raum für notizen

bonding/174

30. Oktober 2022 - 00:54

for the record. am donnerstag gleich mit dem text ins café, das neue kapitel durchgehen. das ging schnell, es wird ein leichtes kapitel. nicht ganz so leicht im thema vielleicht, aber leicht in der bearbeitung. keine größeren probleme, keine  umstellungen, keine korrekturen. nur glätten und kürzen.

gestern dann mit dem ersten teil begonnen, einiges grob gestrichen. dabei dann erkannt, was die wirkliche stimmung dieses abschnitts ist, und eine verbindung herstellen können zum zweiten teil. auf einmal passiert da gar nicht mehr so viel information, stattdessen viel mehr begegnung und gemüt.

heute zwischen den übersetzungen den zweiten teil angegangen. wenig gestrichen, aber doch reduziert. einmal durch, dann nochmal. für morgen bleibt nicht viel. die zwei eher poetischen seiten, der absturz durch die zeit. das ist alles, dann ist dieses kapitel auch schon fertig.

das ist gut.

nur das bauen geht mir unter in all dem wust. mit der badschwelle habe ich nicht einmal begonnen, auch nicht mit der kammer. vielleicht nächste woche, da habe ich mehr luft. hoffentlich.

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bestens

30. Oktober 2022 - 00:37

ich tue und macht, reihe die dinge haltlos aneinander. wie das eben so ist in meinem vielschichtigen alltag. urlaub ist aus. meine art von urlaub, die ja auch immer arbeit ist.

gestern eine kleine motorradrunde gefahren, mit frischer tüv-plakette. vermutlich auch die letzte in diesem jahr, war ja eher ein fahrradjahr. danach noch getankt, auch das erste und einzige mal dieses jahr.

nachts war ich lange wach. nach eins gab es draußen scherben. das klirren war nicht so, als käme es von einem auto oder meiner maschine gar. es klang auch nicht wie eine flache, eher wie eine scheibe. dann rumpelte es, das wollte ich sehen.

da schob also eine frau etwas auf einem wagen vor sich her, das sah so aus wie ein regal, oder eine glasvitrine vielleicht. gut ging das nicht, ich konnte auch nicht ausmachen, was die frau eigentlich wollte. und wohin. einmal drehte sie sich scheppernd im kreis. dann hob sie das glasding kurzentschlossen von ihrem wagen und stellte es in die baumscheibe an der ecke. das fand ich dann doch ein wenig irritierend. anschließend wurde schnell den wagen zusammengeklappt, dann ging es zügig zurück ins haus. vor der tür noch einmal mit einem fuß in die scherben gekickt.

so ist das also, dachte ich. so kommt der müll auf die neuköllner bordsteine. an die baumscheiben und in die rinnsteine. all der dreck. und ja, ich denke am ende wusste ich, wer die frau war. unverschämt!

viel zu tun heute. übersetzungszeug, einpflegen in die webseite vor allem. und nicht nur in die eingabemaske, auch fitzeliges html-gebastel, das machen die da immer mehr. danach hätte ich eigentlich die steuern durchsehen und endlich mal abschicken sollen. eigentlich schon gestern oder vorgestern, das stht ganz oben auf der liste. aber so gebastel, eines nach dem anderen, das ist ja auch nicht wirklich gut.

also schreiben. egal wie sinnlos, schreiben ist das beste.

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kleine bisschen

29. Oktober 2022 - 00:45

heute habe ich meine erste kleine tangosequenz erfunden. glaube ich. aus versehen nur, eigentlich war ich auf der suche nach der figur, mit der wir uns im letzten unterricht beschäftigt hatten. die ist mir nicht mehr eingefallen, wie immer eigentlich. stattdessen aber etwas anderes, eine neue kombination. und die war so schön und flüssig, dass alle anderen sie gleich auch lernen wollten. von mir. zum glück ist sie so simpel, dass ich sie sich recht gut rekonstruieren konnte.

vielleicht bin ich jetzt also ein kleines bisschen eine fortgeschrittene tangotänzer*in. vielleicht auch nicht, denn das ist man ja nie. und ich erst recht nicht.

