am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

schön, wenn sich wenigstens die motorradbatterie ohne große umstände wieder aufladen läßt. im gegensatz zu mir. das hat auch einen wert.

was für eine dramatik, welch eigenartige angst. ich schaue filme über schweden auf einsplus, einen nach dem anderen. alles weit und klar, ich finde dennoch keine ruhe. kein schweden in mir.

was für ein tag, was für eine nacht. alles geht daneben, geht kaputt. oder zu ende.

am ende der seife wird das kleine schmierige reststück auf das große, neu gekaufte geklebt, damit es trotz seiner schmierigkeit restlos verbaucht werden kann. so hat das mein opa gemacht, dessen leben im vergangenen jahrhundert zwei kriege umfasst hat. da darf nichts verschwendet werden.

ich möchte das auch gern tun, das mit der seife. ich versuche es. die schmierigkeit hilft auch beim kleben, aber so recht will es nicht gelingen. damals übrigens auch nicht. ich mußte immer heimlich nachkleben. oder den letzten restfitzel in den ablauf schmieren und wegspülen.

frühes aufwachen ohne traum im gepäck. dafür mit einer wachsenden sehnsucht nach stille ohne angst, nach ergiebiger leere. was sich nicht umsetzen lassen wird, heute. morgen vielleicht, doch das ist ein anderer tag.

mimose im licht

bin gespannt, wie sie sich über den winter macht. ob sie es macht.

(unten übrigens mein motorrad. alles leichtigkeit und kraft, wie mir scheint.)

grace

mein vater hat mich gewarnt, da war ich noch keine achtzehn, da lebte noch mit ihm und den anderen. es käme die zeit, da die träume vergingen. so sei es immer, auch für ihn sei es so gekommen. das sei unausweichlich.

lange habe ich mich dem verweigert, bis hierher habe ich es geschafft. es scheint mir das erste mal, tatsächlich, daß die träume schwinden – selbst die heimlichen, die irrsinnigen, die, die mich tragen. und ich nur noch müde bin, da ist kein hunger mehr und keine hoffnung.

vielleicht ist sie das jetzt, diese bittere gnadenlosigkeit, die mir mein vater damals ins leben buchstabiert hat. und meine mutter, die ich lächelnd erinnere, wenn ich heulend – vor angst und vor ihr – mich in eine ecke zu verkriechen versuchte. was nicht gelang. keiner würde mich je helfen, das solle ich nicht glauben, im leben nicht. so lautete ihr text, ihr leben, in das meine geschrieben. gebrüllt.

geglaubt habe ich beiden nicht. nicht wirklich oder nicht lange zumindest. doch das alles, das so schrecklich war, in ihnen zu sehen. das zu tragen in schönheit und ehre.

ist schwer.

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