am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

stapeltag. oder kettentag. oder wie nennt man das, wenn ein termin am anderen hängt. dazwischen immerhin ein essen mit der geliebten. (in neukölln gibts jetzt einen echten inder. gegenüber vom Ä.) und jetzt feierabend.

beiläufig verrückt

so richtig arbeiten geht nicht. statt dessen zurück an den murksrechner, die nötigen sicherungen durchführen. man weiß ja nie. (obwohl man das nicht sagen sollte, toi, toi, toi.) außerdem habe ich arbeitstechnisch betrachtet offensichtlich „autistische“ züge. dabei geht es nicht nur um die blöde laptopbildschirmposition. ich mag nicht, wenn sich die maus anders anfühlt, woanders liegt und auch das licht nicht bleiben kann, wie sonst. es macht mich verrückt, wenn ich nicht mit wenigen beiläufigen handgriffen platz auf dem schreibtisch schaffen kann. und trotzdem noch den bildschirm im blick haben. und die zeitung. und das buch. und die notizen daneben. die teetasse natürlich und die gummibärchen. das telefon, das handy usw.
jaja, ich übertreibe. aber beiläufigkeit trifft es tatsächlich genau. die fehlt. der alltagsfluß. die selbstverständlichkeit einer grundordnung, die mit dem ausfall eines so zentralen gerätes einfach ins nichts entschwindet. mit leichtigkeit, sowieso. ich weiß ja, ich weiß. das gilt für alles mögliche, ist ganz und gar normal. nichts ist selbstverständlich. eigentlich. und plug & pray, ein lebensmotto vielleicht.
macht doch nix, sagt die geliebte. du bist doch eh verrückt. ein bißchen mehr oder weniger…
na, wenn das ein trost sein soll.

und jetzt heißt es natürlich: an die arbeit, die seit zwei tagen liegengeblieben ist. eigentlich…

sie sei angemessen gealtert, hab ich gestern über eine fiktive person geschrieben, die nun also anfang dreißig sein soll. gealtert! was man für einen quatsch formuliert, mitten in der nacht.

animiert?

diese leute, die an filmen vor allem die effekte mögen. versteh ich einfach nicht.

ich finde dieses jahr ja gut, bislang. andere berichten da anderes. eine freundin hatte jüngst sogar die polizei am hals, beförderungserschleichung oder so. inklusive fluchtversuch. dabei hatte sie ihr ticket nur vergessen. und ein freund hätte gestern fast eins in die fresse gekriegt. sagt er zumindest. ich kann mich dem aber nicht anschließen, grundsätzlich nicht. und ich bin das maß der dinge, hier.

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