manchmal sind die guten tage, die ganz normalen tage. solche also, die ohne jede aufregung und angst auskommen. ohne jubel auch, ohne jeglichen gewinn. tage, an die man sich nicht lange erinnern wird.
auch davon will ich erzählen.

es hilft ja nichts. also hiermit erkläre ich kapitel zwölf einfach mal für einstweilen abgeschlossen, ohne dass es sich entsprechend so anfühlt. und natürlich ist es das auch nicht, morgen muss ich auf jeden fall noch einmal an den letzten abschnitt. zehn zeilen etwa, überschaubar also. aber dann. dann bleibt es so, bis mich jemand dazu zwingt, es noch einmal aufzugreifen und endgültig zu einem ende zu bringen. zur druckreife, sozusagen.
seit ende november, immerhin, habe ich jetzt an der zwölf gesessen. wobei ich natürlich keine ahnung hatte, dass es letztendlich fast zwanzig (norm)seiten werden würden. und ebenso hatte ich nicht bedacht, wie viel gedankenarbeit sich ab der hälfte des textes ganz zwangsläufig zu wort melden würde. also nicht einmal weit offene, ungeklärte fragen, ohne deren beantwortung kapitel zwölf nicht hätte beendet werden können. nein, nur die kleinen dinge am rande, auf die es jetzt eben ankommt. kleinscheiß, aber dennoch wichtig, irgendwie. im grunde ist das normal, wenn es aufs ende zugeht. wenn das gnaze überhaupt zu einem ende finden können soll. und ich weiß es ja auch, alles. aber, ach.
schreiben ist ein komplexes geschäft, dessen alltag sich kaum erfassen lässt. manchmal wünschte ich, ich könnte auch das, ein klein wenig besser zumindest.
aber gut, ab sofort mache ich mich dann also an die dreizehn. das thema scheint mir leichter zu fassen, allerdings lauern auch hier fragen, die es zu zwingend klären gilt. aber nicht nur, weil sie wichtig sind für die weitere entwicklung im text, in diesem text. es ist noch schlimmer, fürchte ich. eigentlich sollte ich dringend einen unabhängigen folgetext berücksichtigen, der noch nicht einmal konzipiert sind. und wie um himmels willen geht das denn? das hab ich tatsächlich auch noch nicht gemacht.
höchste zeit, wieder einzusteigen, wo ich doch gar nicht hatte aussteigen wollen. heute und nicht morgen, nicht auf den allerletzten drücker. das immerhin ist gelungen. dennoch kostet mich die rückkehr in den text diesmal erheblich, zeit und nerven. ich finde mich kaum zurecht, spüre aber, dass ich mich täusche. es war einfach nur wenig zu tun, fast alles schon bereitet.
eine freude ist das schreiben so aber nicht. nein!
könnte natürlich auch einfach ein schlechter tag sein, wegen schlecht bzw. kaum geschlafen vor schmerzen. egal. es geht weiter. das ist wichtig.
das war ein guter abend beim kabarettistischen jahresrückblick 2018 in charlottenburg. im anschluss dann noch besser fast in dem ziemlich winzigen limalima, wo vor allem die desserts wirklich groß sind. (nein, nicht im sinne von voluminös.) außerdem in bester gesellschaft.
mit dem umfangreichen bettumbau ist jetzt zunächst einmal ein „großprojekt“ abgeschlossen. bis zur grundlegenden umgestaltung des schrankregals im wohnbüro im sommer, das sicherlich wieder ein etliche tage dauern wird, stehen nur kleinere sachen an. viele kleinere sachen allerdings, nahezu überall.
die zweite nacht im neuen bett war erschreckend grauenhaft. heftige nervenschmerzen in der rechten hand, die mich kaum schlafen ließen. hoffentlich aufgrund dieses dämlichen karpaltunnels, es war ja doch eine ziemliche anstrengung die letzten tage. eine solche reaktion meines ollen körpers wäre also durchaus plausibel. jedenfalls glaube ich bislang nicht, dass ein flexibleres, weiches bett eine falsche idee war.
