
wie gestern gesagt: heute kurz drüber und gut. kapitel xvi ist fertig. das heißt, eigentlich war es nicht so wirklich kurz, schon noch ein paar stunden arbeit.
weiter mit xvii, ganz etwas anderes. kurz und hart, schmerzhaft.

früh wach gewesen, wie eigentlich immer seit einiger zeit. das hört einfach nicht mehr auf. deshalb noch vor zehn am schreibtisch gesessen und in den text.
abgetaucht. gut so, nichts anderes hat noch sinn.
deshalb einfach mal acht stunden am stück, bis gegen sechs gerade eben, im text geblieben. dabei acht seiten geschrieben und dann zügig hinten raus aus dem mammutkapitel, das so etwas wie ein beziehungskapitel ist. endlich, ich würge und kotze an dem, was ich da zu tun habe. jetzt muss ich da morgen nur noch einmal kurz drüber. hoffentlich. und dann ist gut!
acht jahre umfasst das kapitel mit der nummer xvi im übrigen, unfassbare acht jahre auf achtundzwanzig seiten.
und jetzt höre ich mal besser auf hier, ich bin ein klein wenig durch. den wind oder den text, wen kümmerts.
PS jedes mal, wenn ich erneut vorsichtig versuche, die seitenzahl zu überschlagen, die ich so in etwa noch zu schreiben habe, werden es mehr. statt weniger. ich weiß auch nicht.

heute ist früh schluss mit schreiben, ich will noch ein wenig zusammenpacken. morgen geht es zurück nach berlin, möglichst früh, wie ich hoffe. es wird heiß, meine tomaten brauchen mich.
der text ist gut gewachsen, hoffentlich auch gut geworden. so recht weiß ich nicht, es ist dann doch ziemlich viel geworden. das kapitel ist dennoch noch längst nicht fertig. es war fett konzipiert, wird aber wohl noch fetter.
wenn ich zu hause bin, schaue ich mal rein. vielleicht erkenne ich dann ein kleines bisschen mehr. ob ich noch weiter daran arbeite, weiß ich aber nicht. kommt drauf an.
weiter die fenster zu putzen, wäre schließlich auch eine lohnende option.

es ist ein probem bei der art, wie ich schreibe, dass ich dazu weit offen sein muss. in letzter instanz schöpfe ich immer aus dem eigenen, auch aus dem moment. das ist ein wagnis. denn ich bin, was ich bin und immer anders. ich bin das material.
das heißt, eigentlich ist das natürlich kein problem, denn ich schreibe ja nicht über mich. die geschichte ist eine andere, eine mir sehr fremde. in den meisten fällen zumindest.
schwierig wird es, wenn mein aktueller zustand wenig erfreulich, mir selbst im grunde unerträglich ist. und auch nachhaltig bleibt. wenn ich vor mir selbst weglaufen, mich verkriechen, verstecken und völlig vergessen möchte. um mich bestenfalls niemals wiedersehen zu müssen, in diesem leben, dieser welt.
dann ist das schreiben ein desaster, denn es funktioniert nicht. nicht für mich.
die lösung ist einfach, sie heißt: offen bleiben!
nicht verkriechen, nicht flüchten. ins feuer gehen und brennen. den schmerz in den text tragen. keine angst, es passt immer. und der text wird es danken.
es geht um familien. heute das geflecht um das kind geknüpft, sprachlich versteht sich. morgen geht es an die beziehung der erwachsenen. es ist schwierig, das steht jetzt schon fest. aber es wird eine liebeserklärung geben. scheiß drauf!
so allein ist es richtig.

der kopf ist leer und will nicht. nicht schreiben, nicht denken, das hat doch alles keinen sinn. so bin ich aufgewacht in der kleinen stadt, die mir einfach nur gleichgültig ist, diesmal. ich will nicht hiersein, wozu?
irgendwann dann einfach angefangen. das ist der vorteil an meiner dämlichen arbeitsweise, bei der ein kapitel nach dem anderen abgearbeitet wird. also immer weiter, ohne große experimente. irgendwann sind so sieben seiten durchgegackert und zusätzlich eine seite frisch geschrieben. nach stunden, die mir keine große freude bereitet haben.
alles das ohne große innere beteiligung, auch die ist mir egal. heute zumindest. was morgen ansteht – oder später am tag, heute noch – wird auf die art nicht funktionieren.
ich möchte aufgeben, da ist kein leben mehr.
aber abwarten.

gestern ein wenig angegeben. heute dafür bezahlt und nur wenig geschafft und fast gar nichts gezaubert. aber gelogen war das nicht, dann eben später. zaubern muss sein, irgendwann.
also das gerüst überarbeitet, mit gesprochener sprache und leben unterfüttert. es wird, ganz ohne frage. es entwickelt sich gut. aber es wird und wächst langsam. und es ist natürlich mehr, viel mehr zu sagen, zu schreiben, als ich mir das so dachte. im vorfeld, bei der erarbeitung der kapitelstruktur. bis ganz zum ende habe ich mich gewagt, du liebe zeit. und jetzt muss ich da durch.
na gut, ich bin einverstanden.

wenig habe ich bemerkt von der zeit, die vergangen ist, seit ich aus der letzten schreibzeit zurück bin. über drei wochen ohne schreiben, in schock und in schmerz gefangen. ausweglos.
gut, wenn es schon keinen weg mehr gibt, dann gibt es eben das schreiben. als letztes, als nichts, das gibt es immer. auch das macht mich zu einer der besten. dass ich mich jetzt doch daran mache, das anstehende kapitel zu schreiben, das das beziehungskapitel ist. was auch sonst!?
oh wunder, oh zufall.
und natürlich wird es gut. weil ich es über den riss ziehen werde, der sich mal verzweifelt und mal wütend tief in mich eingräbt. so soll es sein.
entlang der detaillierten kapitelnotizen gearbeitet und damit so gut wie durch. fast alle punkte sind abgehakt, somit steht das gerüst, immerhin. ein gutes gerüst, aber das ist es nicht. das kann es nicht sein. morgen werde ich also zaubern und leben hauchen, mich damit auch selbst wieder beleben. mit den verbleibenden zwei oder drei punkten auf der liste. und mit mehr noch, viel mehr. es braucht so viel mehr. immer
es braucht das, was ich jetzt noch nicht weiß. nicht wissen kann.

die vierzehn stunden arbeit gestern waren schon ein wenig viel, ich spüre es deutlich. trotzdem geht es natürlich weiter, there is no other way. die arbeit entlang der solide ausformulierten kapitelstruktur macht sich hervorragend. ich kann mich nicht erinnern, das jemals vorher so gemacht zu haben. aber es funktioniert. und darauf kommt es an.
sechs grob heruntergeschriebene seiten seit gestern nacht, einfach so. da passt vieles noch nicht, da fehlt auch noch einiges. aber es ist das so wichtige gerüst, in dem ich im anschluss weiterspinnen kann. das wird gut, aber daran zweifle ich nie. nur das gerüst macht mir sorge, jedesmal. so leicht wie heute kommt es doch eher selten daher.
und siehe, ich bin zufrieden.

im eifer der inneren und äußeren gefechte fast vergessen, dass das fünfzehnte kapitel ja seit tagen schon zum ausdrucken ansteht. und anderes auch. die neue, ausführliche kapitelstruktur zum beispiel, die vor allem. sieben kapitel auf fünf seiten ausgeführt. (lustig: die ersten fünf kapitel haben noch auf eine seite gepasst. damals. ; )
damit wird sich die verschmierte und verkrakelte übersicht der letzten wochen deutlich verbessern. hoffe ich.
und natürlich musste ich dann auch noch mal ran an das aktuelle kapitel, kurz vor ausdruck. da kann ich nicht anders, denn ein bisschen was geht ja immer. noch.