am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

bonding (47)


so langsam sollte ich wieder zurückfinden in den text, das nächste kapitel anfangen. das heißt, nein, angefangen habe ich schon. vor einiger zeit bereits, und heute sind ein paar noch recht dumme sätze hinzugekommen. ansätze, mehr nicht.

es fällt mir schwer, dieses kapitel. da ist ein bruch, der den text nicht weiter stört, im gegenteil. er ist höchst nötig. trotzdem kriege ich ihn nicht so recht in den griff, diesen bruch oder übergang. was auch immer. es ist wie ein großer schritt über etwas hinweg, das nur spürbar werden soll, nicht aber sichtbar. noch nicht.

der abgrund ist tief, ich darf nicht hinsehen. das alles kommt später, viel später. es ist also da, aber es wird nicht wort. (wie so vieles. ) darüber hinweg, auf der anderen seite wartet etwas, das eine art liebeserklärung sein sollte. so hoffe ich zumindest.

das fällt mir schwer. nicht, weil es um eine liebeserklärung geht. vielmehr, weil diese sich an eine person wendet, die ich noch gar nicht so gut kenne. und die ich vielleicht auch nicht mehr gut genug kennenlernen werde. das liegt in der geschichte, als autorin weiß ich das natürlich.

doch sprechen muss ich mit meiner hauptfigur.

wenn ich das allerdings genauer betrachte wird es klarer. auch die weiß natürlich, obwohl sie von davor erzählt. und sie ist es, die liebt.

nicht ich.

bonding (46)


wieder ein kapitel einstweilen mal abgeschlossen, ausgedruckt und abgeheftet. damit ich weiterschreiben kann.

alles ist gut. bis auf die tatsache, dass ich letzten herbst den weg bis zum ende überschlagen habe. und dabei darauf gerkommen bin, dass ich sicher noch so etwa hundert seiten schreiben muss. inzwischen habe ich exakt sechzig davon geschrieben, übrig sind aber immer noch neunzig. hab ich gestern mal überschlagen. so ist das eben, mitten im schreiben.

lucas damals war ursprünglich auf zweihundert seiten konzipiert, geworden sind es am ende fast vierhundert. ich scheine immer so in etwa das doppelte von dem zu produzieren, wie ich es am anfang gern möchte. so sieht es also auch diesmal aus. ich habe jetzt ziemich genau ein zwei-drittel-manuskript. hoffe ich zumindest. und einen agenturvertrag.

jetzt mache ich ein wenig schreibpause. ich muss geld verdienen und nach leipzig auf die messe nächste woche. außerdem durchatmen, die nächsten beiden kapitel sind wichtig, in einem besonderen maße. da muss ich erst hinfinden. wiewohl ich gestern schon ein paar sätze gefunden habe. und schnell hingetippt, kann ja nicht anders.

alles ist gut.

bonding (45)


endlich den teil der story angegangen, den ich seit wochen, wenn nicht monaten vor mir herschiebe. dafür an die siebzig seiten durchgearbeitet, sortiert und geglättet hier und da. dann wieder gebrochen und neu geschnitten, an anderen stellen. dazu die gedankenarbeit, die präzisierung dessen, was mir in all der zeit nur vorschwebte.

jetzt sitzt es weitgehend, so zu zirka siebzig prozent. der fehlende rest wird mir hoffentlich nicht mehr so schwer fallen. der wird sich leichter finden, wenn die eckpunkte konkret gesetzt sind. endlich.

bleibt die frage, ob sich ein gespräch, das eigentlich etwas klären soll, am ende aber nur noch mehr fragen aufwirft, über knapp fünfzig seiten ziehen darf. also sechzehn seiten gespräch eingeworfen in ganz andere teile der geschichte.

was soll ich sagen. ich bin zufrieden, aber es mag die leserschaft am ende ein wenig fordern. was mich wiederum zufriedenstellt.

bonding (44)


ich arbeite, ich schreibe in gleichbleibendem tempo und ohne qualitätsverlust, wie mir scheint. trotz schmerz und erschöpfung. es ist schließlich (fast) das einzige, was mich belebt. was mich zufriedenstellt und alles andere vergessen lässt. außer gutes essen natürlich, in guter gesellschaft. und ein bisschen was bauen, auch für andere.

im text gehe ich aktuell dem sträflich vernachlässigten gegenwartsstrang nach. nicht so sehr dem alltagsgeschehen, das steht durchaus ganz gut. doch die hintergrundstory braucht dringend aufmerksamkeit, schon seit wochen. jetzt oder nie, so der stand der dinge.

tatsächlich. das verdeutlicht sich schon allein dadurch, dass ich den komplex von anfang an durchgehen musste. allein um zu begreifen, wo das hinführen soll. selbst das war mir nicht so recht klar. also zunächst einmal überall kleinere oder größere änderungen vorgenommen, auf gut glück ein wenig klarheit geschaffen. von vorne bis hinten, über fast 200 seiten.

