am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

schon lange auf. man schläft ja doch nicht wirklich länger, wenn man nicht zwingend aufstehen muss. ich zumindest tue das nicht. ich schaue dann exakt zu dem zeitpunkt das erste mal auf die uhr, an dem normalerweise der wecker loslegt. und dann bin ich halt wach. meistens.

jetzt sitze ich also aufrecht und fühle mich dennoch irgendwie schräg. ob das an den viren liegt? oder an den medikamenten? so richtig weiß ich auch nicht, was ich tun soll.

soll ich etwas tun? wie tut man nichts?

kurz nach zehn, und ich liege schon eine weile im bett. damit steht es wohl fest, dass ich einfach mal so richtig krank bin. durch und durch, heute zumindest. die mir angetragene medikation scheint auch reichlich durchzuschlagen. (fünf mal am tag eine tablette übrigens, im abstand von je vier stunden. das macht sechzehn stunden! wer denkt sicht sowas aus?) müde bin ich, so müde. aber die letzte tablette will noch ein wenig abgewartet werden. und überhaut: vielleicht liegt das auch nur daran, dass mein hausarzt die akutpatienten nur früh morgens akzeptiert.

ja, na gut, stimmt. noch sitze ich und tippe. das umgebaute bett hat das süße, kleine, aber natürlich mächtig unterdimensionierte x61 reaktiviert. (dass ich das ding tatsächlich mal als hauptrechner benutzt habe, für die alltägliche arbeit. kaum zu glauben.) seit der rechner hier auf der neuen seitenablage stehen kann, kommt er immer öfter zum einsatz. ich musste ihm den saft in der ecke fest installieren, der akku reicht gerade mal für einen systemstart. danach ist gleich wieder schluss, aber egal. eines kann er so gerade noch: bloggen.

und das ist toll. hat es schon jemand gemerkt? ich blogge wieder, also so richtig. nicht täglich, aber viel, viel häufiger als in den letzten monaten und jahren. manchmal auch mehrmals täglich, so wie früher. also ganz so, wie es sein soll.

außerdem lese ich jetzt auch wieder blogs, das gehört ja dazu. und zwar tue ich das ebenfalls so, wie es sein soll. erinnerst sich jemand? so richtig altmodisch, mit blogroll. kennt das noch wer? ja?

oder muss ich das morgen mal erklären? kann ich machen, kein problem.

aber jetzt muss ich erstmal schlafen. und der wecker ist aus, komplett. der sagt mal rein gar nichts morgen früh und in den kommenden tagen auch nicht. der ist einfach mal völlig still.

gut so?

alle guten dinge

sind drei, sagt man. ich hätte da aktuell im angebot: arthritis und arthrose, plus bandscheibenvorfall. und jetzt, ganz frisch, auch noch gürtelrose.

irgendwas stimmt nicht an der rechnung.

schreibzeit (14)

ein ganzes wochenende, wann gab es das zuletzt? der kühlschrank ist voll, und es steht auch sonst wenig an. ich muss nicht einmal aus dem haus, wenn ich das nicht will. also komme ich voran, selbst wenn ich mich nicht gleich mit dem ersten kaffee an den schreibtisch setze.

das tut gut, denn es ist gut. alles andere wäre schlimm in diesem stadium, in dem es bereits spürbar auf ein ende hinausläuft.

genau so ist es, es geht in den endspurt, bald schon. das macht mich nervös, denn ich will auf jeden fall in diesem jahr fertig werden. mehr noch, am liebsten spätestens ende des kommenden sommers, was möglicherweise utopisch ist. denn das fordert planung und strategie, das braucht konzentration und disziplin in beinah ungehöriger ausprägung. wobei andererseits auch das frei schwingende fabulieren nicht zu kurz kommen darf. natürlich nicht.

gar nicht so einfach.

als ich das haus verlasse, stehen sie unten und arrangieren autos und bringen die maschinen in stellung. als ich zurückkomme, ist der baum weg, der üblicherweise vor meinem wohnbüro steht.

er schirmt mich recht gut von der straße ab, ein wenig auch vom gegenüberliegenden haus. genau deshalb ist diese wohnung so schön. obwohl es hier so voll ist, kann ich in zu hause doch fast überall allein sein. das heißt, jetzt ja nicht mehr.

jetzt kann man mir wohl auch im sommer von gegenüber bis in den hintersten wohnwinkel schauen. fürchte ich.

unterm strich

manchmal sind die guten tage, die ganz normalen tage. solche also, die ohne jede aufregung und angst auskommen. ohne jubel auch, ohne jeglichen gewinn. tage, an die man sich nicht lange erinnern wird.

auch davon will ich erzählen.

schreibzeit (13)

höchste zeit, wieder einzusteigen, wo ich doch gar nicht hatte aussteigen wollen. heute und nicht morgen, nicht auf den allerletzten drücker. das immerhin ist gelungen. dennoch kostet mich die rückkehr in den text diesmal erheblich, zeit und nerven. ich finde mich kaum zurecht, spüre aber, dass ich mich täusche. es war einfach nur wenig zu tun, fast alles schon bereitet.

eine freude ist das schreiben so aber nicht. nein!

könnte natürlich auch einfach ein schlechter tag sein, wegen schlecht bzw. kaum geschlafen vor schmerzen. egal. es geht weiter. das ist wichtig.

gestern

das war ein guter abend beim kabarettistischen jahresrückblick 2018 in charlottenburg. im anschluss dann noch besser fast in dem ziemlich winzigen limalima, wo vor allem die desserts wirklich groß sind. (nein, nicht im sinne von voluminös.) außerdem in bester gesellschaft.

mit dem umfangreichen bettumbau ist jetzt zunächst einmal ein „großprojekt“ abgeschlossen. bis zur grundlegenden umgestaltung des schrankregals im wohnbüro im sommer, das sicherlich wieder ein etliche tage dauern wird, stehen nur kleinere sachen an. viele kleinere sachen allerdings, nahezu überall.

die zweite nacht im neuen bett war erschreckend grauenhaft. heftige nervenschmerzen in der rechten hand, die mich kaum schlafen ließen. hoffentlich aufgrund dieses dämlichen karpaltunnels, es war ja doch eine ziemliche anstrengung die letzten tage. eine solche reaktion meines ollen körpers wäre also durchaus plausibel. jedenfalls glaube ich bislang nicht, dass ein flexibleres, weiches bett eine falsche idee war.

außerdem den ganzen tag gedacht, es sei sonntag. somit ist der tag heute geschenkt

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