am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tangoangst

tangototalausfall. grippewelle oder so, absage aller vertrauten mittänzerinnen im laufe des tages. gerade eben die letzte. kurz vor knapp, fast hätte es geklappt. das passende hemd habe ich schon an, die schuhe schon in die tasche gepackt. aber alleine gehe ich nicht, kann ich nicht, nie wieder. das eine mal, daß mir das passiert ist, war derart schrecklich. ich erinnere mich genau. das brauche ich nicht, nicht jetzt. nein.

soviel angst halte ich nicht aus. es ist wie es ist, keine liebe.

frühjahr, müde

ich weiß nicht, ob es der hormon(miss)stand oder die latente rheumahand links ist, die immer noch herumzickt. nur wenig zwar, vergleichsweise harmlos, kaum schmerzmittelrelevant. aber da wandert eben doch eine entzündung herum. will keine ruhe geben, das biest, mich nicht nicht einfach wieder verlassen. oder wenigstens in den untergrund verschwinden, wo es hingehört. schweigen, stumm und regungslos.

jedenfalls ist alles an mir, allen in mir erledigt und müde. obwohl es so viel zu erledigen gäbe, anzufangen auch. aber nicht mal zum müde sein habe ich zeit, derzeit.

hand fast wieder normal, so geht das. die dazugehörige schulter will noch nicht so recht. schmerzfrei nach hinten geht nicht, aber das geht ja meistens nicht. aktuell keine schmerzmittel, auch nicht beim tangoüben eben. obwohl es im rechten fuß ein klein wenig piekt. egal. so soll das.

morgen baue ich dann das ding aus holz für die fensterbank.

prinzip

okay. dieses rheuma will ein heimlicher begleiter bleiben, der spontan recht aktiv zu werden vermag.

gestern abend also, besonders auch nachts, einfach mal für eine weile mit einer jämmerlich verschmerzten linken hand zugebracht. zwangsläufig. schmerzmittel, volle dröhnung. so geht das, zum glück. heute ist es schon so gut wie wieder weg. nur ein rest steifheit, wie muskelkater.

mein rheumawesen mag offensichtlich bestimmte arten der überbeanspruchung nicht. im letzten sommer, während und nach dem tangofestival, habe einen tag, vielleicht auch zwei ohne einen belastbaren rechten fuß verbracht. (so läuft es sich sehr lustig. nein, eigentlich gar nicht. von wegen tanzen.) stundenlanges training scheint also verboten. kann ich verstehen, irgendwie.

und jetzt, wie soll ich sagen? auch irritierende strategien und ansprüche im beruflichen bereich überbeanspruchen mich offensichtlich erheblich. zumindest dann, wenn sie unvermittelt von außen in mich hinein projiziert werden. oder injiziert oder operiert, was weiß denn ich. massiv, das auf jeden fall. und ich mich zusätzlich anderen gegenüber in einer gewissen verantwortung befinde. (es könnte natürlich auch der versuch gewesen sein, das hingeworfene motorrad allein wieder auf die reifen zu kriegen, der mir gestern die linke hand ruiniert hat. keine ahnung.)

egal. ich lass es, wie es ist. kämpfen gilt nicht. nicht mehr.

ahnungslos

es gibt ja menschen, die haben etwas böses, ganz ohne böse absicht dahinter. das ist seltsam, aber durchaus möglich. das ist unangenehm für alle beteiligten, womöglich sogar für sie selbst. ich weiß nicht.

heimlich hoffe ich ja, immer wieder mal, daß ich nicht selbst dazu gehöre. aus versehen natürlich und völlig ohne absicht.

ich weiß wirklich nicht.

menschen, die sterben. auch die, die ich nicht gut gekannt habe. wie es mich rührt und weitet, wenn ich davon höre. wie ich dann denke, jedesmal, daß sie etwas großartiges geleistet haben.

wie tango wie die liebe ist, die langsam wächst und immer ist. von der idee zur leidenschaft, wie das leben. auch so ein ding, das mir nur langsam zuwächst. mir dabei etwas wie die freude am sein zurückerstattet. nach und nach nur, aber dafür mit unnachgiebiger nachhaltigkeit.

die träume, die mir fehlen. das ist mein leben, das ich verschweige. oder verpasse, verschmerze zumeist. ach.

und dann den tag nach viel ibuprofen, mcp und formigran mit sambuca beenden. ob das eine gute idee ist?

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