am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

die kleine mimose ist noch ein wenig verschreckt, weil sie beim transport um ein haar im zauberschnee ertrunken ist. der frische zierspargel dagegen und der efeu, inzwischen im dritte jahr, halten schon händchen im wind.

paradox

das prinzip zukunft. für so viele eine selbstverständlichkeit, obwohl doch offensichtlich begrenzt. ob ich das doch noch lernen muß, lernen werde? dieses prinzip: zukunft.

auf meine alten tage, was ein widerspruch ist. weiß ich doch.

bis nachts am schreibtisch hocken und stundenlang so gar nichts richtiges mehr arbeiten, ist auch nicht gerade eine lösung. aber kann man schon mal machen, durchaus. kein problem.

endet nur immer in alkohol.

reparieren

die frau in der änderungsschneiderei, der ich soeben die motorradhose mit dem defekten reißverschluß vorgestellt habe, hat die geniale idee, nicht den ganzen reißverschluß auszutauschen, was erheblich kosten würde, sondern erstmal nur das kleine metallding, das die zinken und haken dieser verschlußart miteinander verbinden soll und in diesem fall nicht mehr tut. vielleicht funktioniert das, sagt sie. sieht ganz so aus, meint sie. kann man versuchen.

ich mag solche menschen. sehr.

verweis ins HSB

schnell mal aus dem fenster gespuckt. irgendwie schön und auch scheiße da draußen:

In den letzten drei Tagen mehrfach vom Hermannplatz die Weserstraße hinuntergeradelt. Die ersten Sommertage sozusagen, wie das so ist in Berlin. Frühling, Fehlanzeige. Immer ist es gleich sommerlich.

(weiter im HSB)

passion

je später der abend, desto mehr verdichtet sich das gewaber in der rechten nebenhöhle. das macht nichts, gleich werde ich mich hinlegen und schlafen. heute noch. ich werde schnarchen, auch das macht nichts. es hört ja niemand zu. außer ich selbst, manchmal weckt mich mein eigenes schnarchen. das ist seltsam. noch seltsamer ist es allerdings, von eigenartig unkonkreten schmerzen im fuß aufzuwachen. also schmerzen im großen zeh, nur weil die bettdecke daraufliegt. weiter nichts. auch den tag über, beim laufen, hocken und sitzen, war nur noch wenig davon zu spüren. heute zumindest.

was bleibt ist die gegenwart von unsicherheit, die an sich ebenfalls nicht wirklich seltsam ist. nur unbeachtet, jahre- und jahrzehntelang. unbenannt. das wiederum ist normal. das eis, auf dem ich tanze, zwischen schönheit und zerstörung, seit jeher. und ich weiß nicht, ob ich noch hoffen soll. hoffen auf etwas, das nicht meiner erfahrung entspricht.

noch nie meiner erfahrung entsprochen hat.

antilogie

langsam scheint sich die tür zu mir wieder zu öffnen. sehr, sehr langsam. ich erkenne mich wieder.

ich gehe jetzt raus, durch den wind, um zu vergessen. alles, auch mich. das vor allem.

tango, visualisiert

so sieht es aus, wenn ich einen kugelschreiber in die hand bekomme, um damit einen tangoklassiker zu visualisieren. tanzen auf dem papier, sozusagen.

tangovisualisierung

kommentieren muß ich das wohl nicht, das ist irgendwie komisch. ich weiß. womöglich habe ich das nicht richtig verstanden. oder aber ich bin eine ziemlich schräge tangotänzerin, mag sein. eigentlich sollte es nämlich ganz anders aussehen.

das lied ist übrigens dasselbe. tja.

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