heute fast den ganzen tag eine einzige szene beackert. 11 seiten immerhin, also eigentlich das, was man klassischerweise ein kapitel nennen könnte. weitere daten und fakten erspare ich mir und meinen gästen. was bedeutet es schon, wieviel zeit in arbeit vergeht. nur eines noch: so gut wie 1/3 des textes sind fertig. bleiben also weitere 2/3. das ist nicht mehr so viel. zumal die hauptarbeit am anfang lag, der nicht nur überarbeitet, sondern vor allem auch ergänzt werden mußte.
eigentlich ist es überraschend, wie es funktioniert, trotz des emotionalen durcheinanders der letzten wochen. trotz diverser heimwerkereinsätze in friedrichshain auch. und trotz einiger verquatschter abende, hier und da. auch mal was feines. (von icq ganz zu schweigen. aber diesbezüglich war ich heute mal eisern, kaum mehr als mal eine minute online. ja!)
gut so. ich zumindest bin zufrieden.
tohuwabohu
heute morgen, nachdem ich gestern das abrufen von emails recht nachlässig betrieben habe, lauert da in bezug auf die liebe plötzlich doch wieder eine antwort. von gestern bereits, und ich habe es nicht gesehen.
diese wiedereröffnung ist etwas, womit ich wahrlich nicht mehr gerechnet hätte. ein paar zeilen nur, ziemlich in eile notiert. in ein paar tagen fliegt sie für zwei monate weit weg, das wußte ich ja. aber jetzt klingt alles anders, ganz anders, als noch vor ein paar tagen. und weiß ich nicht mehr, was ich denken soll. jetzt ist alles nur noch chaos.
das ist gut so. glaube ich.
freßhinweis
da ich neuerdings des öfteren in friedrichshain unterwegs bin, löcher in wände bohren oder ähnlich spannende dinge, möchte ich an dieser stelle eine kleine empfehlung aussprechen. das akash, ein, soweit ich weiß, ganz neu eröffnetes indisches restaurant, ist nicht nur mit einem überaus netten besitzer und vorzüglichem service gesegnet, sondern läd auch rein geschmackstechnisch dazu ein, sich die karte wenigstens einmal komplett rauf- und wieder runterzufressen.
tips und tricks
als ich heute, mit der aufgabe betraut, unzählige löcher in eine ziegelwand zu bohren, um später daran regalbretter zu befestigen, zunächst einmal darauf bestand, streichhölzer kaufen zu gehen, hat G sich, glaube ich, ziemlich gewundert.
später, während ich mit der bohrmaschine auf der leiter stehe, singt sie immer wieder: I wanna be your drill instructor! so richtig verstehe ich das nicht. zwar mache ich die löcher immer genau dahin, wo sie es angezeichnet hat, aber…
wieder holen
nach getaner arbeit kommt nicht die müdigkeit, sondern traurigkeit statt dessen. vermischt mit ein wenig ärger, abschied per email. abschied ist eigentlich zuviel gesagt. es ist ein schnitt, eher noch ein riß als ein bruch. das ist das ende, nicht mehr und nicht weniger. im grunde wortlos. aber wut wäre dennoch zuviel gesagt, und das ist auch nicht wichtig.
besonders schwer ist es, wie immer, wenigstens selbst sich die liebe zu erhalten, wenn schon das leben und die zeit deutlich dagegenspricht. seit langem schon, wie ich bei mir selbst nachlesen kann. dieselben bilder, die nunmehr von der festplatte gelöscht sind. dieselbe stimme, die ich vermisse, dasselbe gesicht. aber kaum ein lachen mehr vorstellbar.
handarbeit
die sonntagszeitung bringt immer auch den stellenmarkt ins haus. sofortige abarbeitung der dürftigen angebote war aber nicht möglich, da zunächst einmal der strom im büro weg war. (in den nachbarwohnungen allerdings komplett, sodaß ich mit bad- und büroausfall noch richtig gut dran war. besonders, weil in der kombination der kühlschrank zum glück nicht gnadenlos heruntergetaut war.) also kein anschreiben, keine kurzrecherche, kein lebenslauf machbar.
obwohl es da tatsächlich eine anzeige gab, die einen einerseits tabellarischen, andererseits jedoch handgeschriebenen lebenslauf forderte. allen ernstes! wo gibt es denn sowas, im digitalen zeitalter? ob die tatsächlich ein graphologisches gutachten einholen? oder ob sie nur wollen, daß sich die bewerber hinsetzen, um ein original herzustellen, statt einfach nur immer und immer wieder dieselbe fassung auszudrucken. das stimmt aber auch, da haben sie ja recht. das wird tatsächlich langweilig, so nach dem 50sten bis 100sten mal.
wip – ganztags
heute den ganzen tag im text verkrochen. damit ist richtig was weggeschafft, und ein ende ist auch noch nicht in sicht. der tag ist ja noch lange nicht vorbei. es ist eine freude, arbeiten zu können, weiterzukommen. zumal mit in dieser vorerst letzten überarbeitung tatsächlich endlich eine einheit entsteht. ein ganzes, das am ende hoffentlich zum ersten mal vorsichtig als fertig bezeichnet werden darf.
(der rest ist schweigen.)
nachtrag: 1/4 der textmasse ist hiermit durchgeschleust.