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bonding/173

23. Oktober 2022 - 21:42

verzeihung, ich habe vergessen zu berichten. selbstverständlich sind die besagten neun seiten am freitag fertig geworden, und damit ist alles und viel mehr erreicht, als ich zu hoffen gewagt habe. mir ist ein bisschen, als hätte sich die zeit ungemäß verschoben. oder die ebene, auf einmal wäre da wieder zeit, die sich vor mir ausbreitet. ich bin noch nicht sicher, wie ich das finden soll. ich denke an sisyphos, aber glücklich bin ich nicht darüber.

egal. diese zeit ist jetzt nicht. noch stehen drei kapitel aus.

der plan: dranbleiben. morgen geht es zurück ins büro, erst am mittwoch, nach der physio, kann ich mich in ein café setzen und das anstehende in papier durchgehen. mir also vorab eine übersicht verschaffen, wie ich es mir in der kleinen stadt versprochen habe. den rest der woche muss ich aber dann wohl ans übersetzen, eine ordentliche menge wegarbeiten. das ist weniger für das geld als vielmehr, weil da plötzlich so viel aufgelaufen ist in den letzten tagen. immerhin habe ich es geschafft, nicht unmittelbar den „urlaub“ abzubrechen und voreilig in die bresche zu springen. das ist doch schonmal was.

da bin ich also, zurück in der minutiösen planung von kreativität. im hintergrund tickt es, das ist die zeit, wie eine uhr. und das ist noch gar nichts.

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ideen

23. Oktober 2022 - 21:00

alles geschafft, was ich mir im urlaub vorgenommen hatte, zum teil sogar mehr als das. zuletzt sogar noch die steuern, gestern bis spät in die nacht. der punkt allerdings stand schon für ende august auf der liste, das ist nun wirklich kein erfolg.

mit der rückkehr nach der berlin ist natürlich so manches anders geworden, insbesondere in bezug auf das schreiben. irgendwie beängstigend und traurig auch, wie schnell das wieder in den hintergrund rückt. zufrieden bin ich natürlich dennoch, so im großen und ganzen. und das gebe ich erst auf, wenn ich merke, dass womöglich die arbeit an den letzten paar seiten sich verzieht, also verflüchtigt. wenn ich das wiederum verweigern sollte, wie ein scheues pferd. das erwarte ich jedoch nicht und nehme es mir auch nicht vor.

heute also ist der tag, an dem ich zu sagen habe: jetzt könnte ich urlaub vertragen. den ganzen tag schon, und tatsächlich habe ich wenig konkretes erledigt. nicht wäsche geweaschen, wie ich es eigentlich vorhatte. vergessen. auch nicht gebügelt, weil ich endlich mal die neue bettwäsche aufziehen wollte. vergessen. die balkonpflanzen immerhin, die habe ich in die wohnung gerettet, aber das war schon vorgestern. das konnte ich nicht mehr vergessen. ein paar holzkisten im schlafzimmer habe ich gewachst, das stand gar nicht auf der liste, nur auf einer inneren vielleicht. es war also spontan und ist dann auch zu dunkel geworden. (wobei da aber sicher kein kausalzusammenhang bestehen sollte.)

heute war also wirklich ein urlaubstag, irgendwie. ein sonntag eben.

zwischendurch habe ich ideen. keine baukonzepte, zum glück, da hab ich gerade noch genug auf halde. aber worte und fetzen, schreibideen eben. für danach vielleicht, wenn mit den letzten seiten durch bin. irgendwann im nächsten jahr.

ich mache keine pläne, schreibe nichts auf, nichts fest. ich will mich nicht immer und immer wieder verschreiben.

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das mit dem gas

22. Oktober 2022 - 12:39

ich bemühe mich, ein wenig nur und mit wenig erkenntnisgewinn, weil ich dass alles schon weiß, mein heizverhalten zu dokumentieren. unterstützt werde ich dabei von „meinem“ energiedienstleister. im september habe ich also 60% weniger verbraucht als vergleichbare haushalte, was immer das sein mag.

ja, ich habe im september schon geheizt. weil ich hier sitze, an diesem schreibtisch bei der arbeit, bis zu zehn stunden am tag. das geht nicht anders. und muss wohl auch nicht, einstweilen.

ich bin erleichtert.

