


gelungen.
gestern nacht mit zwei hölzernen beinen und schweren herzens auf der milonga herumgestanden. heute nacht wird es kaum besser werden, die zeichen stehen schlecht. das mir eigene emotionale equipment befindet sich in einem derart desolaten grundzustand, selten zuvor hab ich das so erlebt. so klar, so nah. oder immerzu, damals. was weiß denn ich?
der letzte rest stabilität steht ständig auf der kippe, aus gründen. aus unausweichlichen gründen.
ja, ich bin bereit.
dazu meine grundsätzliche anfälligkeit für musik beinah jeder art. das ist schlimmer als das mit den worten, die ich ja immerhin beherrschen kann. tanzen dagegen. tanzen? was für eine seltsame idee.
wie der emotionalkörper automatisch reagiert im augenblick des verlusts. mit zittern und heulen zunächst, dann mit wach sein, nicht mehr schlafen können. oder wollen. auf der suche nach klarheit.
viele gedichte und immer derselbe film, nacht für nacht. winter in alaska, sommer im tal. bis zur beerdigung bleiben wochen.
wie wenig das zu bedeuten hat. das weinen und wachen. wie das wetter, im angesicht des todes.

weil ich ganz bestimmt keine blütenknipserin sein will. und weil ich heute meinem kleinen klagenfurter quizgewinn den verkümmerten körper abgerissen und in schreibtischnähe hingehängt habe. da glotz er nun. (oder ist es eine sie?) etwas dümmlich, mit diesem groben haken im hirn. paßt doch.