwollen und verschmerzt. auch sonst tut alles weh, was nur weh tun kann. besonders sämtliche gelenke, die zum gehen gebraucht werden. hüfte, knie und köchel.

der versuch, ohne zusätzliche schmerzmittel auszukommen, gestern, ist kläglich gescheitert. einerseits. andererseits traue ich der schmerzmedikamentierten illusion nicht, die mich jetzt gerade immerhin einigermaßen aufrecht am rechner sitzen lässt. denn im grunde ist es egal, in welche lage ich meinen körper bringe. ob ich sitze, liege oder gehe, nichts davon befindet sich wohl. nichts ist heil, so scheint es mir.

und ich bin müde. immer müde.

schon lange auf. man schläft ja doch nicht wirklich länger, wenn man nicht zwingend aufstehen muss. ich zumindest tue das nicht. ich schaue dann exakt zu dem zeitpunkt das erste mal auf die uhr, an dem normalerweise der wecker loslegt. und dann bin ich halt wach. meistens.

jetzt sitze ich also aufrecht und fühle mich dennoch irgendwie schräg. ob das an den viren liegt? oder an den medikamenten? so richtig weiß ich auch nicht, was ich tun soll.

soll ich etwas tun? wie tut man nichts?

kurz nach zehn, und ich liege schon eine weile im bett. damit steht es wohl fest, dass ich einfach mal so richtig krank bin. durch und durch, heute zumindest. die mir angetragene medikation scheint auch reichlich durchzuschlagen. (fünf mal am tag eine tablette übrigens, im abstand von je vier stunden. das macht sechzehn stunden! wer denkt sicht sowas aus?) müde bin ich, so müde. aber die letzte tablette will noch ein wenig abgewartet werden. und überhaut: vielleicht liegt das auch nur daran, dass mein hausarzt die akutpatienten nur früh morgens akzeptiert.

ja, na gut, stimmt. noch sitze ich und tippe. das umgebaute bett hat das süße, kleine, aber natürlich mächtig unterdimensionierte x61 reaktiviert. (dass ich das ding tatsächlich mal als hauptrechner benutzt habe, für die alltägliche arbeit. kaum zu glauben.) seit der rechner hier auf der neuen seitenablage stehen kann, kommt er immer öfter zum einsatz. ich musste ihm den saft in der ecke fest installieren, der akku reicht gerade mal für einen systemstart. danach ist gleich wieder schluss, aber egal. eines kann er so gerade noch: bloggen.

und das ist toll. hat es schon jemand gemerkt? ich blogge wieder, also so richtig. nicht täglich, aber viel, viel häufiger als in den letzten monaten und jahren. manchmal auch mehrmals täglich, so wie früher. also ganz so, wie es sein soll.

außerdem lese ich jetzt auch wieder blogs, das gehört ja dazu. und zwar tue ich das ebenfalls so, wie es sein soll. erinnerst sich jemand? so richtig altmodisch, mit blogroll. kennt das noch wer? ja?

oder muss ich das morgen mal erklären? kann ich machen, kein problem.

aber jetzt muss ich erstmal schlafen. und der wecker ist aus, komplett. der sagt mal rein gar nichts morgen früh und in den kommenden tagen auch nicht. der ist einfach mal völlig still.

gut so?

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