am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

also wieder einmal in einer situation, in der es vollkommen irrelevant ist, was ich selbst will. das ist ja nun nichts neues. was reg ich mich also auf?

das wirklich üble, wenn man nicht richtig blind tippen kann ist ja, daß man immer wieder auf seine hände sieht. sehen muß. in meinem alter ist das eben, naja, entlavend mitunter. (wohin rubriziert man jetzt sowas? unter beruflich oder privat?)

ob das erlaubt ist, am heiligen ostersonntag, zu räumen, zu saugen und zu wischen? zur auferstehung wohnlicher behaglichkeit vielleicht? wirklich zu dumm, aber gebügelt hab ich gestern schon.

zuerst die tageserschöpfung, dann die nachthelle. wach sein, wach bleiben. das muß wohl so.
karfreitag und ostern sind seltsame tage, wenn man es genau bedenkt. wenn man sie ohne versteckspiele und sonstige familiäre eiereien verbringt. zuerst dieses gnadenlose leidensszenario, ohne jeden sinn und zweck. dann dieser überlebenskitsch. widerlich. anmaßend. dumm. absurd.
(höchste zeit für meine enttaufe.)

glimpf

gestern abend gegen 21 uhr den wasserkocher benutzt, um die letzte kanne tee des tages zu bereiten. danach den leeren behälter zurück in die kontakte gestellt. so wie immer. anschließend ca. drei stunden gelesen, zwei stunden gedöst, sieben oder acht stunden geschlafen, ein bißchen auf dem balkon gesessen und schließlich aus dem haus gegangen, zweimal sogar. bei der rückkehr festgestellt, daß der wasserkocher die ganze zeit angestellt gewesen sein muß. die rote lampe leuchtete, die heizspirale innen glühte. wasser war keines drin. sonst hätte der mechanismus wohl auch funktioniert, denke ich.
da hab ich wohl schwein gehabt, das ding – ganz aus plastik – ist nicht mal kaputt. nur der stromzähler hat sicher mächtig geackert, stundenlang.
gesund werde ich irgendwie auch nicht. das mag unter anderem an dieser angelegenheit hängen. (kein scherz! ;-)

krank genug, um gegen neun erschöpft ins bett zu kriechen. dann aber wieder einigermaßen klar, also doch noch die letzten übersetzungskorrekturen für morgen eingearbeitet. und wo ich nun schonmal mit dem laptop dasitze. ach, das netz ist immer so nah. wie hab ich nur gelebt, so vor sieben, acht jahren?

neulich nacht beinah geküßt worden. das geschehen allerdings geschickt zu verhindern gewußt, gerade eben so. aus gründen. unlust war allerdings nicht dabei. (dennoch: schwein gehabt, könnte man sagen. so ganz sicher bin ich dann aber doch nicht.)

quälerei

zwischendrin einfach mal ein bißchen in einem magazin blättern. nein, es eigentlich nur aufschlagen und sofort den claim ins auge gestochen haben. Familie macht reich. so wirbt eine berliner bank. dann doch lieber gleich weiterschreiben.

buddha, zeitgeistlich

nachts wachgelegen und über wut nachgedacht. wut und verzweiflung, raserei. das ist einerseits schreibthema derzeit. das habe ich so gewählt, daran läßt sich nicht viel ändern. ein altes thema, sowieso. andererseits ist wut auch der lebenszeitgeist, der mich umgibt. hier und da und anderswo wird mir wut von außen angetragen. was mir insgesamt betrachtet, innen wie außen, nicht besonders zusagt. wut ist unbehaglich, zieht ganz kleine, stets hilflose kreise. was mich wiederum verblüfft. ich dachte, ich wäre anders, diesbezüglich. trage ich doch seit jeher mein durchaus ansehnliches aggressionspotential mit stolz vor mir her.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner