am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ohne mich

dieses vanity fair-gerede überall. das ding ist doch ein phantom, ich hab jedenfalls noch kein real existierendes exemplar gesehen. und ich hätte es wenigstens mal in die hand genommen und so mit dem daumen durchflutschen lassen. ganz bestimmt. aber so? kann das ja nix werden.

na also: die schnäufchen von gestern sind heute nur noch winzige dreckhäufchen. (dräufchen?) und die sonne scheint. winter ade!

grad mal kurz rausgesehen und immer noch reste von schnee erkannt. besonders auf den autos und da, wo der räumdienst früh am morgen kleine schneehäufchen gemacht hat. (schnäufchen?) ich glaub, das ist jetzt der winter. doch noch. gewesen.

programmhinweis

schon wieder tv. man könnte meinen, ich hätte nichts besseres zu tun.
aber Wilbur wants to kill himself darf man halt auf gar keinen fall verpassen. heute abend, mitternacht, im ersten. (man achte insbesondere auf den horst. nicht, daß der übersehen wird.)

schwarz-weiß?

das zdf zeigt ein paar alte kommissarfolgen, wohl wegen des todes von herbert reinecker. schrecklich, diese dialoge, in denen alles wenigstens dreimal gesagt wird. („sie richtet sich zugrunde. das hast du doch gesagt, daß sie sich zugrunde richtet? jetzt richtet sie sich zugrunde. ich habe das verstanden, herr kommissar. daß sie sich jetzt zugrunde richtet.“) aber es erlaubt natürlich schöne zooms und kamerafahrten, die es heute, in fernsehserien zumindest, gar nicht mehr gibt. alles nur noch schnitt und gegenschnitt, man muß gar nicht mehr hinsehen.
folge 38, die gerade läuft, grauroter morgen, wurde mir seinerzeit, in den frühen 70ern also, ich war allerhöchstens 10, als drogenaufklärungsfilm verordnet. man stelle sich das vor, sabine sinjen, lallt sich durch die szenen, träumt von der isarsonne, wo sie dann ja auch suchtselig (heute würde man wohl sagen voll drauf) erschossen wird. neben ihr im gras die gitarre. und meine mutter sitzt neben mir, paßt auf, daß ich auch schön aufpasse, wie das so ist mit den drogen. schrecklich und tödlich.
das sollte mir wohl angst machen, aber wenn ich mich recht erinnere, fand ich die story damals eher unverständlich. diese armselige tochtergestalt, kraftlos, dagegen die hartgesottene mutter, mit allen wassern gewaschen. und zum schluß der mördervater als letzte rettung, die dann doch keine ist. natürlich nicht. später schien mir die sache reichlich harmlos dargestellt. zu sauber, beinah clean. die leute in den straßen sahen anders aus.
ich weiß nicht, bis heute nicht. wirklich nicht, ich kann es einfach nicht sagen, herr kommissar. wenn sie mich jetzt fragen, ich wüßte es nicht. (aber ja doch, ich kann auch mit solchen doppeldopplungen spielen. ;-) vielleicht waren die münchner fixer ja damals sauberer als die bei uns. zumal wenn sie einen reichen papa in augsburg hatten. wer weiß?

über fiktion

um das einmal festzuhalten: ob im blog oder woanders, jedes stück noch so banaler text ist im grunde als fiktion zu betrachten. mehr oder weniger zumindest. wahrheit und wahrhaftigkeit sind etwas grundsätzlich verschiedenes. ich spiele nicht inquisition, weder hier noch sonstwo. zum beispiel esse ich kartoffeln am liebsten mit schale, trotz der pellkartoffeln.

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