so vernachlässigt und unsauber ist diese eher feine linie, die mitnichten viel raum einnehmen wird. zumindest nicht vom volumen her betrachtet. sie muss einfach nur bekannt sein. es handelt sich also ein diffiziles gebäude, das solide gebaut sein will. das heißt: erzählt!

bislang völlig unzulänglich. doch ein anfang ist nun gemacht. ein guter anfang.

bonding (43)


tolle sache, wieder mal ein kapitel auszudrucken. die dreizehn, irres gefühl. fünfundzwanzig seiten fertig einstweilen, jetzt weiter im text. unmittelbar.

satt und sicher bin ich mittem im stoff. das material fliegt mir zu, gerade im rechten moment. so war es lange nicht. so war es nur zu anfang, noch vor dem ersten buch.

so ist es wunderbar.

bonding (42)


gestern so viel geschrieben und so lange, dass keine zeit mehr zum bloggen blieb. heute fast genauso. die dreizehn ist dennoch nicht richtig fertig geworden. ich bin durch, aber es stimmt noch nicht so recht. nicht überall und an jeder stelle. nein.

das sitzt mir jetzt im gemüt. und auch das nervt.

bonding (41)


viel ist in den letzten wochen krankheitsbedingt liegengeblieben, nicht nur die brotarbeit. auch das schreiben fiel mir schwer. so ist das dreizehnte kapitel zwar irgendwie vorhanden, aber noch lange nicht fertig. im grunde fehlt noch das wichtigste. alles, worauf ich eigentlich hinauswollte. das, was die geschichte weiterträgt.

dazu bin ich noch gar nicht durchgedrungen, keine ahnung warum.

sorgen mache ich mir dennoch nicht. was da bislang steht ist gut und ebenso wichtig. das habe ich gerade gemerkt, als ich durch alles noch einmal durch bin. es lenkt in die richtige richtung. und das eigentliche muss ja nicht zwingend viel raum einnehmen. schon gar nicht, wenn es ums sterben geht. und das tut es in der dreizehn. (so ein zufall.)

einer stirbt und alles andere klärt sich.

naja, nicht alles, dafür ist es noch zu früh. aber eben das, was die geschichte weiterträgt. sonst wäre es keine mehr. oder es wäre eine andere, die ich nicht erzählen will.

klar ist also, was morgen ansteht. das eigentliche der dreizehn nämlich.

bonding (40)


das ganze wochenende ist schreibzeit und damit geht es voll in die dreizehn. über fünf seiten des kapitels sind bereits erstverfasst. das will nichts heißen, denn das hauptthema ist damit noch nicht einmal angeschnitten. es ist also allerhöchstens ein indiz, dass es wieder kein hübsch kompaktes kapitel von etwas über zehn seiten werden wird.

aber was solls. ich komme voran, und zwar genau so, wie ich es mir vorgenommen und verkündet habe. hoffe ich.

bonding (38)


heute weder überarbeitet, noch die nebengeschichte konkretisiert, wie ich es mir gestern vorgenommen hatte. stattdessen an der zeitstruktur gearbeitet und dabei gedacht, ich würde genau das tun, was da gestern im blogpost festgeschrieben steht. und zwar keine sekunde zu früh, allerhöchstens ein paar wochen zu spät.

die verbleibenden sieben kapitel – oder wie viele auch immer daraus werden wollen – müssen sorgfältig geplant sein, viel mehr als zu anfang des buches, um funktionieren zu können. daran wäre ich beinah zielstrebig vorübergeschlendert, und das hätte mich viel arbeit gekostet. viel zweifel und ärger, viel generve vor allem. ich mache sie ja nicht gern, diese konstruktionarbeit. aber jetzt sieht es so aus, als könnte das ding klappen. (im laufe des jahres oder so. hoffentlich zum ende des sommers. naja, vielleicht.)


bleibt also, mir selbst diese nebengeschichte zu verdeutlichen. hintergrundmaterial nur, das wird wenig raum einnehmen im fertigen roman. relevant ist es dennoch in nicht unerheblichem ausmaß. ebenso ist es dringend, doch es macht keinen spaß. jetzt und nicht später, ich weiß ja, ich weiß.

ich muss eine sekte erfinden, die sich inbesondere um die früh(ver)formung von kindern bekümmert. nicht christlich, das käme mir zu platt. nicht besonders weit verbreitet auch, eher provinziell und kleinlich. aber doch fundamental, vielleicht wissenschaftlich, der hirnforschung und rassenhygiene verbunden. hirnwäsche, zucht und züchtigung und so, stichwort schwarze pädagogik. das zerbrechen des eigenen, des willens. oder noch anders, keine ahnung. schwer verdreht auf jeden fall, und falsch, dass es falscher kaum geht.

nein, das macht wirklich keinen spaß. ich recherchiere zu kindern in sekten, und dabei vergeht mir so ziemlich alles, ziemlich schnell. (lest mal selbst über zwölf stämme oder warren jeffs.) aber es hilft ja nicht, es gehört eben dazu. was soll ich machen.

außer schreiben.

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