nach der thermosteekanne neulich heute morgen als erstes die glaskanne der kaffeemaschine zerschmissen. sieht so aus als wollte ich mich aller gewalt glücklich werden. leider ohne kaffee.
alle tage
das war irgendwie ein überraschend seelenwunder tag heute. gedanken und gefühle, die körper werden. körper sind, sowieso. dabei kein hunger und keine angst. es ist ein leben, das ich lebe. eine ganze weile schon dreht sich mein sein. das war eine große, tiefe schleife, die ich gezogen habe. fünfzehn jahre. jetzt bin ich älter. ich bin klarer und klüger. ich bin.
details
die via internet aus der heimatstadt angeforderte kopie meiner geburtsurkunde, die zu meiner großen verschrecktheit bereits nach zwei tagen bei mir eintraf, informiert mich überraschenderweise auch über den zeitpunkt der eheschließung meiner eltern im winter 1961, zwischen weihnachten und neujahr, ausgerechnet. das erklärt einiges.
ebenso tief trifft mich die tatsache, daß ich beim ersten lesen des dokuments spontan der auffassung war, der vorname meines vaters sei definitiv falsch geschrieben. was sich bei näherer überprüfung in seinem alten reisepass jedoch als nicht zutreffend herausstellte. zu meiner entschuldigung kann ich nur vorbringen, daß er selbst die lange form seines namens nie wirklich verwandt und die kurzform tatsächlich immer ohne das vermeintlich überflüssige e geschrieben hat. so wie engl auch.
fremde welten treffen aufeinander. sonne und dreck, licht und lärm. so ist berlin. gestern habe ich etwas getan, was mir nur noch selten gelingt. ich bin in einem buch verschwunden, stundenlang, wie als kind. bis der kopf in watte weich gar nichts mehr wußte von dieser welt. heute dann quer durch die liste gejagt und etliches erledigt. darunter gleich drei an- und ausstehende blogartikel, geschenke also. und eben noch schnell rechnungen geschrieben. jetzt die pflanzen wässern, das wär noch gut.
