am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wip – lust?

es ist seltsam, wenn der text ausbricht, seitlich entweicht, ohne jedoch wegzurutschen oder gar in sich zusammenzufallen. nein, es ist anders, er macht sich partiell selbständig. als letzte zeile steht da zum beispiel:
Das Leben. Reine Lust.
das ist befremdlich, das kann doch nicht von mir sein, denke ich.
aber es ist so. und es ist richig. mein gefühl zumindest, das derzeit hochaktive textverständnis, sagt, daß die szene fertig ist. daß ich weitermachen soll.
nächste szene!

wip – geblätter

müde und orientierungslos blättere ich im manuskript. das fühlt sich nicht an wie arbeit, sondern einfach nur müde und orientierungslos. doch das täuscht, auch das muß sein. zwar habe ich die namen und figuren klar vor augen, auch deren funktion und der weitere verlauf ist mir völlig bewußt. ich weiß, wo es langgeht, der text steht ja schon, und das nicht nur grob. der weg ist vorgezeichnet, viel abweichung davon wird es kaum noch geben. doch die feinheiten, die kleineren schwünge, die privatesten einzelheiten finden sich zum teil erst noch ein.
das augenzwinkern und herzrasen, die geringen blutdruckabweichungen wie die naturgebenen einschränkungen des textkörpers, die gilt es zu ermessen und auszuwerten.
zum beispiel gibt es da zwei figuren, die sich irgendwie ähnlich sind. das ist in ordnung, das muß so sein. aber es birgt auch probleme, vor allem solcher art, daß die spannung einbrechen könnte. also muß die vorgeschichte der beiden sich deutlicher unterscheiden, so schwer mir das auch fallen wird. es tut mir fast leid für die eine figur, die es vorwiegend betreffen und die damit eine zusätzliche nuance erhalten wird. eine trübung, wie ich zugeben muß. so zumindest habe ich es mir gerade notiert.
aber wer weiß, wie sich das entwickeln wird. es handelt sich ja nicht um schachfiguren, die ein deutlich begenztes potential haben. mitunter tun ja selbst noch so gut gebriefte und bis ins letzte ausformulierte figuren einfach trotzdem was sie wollen.

wip – notiz

ein paar seiten immerhin. wenn möglich arbeite ich gleich noch ein bißchen in papier. morgen dann weiter. ich gehe auf die 100.
randnotiz: dieses zählen von seiten kommt mir selbst eigenartig vor. schließlich ist es unsinnig, daran irgendeinen erfolg festmachen zu wollen. das ist mir schon klar. dennoch mache ich das wohl seit jeher, keine ahnung warum. es fällt mir nur jetzt erst auf, weil ich es hier notiere. um stolz geht es nicht, da kommt der stapel papier wesentlich besser. vielleicht ist es so leichter, irgendein gefühl für fortschritt zu entwickeln. wo es doch nur um ideen geht, um strömungen und trübungen, nichts weiter.

richtungslos?

da möchte ich manchmal aufschreien vor schmerz und vor ekel, wenn politiker (wie) auf stichwort reagieren. wo hat er das nur her, der gute mißfelder? (das ist der mit der künstlichen hüfte, wußt ichs doch… ;-) klingt irgendwie gemerkelt.

Was fällt Ihnen spontan zu folgenden Begriffen ein:

Führerschaft?
MISSFELDER: Notwendig, denn die Menschen warten darauf, dass ihnen eine Richtung gezeigt wird.

(nur um mißverständnisse vorzubeugen: mich erregt weniger das wort ‚führerschaft‘, obwohl auch das durchaus gewöhnungsbedürftig ist. im besten fall halt wirtschaftsgequase. viel mehr ekelt mich der derzeitige sozialarbeiterimpetus, womöglich wahlkampfstrategie, insbesondere der merkelschen fraktion. na, das ist doch das, was ich mir mein leben lang zutiefst erhofft und ersehnt habe. daß sich endlich einmal jemand von da oben zu mir herabläßt und mir sagt, wo die richtung ist. wenn es auch leider nur ein ahnungsloser kleiner 25jähriger ist.)
quelle: tagesspiegel/heute

3

seltsam, daß sich so wenig über meditation sagen läßt. dabei gibt es da doch durchaus recht viele, rein praktische aspekte.

wip – pflichtprogramm

der tag dümpelt vor sich hin, zu mehr als der reparatur des am morgen ausgerissenen rucksackträgers reicht es kaum. dazu ein bißchen homepagegebastel, zwischen rast- und ratlosem gechatte. auf dauer ist das unerträglich, beinah schon lächerlich.
zur ehrenrettung dann spät, viel zu spät, doch noch in den text, die tägliche pflicht getan. vier seiten, die nicht allzu schwer waren, aber dennoch nicht gänzlich ohne widerstand. jetzt fühlt der tag sich besser an, alles in allem.
darüber hinaus ist die derzeitige testleserschaft durchaus angetan. (oder angefixt oder so ähnlich. ;-) trotz der überwiegend rasanten chronologie, die ja vorwiegend aus der unorthodoxen entstehungsgeschichte stammt. scheint dennoch nicht allzu falsch zu sein, was mich selbst immer noch am meisten überrascht.

fragen

ein absagehagel heute, eine nach der anderen. inzwischen bin ich abgebrüht, ich registriere nur noch, ich sammle. manchmal, sehr selten, frage ich nach. ohne große hoffnung auf eine antwort, versteht sich.
aber warum mir umständlich mitgeteilt wird, daß meine unterlagen mit meiner erlaubnis dabehalten werden, das möchte ich dann schon gern wissen. handelt es sich um eine überaus freundliche darlegung des umstands, daß man sich nicht die mühe machen möchte, mir die sachen zurückzuschicken? andere werfen sie ja auch ohne meine erlaubnis in den müll. sollte da tatsächlich mehr hinterstecken?
andere schweigen, nachhaltig. warum mir zum beispiel wortreich versichert wird, man würde sich in jedem fall bis anfang der woche (letzte woche!) melden, sich auch vor einem ’nein‘ nicht drücken – und dann doch nichts von sich hören läßt, selbst nach zweimaliger telefonischer nachfrage? wie wäre das einzuschätzen? ist das positiv oder negativ zu werten? für mich.
ich wende mich ab, überfordert und angewidert, tue weiter meine arbeit. das zumindest birgt hoffnung.

sicher

plötzlich das deutliche gefühl, daß die straßenlage endlich wieder einmal stabil ist. und nicht mehr so butterweich, irgendwie ausgefranst, wie andauernd in letzter zeit. (luftdruck überprüft und den vorderreifen, wie immer, nachfüllen müssen. um ca. die hälfte der vorgeschriebenen einheiten!)

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