außerdem den ganzen tag gedacht, es sei sonntag. somit ist der tag heute geschenkt
es ist seltsam, das neue alte bett. niedriger, weil die matraze durch den umbau tiefer in der umrahmung liegt, und es knatscht und knarrt natürlich, da muss ich nochmal ran. mit kork, wie ich eben auf facebook gelernt habe. keine schlechte idee.
außerdem muss ich mein bettgehverhalten ändern. ich sollte mir abgewöhnen, aufs bett zu steigen und darüberzulaufen. das ist auf einmal irgendwie beängstigend. zum einen die geräusche, die dabei entstehen. zum anderen die überraschende nachgiebigkeit, gewaltig ungewohnt bislang.
der günstig erworbene lattenrost, mehr so zu testzwecken, ist auch nicht gerade erstklassig. für mich mag es reichen, einstweilen. wie das aber zu zweit aussieht, das bleibt abzuwarten. ich hab da aber schon etwas, auch für solche gehobene ansprüche passendes im auge und deshalb vorsorglich gleich die mittelstütze eingebaut. kann also nur besser werden. alles.
trotzdem: dieser nacht blicke ich ein wenig verunsichert entgehen.
das leben sei ein einziger freier fall, sagen die buddhisten. manche zumindest, die ich kenne. da habe ich das schon des öfteren gehört. es gäbe allerdings auch eine gute nachricht und die laute: es gibt keinen boden!
und bei der bachmann heißt es: jeder, der fällt, hat flügel.
in der praxis ist das gar nicht so einfach.
jahrzehntelang habe ich mich nicht rangetraut an das bett, das mein vater mir gebaut hat. kurz vor seinem tod, im letzten moment sozusagen. so ein ding zum zusammenstecken, ohne jeden nagel. auch keine schrauben oder winkel, einfach nichts aus metall. nur holz und leim. aber jetzt geht es nicht mehr anders, der starre bretterboden funktioniert für mich einfach nicht mehr. ein lattenrost muss her. deshalb muss ich jetzt an das bett ran, das mein vater mir gebaut hat.
aber ich kann nicht ohne metall. leider.
als erstes stellte ich zu meiner erleichterung fest, dass er doch ein paar schrauben benutzt hat. genau da, wo ich nun auch schrauben muss, weil es anders nicht geht. die schmalen latten als halterung für die bretter, sind nicht nur geleimt, sondern tatsächlich auch verschraubt. an exakt dieser stelle muss ich nun nun alles passend machen, nirgends sonst. schwein gehabt!
nervig ist nur, dass das ziemlich dauert. den ganzen tag heute habe ich daran getüftelt. (und noch ein bisschen an was anderem. und auch ein wenig gearbeitet. und, und, und.) jetzt sollte ich aber alles für den umbau zusammenhaben, um morgen in die endrunde zu starten. das bett tapfer auseinandernehmen, bis ins letzte einzelteil, und dann daran herumschrauben.
am ende ist hoffentlich alles gut und ich ab sofort feinstens gebettet.
business as usual. nach acht stunden arbeit zzgl. zwei stunden fahrzeit bleibt nicht viel von mir, um zu schreiben. oder sonst etwas kluges zu tun, von dem nicht klar ist, wie lange es dauern könnte. welche wege es nimmt und welche schleifen sich zuziehen werden, um anderswo neue wege zu öffnen. die dann auch noch ergründet werden wollen.
die rauhnächte sind vorbei, die zeit zwischen der zeit, in der sich keine zeit befindet. sondern eine ansammlung von monstren, ungeheuer und engelsgleich, wenn man sich ihr nicht stellt. der zeitlosigkeit dieser zeit. wenn doch, wird alles glasklar. ganz einfach ist das, schnell und leicht.
doch das habe ich nicht. schon lange nicht mehr.
schande!
stattdessen ein wenig hirngeometrie, herumgemessen und zahlen notiert für den nächsten holzkauf. das bett ist noch nicht ganz fertig. danach geht es ins bad, da ist auch noch viel. und dann liegen da zwei bretter, von denen ich nicht weiß, ob ich sie überhaupt noch fertigmachen soll. abwarten.