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bonding/172

21. Oktober 2022 - 01:41

so langsam kriecht der stress mich wieder an. im bad heute morgen gleich als erstes ein bisschen was kaputtgekloppt, ich bin so blöd. beim versuch, einen millimeterfeinen spalt doch noch irgendwie zusammenzubringen. mit einem gummihammer, verdammt.

das bad danach einfach im schrottmodus weitergebaut, also ein bisschen simpler als zunächst angedacht. auch die kaputte stelle nicht weiter rapariert. man sieht nichts davon, noch nicht. wenn es irgendwann ganz kaputtegeht, muss ich mir was ausdenken. egal, ob das dann sichtbar sein wird. schrott passt ja eh, ist ja von anfang an so durchgeplant gewesen. jetzt nur noch die schwelle, am samstag, vielleicht.

dann erfahren, dass mein schrauber meinem motorrad in meiner abwesenheit keineswegs eine frische tüv-plakette verschafft hat. nee, er hatte sogar vergessen, was überhaupt der auftrag war. nur deshalb rief er an. und um mir zu sagen, dass in der zwischenzeit beide spiegel verschwunden sind, verdammt.

zuletzt erst das schreiben, da war es fast schon dunkel. geplant war das ja nicht, aber schreiben kann dumme tage retten. manchmal.

also: über die hälfte des aktuellen kapitels ist jetzt fertig, denke ich. das hat ein paar stunden gedauert, zwischendurch war ich irritiert. vermutlich nur unkonzentriert, es war ein langer, voller tag. ich wollte schon schlussmachen, aber nach dem abendessen mochte ich dann doch wieder. und es ging tatsächlich viel besser, beinah wie von allein. auch deutlich mehr, als ich gedacht hatte. gut.

bleiben für morgen noch gut neun seiten. morgen oder samstag oder sonntag, egal. das wird kein problem sein.

wie soll man das nennen, so einen tag? gelungen? verzwickt? vergeudet? mir egal, aber ohne das schreiben wäre es wohl vor allem ein dummer tag gewesen, ein sinnloser.

sowas mag ich gar nicht.

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bonding/171

19. Oktober 2022 - 22:31

im text, seite für seite. das allein genügt mir, stelle ich fest. so ist es gut.

heute durch die zweite hälfte des anstehenden kapitels gegangen, wort für wort. was wieder eine recht einfache sache war. dialoge glätten, verbessern oder zuspitzen. durch kürzen natürlich, überall kürzen. (das ist das a und oha, da gehts lang.) sehr wenig umstellungen, im ganzen kapitel ist nur eine linie besonders zu beachten und zum teil neu auszuarbeiten. aber die grundlage dazu liegt in der ersten hälfte, und in der zweiten, heute, hat sich bereits gezeigt, dass es funktionieren wird.

prüfen werde ich das morgen. vielleicht auch erst am freitag, dann mache ich morgen den badboden fertig. auch nicht schlecht. aber am samstag will ich durch sein mit diesem kapitel, also einen durchgang noch. mehr werden es wohl nicht. danach stehen noch gnaze rei kapitel, exakt siebenundvierzig seiten. yeah!

und es macht einem solchen spaß!

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bonding/170

18. Oktober 2022 - 23:19

zurück in berlin und schon mühe ich mich. aber ich bleibe dran, mindestens für diese woche. auch wenn ich mich zwingen muss, so ist das eben manchmal. das schreiben. zirka zehn seiten nassgeregnetes manuskript überarbeitet. nicht viel, vorwiegend die dialoge reduziert. und gut ist, für’s erste.

was ich mir merken sollte. die vorarbeit in papier, im café. das macht es wesentlich besser. (hoffentlich.)

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18. Oktober 2022 - 23:10

wieder zuhause. das war ein eigenartiger ritt heute morgen, meine kamotten sind immer noch nass, der rucksack auch. (dabei ist er doch aus feuerwehrschlauch.) den rechner hat es zum glück nicht erwischt, nur das manuskript, das direkt davorlag. papierausdrucke, naja.

der abschied war unspektakulär, diesmal, keine sentimantalitäten, kein berlingejammer schon im voraus. hilft ja nix. (letzteres hole ich aber sicher bald schon nach.) vielleicht weil ich so unglaublich intensiv im schreiben war, die ganze zeit.

außerdem war die nacht so richtig scheiße, das habe ich lange nicht erlebt. stundenlanges starren in die schlaflosigkeit, in die persönliche lächerlichkeit. das macht es nicht besser, nicht leichter, alles nicht. auch nicht die lächerlichkeit der welt, dieses elend.

jetzt langsam zurück, ein paar tage nur noch. dann dreht sich das rad wieder und ich renne drin herum. scheiße!

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