am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

fasten für die kluft

kaum hat die motorradhose, eigentlich eine zunfthose ohne schlag, mir verdeutlicht, daß es keine schlechte idee wäre, in absehbarer zeit so etwa drei bis vier kilo weniger zu sein, wenigstens, damit sie mich nicht derart quälen muß, habe ich einen derartigen hunger, nahzu ständig. irgendwie klar. oder?

die halbe nacht gedacht, anschließend gebissen. nicht geträumt. morgens den geschmack von blut im mund. an die arbeit.

geplündert

heute hat es unvermittelt ein großes loch in mich geschlagen. ich weiß, was es war, es traf mich nicht unvorbereitet. ich pflege hinzusehen, immer. ich weiß mehr als ich glaube. und ich glaube viel. doch nun staune ich doch. wie klarheit brennen kann. wie verachtung und nichtigkeit in übelkeit münden. zwangsläufig. wie falsch ich war, sehenden auges. wie leer ich jetzt bin.

mobil

ein bißchen spät vielleicht, aber doch irgendwie gerade recht. die maschine ist wieder da, mit funktionierender kupplung, frisch geputzten vergasern und einem geschweißten auspuff. das heißt, daß ich nun nach über einem jahr wieder ein nahezu voll funktionsfähiges motorrad haben werde. eines, mit dem ich fahren kann, ohne ständig zwischengas zu geben und einen mittelprächtigen lärm um mich herum zu verbreiten. also ohne mich damit bei jedem schnösel zum affen zu machen. besser zur äffin, das kommt ja immer besonders gut. statt dessen ein ruhiger, tuckernder sound, ganz so, wie ich es mag. das ist so fein, und das in dem alter. baujahr 86, also immerhin ein viertel jahrhundert inzwischen. fehlt nur noch die zerfetzte sitzbank, die mal einen neuen bezug vertragen könnte. dann hätte ich sogar noch einen trockenen arsch.

blöderweise habe ich eben versehentlich dieses biozeug getankt. nicht daß ich jetzt in panik wäre, daß mir die alte kiste womöglich um die ohren fliegt. nein. aber sollte man in dieser welt wirklich benzin anbauen?

ausweg

keine neue erkenntnis, nur wieder einmal gelebter alltag: wenn alles falsch ist, kann niemals etwas richtig werden.

letzter versuch, für ein funktionierendes netz zu sorgen. also für mich persönlich natürlich. stick aktiviert, netbook geladen.

und jetzt ist feierabend.

dual

schrauben vereinen ja in sich auf wunderbare weise den dualismus. vielleicht ist es auch dualität, ich weiß nicht so genau. auf jeden fall finde ich darin in sehr vereinfachter form einen grundlegenden zwiespalt. bei jeder näheren begegnung mit ihnen frage ich mich, ob ich sie besser nun links herum oder rechts herum schrauben sollte. und nie gibt es eine eindeutige antwort.

sonntagsfrust, ohne bike in der sonne

den neuen kupplungsgriff hab ich nun drin, immerhin. (gestern verschämt einen versierten motorradbastler nach möglichen tips und tricks ausgefragt und dabei dann den offensichtlichen fehler erkannt.) hilft aber alles nix, wenn die stellschraube seltsamerweise die oben abgebildete form aufweist. und das, obwohl sie vielleicht gerade ein halbes jahr alt ist. (die kontermutter nicht beachten, die ist deutlich älter.) ich hab den zug da rausgekriegt, kaum zu glauben. (nicht ganz ohne spuren zu hinterlassen, leider.) aber rein krieg ich das ding definitiv nicht mehr. keine chance.

somit ist nun passiert, was ich unbedingt vermeiden wollte. ich muß jemanden herbitten. (shit!)

manches sollte einfach nicht gesagt werden. auch nicht geschrieben. sondern vergessen.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner