am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

irgendwie vermisse ich die alten protokolle immer noch. es war anders, irgendwie. persönlicher. keine ahnung. :-(

wenn ich wüßte wie, würde ich mir wohl ein – besser als zuvor ausgestattetes – tagebuch sofort wieder dort einrichten. aber das weiß ich eben nicht. :-(

irgendwie hirnblind. ich starre auf den screen. und egal, was da ist. ich sehe nicht, was ich tue. ich spüre keine bewegung. nebeltastiges vorgehen. kein schöner anblick.

aber vielleicht sind das auch nur immer noch die betäubungspritzen. heute morgen, beim zahnarzt. nein, keine schmerzen. nur müdigkeit.

also nochmal, an die tasten, an den bleistift, an die arbeit. dear.

war das jetzt die erschöpfung? gute vorarbeit? oder einfach nur nachlässigkeit? vielleicht einfach nur der genialste schachzug überhaupt?

es leicht nehmen. durch den text rauschen, hundertmal bestimmt schon, gelesen und gelesen und wieder gelesen. also los. schieben. und drehen. und wenden. alles. einfach irgendwie. aber nein, nicht doch, nicht irgendwie. doch es wird, auch ohne nachzudenken, mitunter. es geht. an einem bestimmten punkt. da wird es leicht, so schwer es auch sein mag.
und immer wieder diese erfahrung: ich glaube zu kürzen, doch de facto wird der text länger.

jetzt zurück an den bleistift. und morgen steht das dann. endgültig.

skriptkritzeleien

(scriptbild) das bleistiftchaos von gestern nacht. bin gespannt, ob ich da noch durchfinde …

halbes stündchen noch, dann: ab im urlaub! (naja, eine arbeitswoche zuhause …)

streß heute!
so soll das sein, sagt die kollegin darauf.

diese verschobenen tage, nacht und tag, und umgekehrt. gestern erst gegen sechs ins bett, also heute morgen, im grunde. zwar nur zum teil gearbeitet, aber dennoch. das merke ich jetzt. ich bin wach, ich möchte weiter, durcharbeiten. kann an sonst nichts denken. außer hunger vielleicht. zwei teile noch, zwei, drei seiten. mehr nicht.

ich muß aber morgen ins büro, dienstag zum zahnarzt, zwei wichtige anrufe noch, ein paar mails und wenigstens zwei treffen verabreden. überhaupt, mir mal wieder einen überblick verschaffen, das wäre auch nicht schlecht. aber ich kann daran einfach nicht denken, krieg das nicht in den kopf.

zum teufel.

nach stunden um stunden mit einem mal wieder der kampf mit dem reim. ich sitze an prosa, rhythmisch zwar, aber frei. und reim schleicht sich ein, hinterrücks und ungewollt, immer wieder. Taten und Warten, nutzlos und schutzlos. was nun? das geht so nicht. nicht immer und immer wieder zumindest.

das pendeln zwischen bildschirm und papier, jedes für sich eine ganz andere arbeitsweise.

erst eiliges dahintippen am pc und gleich wieder löschen. dann das herumschieben der einzelteile, diese fixe art der montage. die reinste freude. konstruktionen, die ebenso im selben moment schon wieder verworfen sein können. ausprobieren und wieder entfernen, in sekundenschnelle. vergessen. immerhin, gespeichert wird nur im hirn, das muß reichen. so geht und kommt und geht ein einziges komma allein unzählbar. also dauert auch das, trotz schneller technik. und ein zufall, letztendlich, was bleibt. und was nicht.

auf dem papier dagegen, mit blei und gummi. da besteht ein zusammenhang, da gibt es rein graphisch einen ablauf. vielleicht eine illusion, die chronologie, soetwas existiert ohnehin nicht. aber es muß sein, der ausflug ins bleistiftgebiet, immer wieder. die mühselige papierarbeit, sie geht weit langsamer von der hand, scheinbar. es ist auch ein hin und her, immerzu. aber es ist genauer, feiner, mit größerem überblick. hilfreich in jedem fall. und dennoch auch ungenauer. es bleibt provisorisch, vorbereitung nur für den rechner, wenig später, ohne den ich längst nicht mehr könnte. dann verändert sich gleich wieder alles.

andererseits: beides ist immer in bewegung, solange ich daran sitze. das steht fest. der entschluß, aufzuhören hat nichts mit der materie zu tun, nicht einmal mit dem material. es ist erschöpfung, allerhöchstens. das ende der möglichkeiten, der kapazitäten, welcher art auch immer. ich bin das problem, meine bedingungen, das noch am ehesten. irgendwann ist eben einfach schluß, tag für tag, und wenn es jahre dauert. nichts ist jemals fertig.

aber beides, bildschirm und auch papier, sind immer begleitet von klang, wort für wort. so ist schreiben immer auch komposition.

zumindest, wenn es nah an den worten bleibt, näher an den worten als an soetwas wie handlung oder konstruktion. obwohl auch dann …

usw. usw.

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