am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

nullstellung

es ist keine veränderung der situation zu verzeichnen, weiterhin besteht keine vernünftige telekomunikation im hause engl. große freude jedoch kam bei mir auf, als die zuständige telefongesellschaft sich heute tatsächlich eigenmächtig bei mir meldete, kurz bevor ich mich dazu aufraffen konnte. zwar geschah das nur, um de fakto rein gar nichts verbessern zu können, aber immerhin: die feststellung einer störung scheint nun doch angekommen. morgen warte ich dann also wieder auf einen techniker, das fünfte mal diesmal. ich bin gespannt.

spät am abend dann – endlich! – rechnungen sortieren und aussortieren, stapeln nach jahreszahlen und mehrwertsteuerkategorien und müll. das eintragen in tabellen bleibt eine fragile sache. verrückt auch, das alles. dieser tag. dabei sammle ich diese so überaus wichtigen dinge nicht einmal in einem schuhkarton, ich habe eine schöne, große, grüne blechbüchse dafür. also alles ganz normal.

dazwischen arbeit. und traum. und glück.

zwischenstand telekommunikation

der im 4. anlauf endlich erschienene techniker der telekomik befindet die leitung für gut, baut sicherheitshalber aber dennoch auf eine andere um, die ebenso gut, bzw. schlecht ist. das heißt: kein netz, kein gar nichts.

die inzwischen zweimal getauschte, bzw. ersetzte hardware bewirkt ebenfalls: nichts!

da muß ich mir alsbald wohl wieder diese dämliche hotlinemusik anhören. morgen oder so, stunden um stunden. ich freu mich schon.

nicht komisch

hier ist grad alles tot, es gibt kein telefon und kein netz mehr. das netz kriecht seit gestern ersatzweise über 1 bis 2 mobilfunkbalken, was nicht einmal so viel schlechter ist als die dsl-performance, die seit weihnachten hier ankam. die telekomiker ließen bislang wortlos termin 1 bis 3 tatenlos verstreichen, die ersatzhardware läßt auch auf sich warten. überhaupt, keiner weiß genaues nichts. all das fesselt mich an die wohnung, ausgerechnet. wo es doch so schön ist draußen. wo es doch so viele nette orte in der gegend gibt, die vermutlich ein netz für mich hätten.

soviel zum thema service. mit mehr fang ich besser mal besser gar nicht erst an.

eisen

zu wenig mehr fähig, heute, als die paar dinge auf dem balkon zu bewegen. zu putzen, zu räumen, auszusortieren. und dabei schokolade zu essen. so ist es, wenn der körper sich in eisen legt. freiwillig. wie migräne, nur anders. und doch. jetzt heißt es warten und hoffen, dabei in bewegung bleiben.

bis der kreis sich schließt.

das ist ein wochenende weit jenseits aller planung. gestern nur und beinah ausschließlich in tangomusik gewühlt, für eine halbe stunde kurz ein bißchen nach dem motorrad gesehen. läuft schon, kein problem, ist auch fast alles in ordnung. heute dann spontan und gänzlich ungeplant mit balkonputzen angefangen. kein wunder irgendwie, bei dem wetter. morgen möchte ich da draußen frühstücken. dachte ich.

andererseits gibt es da durchaus eine nicht ganz unerhebliche liste von zu erledigenden dingen.

wunderbar

im freundes- und bekanntenkreis wie auch in der verwandtschaft häufen sich die todesfälle, die elterngeneration ist an der reihe. ein zufall, daß es bei mir, damals, so früh begonnen hat. daß ich den einen teil davon schon hinter mir habe, so lange schon. wie das klingt! aber es stimmt, irgendwie, so richtig weiß ich mitunter nichts zu sagen. wenn menschen sterben. das scheint mir so ungeheuerlich. wie eben auch normal.

das macht mich ratlos.

noch ein onkel also. der, der damals nach der beerdigung meines vaters, seines bruders den schmaus bezahlt hat. weil ich oder wer anders es nicht konnten, zu chaotisch waren die finanziellen verhältnisse. und nicht nur die. der mit meinem bruder und mir bei seinem beerdigungsmenschen saß und meinte, verbitterung in mir zu sehen, weil ich ein familiengrab in meiner geburtsstadt zu kaufen ablehnte. genau dort ist er selber nun, in diesem institut, da bin ich sicher, und wartet auf sein grab. ich aber brauche kein grab, bis heute nicht, keinen letzten ort. ich gehe ohne das, irgendwann.

der onkel also, den ich singend in erinnerung habe, vor ein paar jahren, als ich ihn das letzte mal sah. auf seiner golden hochzeit, mit brüchiger, alter stimme: es muß was wunderbares sein.

überhaupt, die männer in meiner familie. alle so sanft, wozu immer sie auch sonst noch fähig gewesen sein mögen. oder es waren, wie ich weiß, hinter den türen, den vorhängen, wer weiß. so sanft, so klug.

die hohlheiten im leben austauschen gegen etwas weiches, tragfestes, trittsicheres. wider den geschulten geist, mit dieser größe zu rechnen ist ein wagnis. darauf zu bauen, jenseits aller wiederholungen. leben.

sterben will ich dann in wien.

träume. sind wieder da, ja. ich weiß von ihnen, erinnere mich kaum, aber rieche sie quasi. vernehme die schatten schwindender bildern und lasse sie ziehen, danach.

alles gut, ich arbeite daran. ansonsten bleibt tango.

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