am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

schöne neue worte aus dem eigenen hirn (7)

dachte ich gerade so für mich, aber lauthals: was ist denn eigentlich billiger, mit dem handy ins festnetz oder mit dem handy ins mobilnetz fotografieren? antwort ging, ebenfalls eigenmächtig, in gelächter unter.

tinte

seit wochen lese ich (über) aktuelle lyrik, und eben habe ich meine füller gecheckt. es sind nur noch drei, im gegensatz zu früher. zwei wollten lediglich mit frischer tinte versorgt werden. einer verlangte zusätzlich nach einer heißwasserspülung und ist dennoch immer noch nicht so recht fit. dabei ist ausgerechnet der der, der zuletzt für das notieren von lyrik zuständig war. was eine weile her ist. eine ziemliche weile. [neben dem bildschirm läßt sich gerade eine kleine spinne von der decke herab und schwebt direkt neben dem bildschirmschriftbild.]
lyrik schreibt sich nicht mit der tastatur, das ist einfach so. zumindest zu anfang nicht. später dann, nach den (inneren) bildern, braucht es vielleicht ein schriftbild jenseits meiner klaue. manchmal aber auch nicht. deshalb irritiert mich das mit den füllern. ist etwa zeit für lyrik?
[was ich auf den zettel kritzel, um die schreibgeräte wieder in schwung zu bringen, macht sich nicht gerade erbaulich aus. ich schreibe nicht gern, nicht gut mit der hand. auch nicht mit füllern. am besten vielleicht noch mit bleistift. aber auch das ist nicht besonders ansehnlich. ich habe einfach keine schrift, das läßt sich nicht ändern. also krackel ich kringel und schwünge aufs papier, um die tinte in fluß zu bringen. das ist unverfänglich, aus verschiedenen gründen. seit jeher, wenn ich schreibgeräte teste, schreibe ich aus unerfindlichen gründen IMMER das wort ‚Aufpassen‘ aufs papier. nur dieses eine wort, untereinander, nebeneinander, durcheinander. wo immer ich bin, was immer über all die jahre in meinen hirn vorgegangen sein mag. dieses wort blieb. schon mit zwölf schmierte ich es aufs probepapier, reihenweise, sinnfrei vielleicht. ‚Aufpassen‘, kein schriftliches zeugniss hinterlassen, keine zeichen, keine spuren. bis heute. bis eben. da packte mich eine plötzliche innere wendung, und ich schrieb statt dessen ‚Autoteile‘, immerhin.]

wienrecherche (6)

die liebesgeschichten, die wir uns erfinden – wir, die wir schreiben; wir, die wir auch leben, vielleicht. und lieben. immer wieder geraten sie uns zum spiegelbild einer vergangenheit, als wäre das unvermeidlich. im leben wie im schreiben, diese ewige lust und qual an der wiederholung.

(der titel ‚wienrecherche‘ gerät an diesem punkt ein wenig in schieflage, das gebe ich gerne zu. er muß und soll aber einstweilen beibehalten werden, denn er hat durchaus seine berechtigung.)

nachtrag: wir, die wir ‚wir‘ schreiben, obwohl wir doch ganz allein sind mit unserem höchstpersönlichen stück internet und uns auf die art distanzieren. auch das.

basic thinking

schon ein seltsames gefühl, einen organspendeausweis auszufüllen. so ähnlich wie sein testament machen vermutlich. letzteres erspare ich mir einstweilen noch, es gibt eh nix zu verteilen. eher im gegenteil. aber für das organdings war es heute offensichtlich mal zeit. keine ahnung, warum. man sollte seine dinge regeln, so gut es eben geht. denke ich. und das ging eben heute, auf einmal.

nachtrag: das raucherblog macht mich auf diese nierenshow aufmerksam, die in den letzten tagen durch die presse geheizt ist und sich inzwischen als finte herausgestellt hat. könnte natürlich sein. es war aber eher so, daß ich plötzlich dachte, daß man diesen ausweis sicher auch irgendwo runterladen kann. (blöder ansatz, ich weiß. könnte man leichter drauf kommen, durchaus.)

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