am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

alle guten dinge

sind drei, sagt man. ich hätte da aktuell im angebot: arthritis und arthrose, plus bandscheibenvorfall. und jetzt, ganz frisch, auch noch gürtelrose.

irgendwas stimmt nicht an der rechnung.

schreibzeit (14)

ein ganzes wochenende, wann gab es das zuletzt? der kühlschrank ist voll, und es steht auch sonst wenig an. ich muss nicht einmal aus dem haus, wenn ich das nicht will. also komme ich voran, selbst wenn ich mich nicht gleich mit dem ersten kaffee an den schreibtisch setze.

das tut gut, denn es ist gut. alles andere wäre schlimm in diesem stadium, in dem es bereits spürbar auf ein ende hinausläuft.

genau so ist es, es geht in den endspurt, bald schon. das macht mich nervös, denn ich will auf jeden fall in diesem jahr fertig werden. mehr noch, am liebsten spätestens ende des kommenden sommers, was möglicherweise utopisch ist. denn das fordert planung und strategie, das braucht konzentration und disziplin in beinah ungehöriger ausprägung. wobei andererseits auch das frei schwingende fabulieren nicht zu kurz kommen darf. natürlich nicht.

gar nicht so einfach.

als ich das haus verlasse, stehen sie unten und arrangieren autos und bringen die maschinen in stellung. als ich zurückkomme, ist der baum weg, der üblicherweise vor meinem wohnbüro steht.

er schirmt mich recht gut von der straße ab, ein wenig auch vom gegenüberliegenden haus. genau deshalb ist diese wohnung so schön. obwohl es hier so voll ist, kann ich in zu hause doch fast überall allein sein. das heißt, jetzt ja nicht mehr.

jetzt kann man mir wohl auch im sommer von gegenüber bis in den hintersten wohnwinkel schauen. fürchte ich.

unterm strich

manchmal sind die guten tage, die ganz normalen tage. solche also, die ohne jede aufregung und angst auskommen. ohne jubel auch, ohne jeglichen gewinn. tage, an die man sich nicht lange erinnern wird.

auch davon will ich erzählen.

schreibzeit (13)

höchste zeit, wieder einzusteigen, wo ich doch gar nicht hatte aussteigen wollen. heute und nicht morgen, nicht auf den allerletzten drücker. das immerhin ist gelungen. dennoch kostet mich die rückkehr in den text diesmal erheblich, zeit und nerven. ich finde mich kaum zurecht, spüre aber, dass ich mich täusche. es war einfach nur wenig zu tun, fast alles schon bereitet.

eine freude ist das schreiben so aber nicht. nein!

könnte natürlich auch einfach ein schlechter tag sein, wegen schlecht bzw. kaum geschlafen vor schmerzen. egal. es geht weiter. das ist wichtig.

gestern

das war ein guter abend beim kabarettistischen jahresrückblick 2018 in charlottenburg. im anschluss dann noch besser fast in dem ziemlich winzigen limalima, wo vor allem die desserts wirklich groß sind. (nein, nicht im sinne von voluminös.) außerdem in bester gesellschaft.

mit dem umfangreichen bettumbau ist jetzt zunächst einmal ein „großprojekt“ abgeschlossen. bis zur grundlegenden umgestaltung des schrankregals im wohnbüro im sommer, das sicherlich wieder ein etliche tage dauern wird, stehen nur kleinere sachen an. viele kleinere sachen allerdings, nahezu überall.

die zweite nacht im neuen bett war erschreckend grauenhaft. heftige nervenschmerzen in der rechten hand, die mich kaum schlafen ließen. hoffentlich aufgrund dieses dämlichen karpaltunnels, es war ja doch eine ziemliche anstrengung die letzten tage. eine solche reaktion meines ollen körpers wäre also durchaus plausibel. jedenfalls glaube ich bislang nicht, dass ein flexibleres, weiches bett eine falsche idee war.

außerdem den ganzen tag gedacht, es sei sonntag. somit ist der tag heute geschenkt

tiefer gelegt

es ist seltsam, das neue alte bett. niedriger, weil die matraze durch den umbau tiefer in der umrahmung liegt, und es knatscht und knarrt natürlich, da muss ich nochmal ran. mit kork, wie ich eben auf facebook gelernt habe. keine schlechte idee.

außerdem muss ich mein bettgehverhalten ändern. ich sollte mir abgewöhnen, aufs bett zu steigen und darüberzulaufen. das ist auf einmal irgendwie beängstigend. zum einen die geräusche, die dabei entstehen. zum anderen die überraschende nachgiebigkeit, gewaltig ungewohnt bislang.

der günstig erworbene lattenrost, mehr so zu testzwecken, ist auch nicht gerade erstklassig. für mich mag es reichen, einstweilen. wie das aber zu zweit aussieht, das bleibt abzuwarten. ich hab da aber schon etwas, auch für solche gehobene ansprüche passendes im auge und deshalb vorsorglich gleich die mittelstütze eingebaut. kann also nur besser werden. alles.

trotzdem: dieser nacht blicke ich ein wenig verunsichert entgehen.

fallen und fliegen

das leben sei ein einziger freier fall, sagen die buddhisten. manche zumindest, die ich kenne. da habe ich das schon des öfteren gehört. es gäbe allerdings auch eine gute nachricht und die laute: es gibt keinen boden!

und bei der bachmann heißt es: jeder, der fällt, hat flügel.

in der praxis ist das gar nicht so einfach.

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