am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ahnungslos

es gibt ja menschen, die haben etwas böses, ganz ohne böse absicht dahinter. das ist seltsam, aber durchaus möglich. das ist unangenehm für alle beteiligten, womöglich sogar für sie selbst. ich weiß nicht.

heimlich hoffe ich ja, immer wieder mal, daß ich nicht selbst dazu gehöre. aus versehen natürlich und völlig ohne absicht.

ich weiß wirklich nicht.

idioten

heute waren sie dann bei mir, diese idioten, die nachts motorräder umwerfen. und ich schreibe wieder einmal einen beitrag unter der rubrik berlin. das ist ja eher selten geworden, alles nur noch alltag hier nach über zehn jahren. der dreck, das geschwätz und das wunderbare licht im frühling. aber diese idioten sind und bleiben einzigartig. dämlich.

menschen, die sterben. auch die, die ich nicht gut gekannt habe. wie es mich rührt und weitet, wenn ich davon höre. wie ich dann denke, jedesmal, daß sie etwas großartiges geleistet haben.

wie tango wie die liebe ist, die langsam wächst und immer ist. von der idee zur leidenschaft, wie das leben. auch so ein ding, das mir nur langsam zuwächst. mir dabei etwas wie die freude am sein zurückerstattet. nach und nach nur, aber dafür mit unnachgiebiger nachhaltigkeit.

die träume, die mir fehlen. das ist mein leben, das ich verschweige. oder verpasse, verschmerze zumeist. ach.

und dann den tag nach viel ibuprofen, mcp und formigran mit sambuca beenden. ob das eine gute idee ist?

fallen

das war eigenartig gestern nacht. nach der bürofrühschicht und der unmittelbar anschließenden, recht umfangreichenn meditationspraxis war die erschöpfung bereits groß, nicht zuletzt auch durch einen plötzlichen, rasanten blutverlust. wie das manchmal so ist in der endphase – hoffentlich – der wechseljahre. alles tut weh, der rücken, der nacken, der kiefer, das rechte auge. ist das nun migräne? oder doch nicht. übelkeit war auf jeden fall mit dabei. der ausblick auf einen arbeitsreichen sonntag, abtragen von drei verschiedenen baustellen, war ebenfalls nicht gerade erfreulich. gerne hätte ich noch ein bißchen was getan, aber selbst kaffee um halb zehn abends half da nicht.

im bett dann, auf der suche nach entspannung, vielleicht sogar nach schmerzlosigkeit, unter zuhilfenahme von migränemedikation und zapping, ging es dann noch weiter abwärts. es ist also möglich, liegend zusammenzubrechen. völlig einzufallen, in sich selbst sozusagen, tiefer und immer weiter hinab zu stürzen. ohne daß sich noch etwas bewegt. ich weiß nicht, wie lange das ging. so tief war ich nie. so konturlos und allein. so körper. so schwach.

schlaf war nicht viel in der nacht, alle paar stunden lag ich endlos wach vor erschöpfung. heute dann die arbeit, wie in trance, unter schmerzen natürlich. dumpf nur und matt, wie ein witz. das macht mir angst.

und jetzt: alles auf anfang. ich falle wieder ins bett.

nichtwissen

ich stelle mir vor, ich könnte mir filme ansehen von mir als kind, die mit einer kamera aufgezeichnet wurden, die beides erfassen kann: das äußere und das innere. ganz authentisch, eine art wahrnehmungs- und erfahrungsaufzeichner. so etwas existiert natürlich nicht, und ich weiß auch nicht, ob ich möchte, daß es das gibt. aber solche filme wären schon toll. selbstverständlich nur für mich, niemals wollte ich, daß andere sie sehen. vorsichtshalber.

vermutlich würde ich mich wundern. weil ich so anders bin, als ich denke, daß ich bin. oder war.

ich weiß auch nicht.

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