am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

kismet

arbeitsalltag: beim versuch einer interviewterminierung per email vertippe ich mich, ausgerechnet bei den zahlen. 19 statt 10. prompt erhalte ich die bestätigung, 19 uhr sei prima. okay, ich füge mich dem schicksal. dem soll man ja nicht im weg stehen, hab ich mal gehört.

abflug – eine kleine polemik

über das ende von jörg haider wird ja derzeit so einiges geredet und geschrieben. vieles davon ist nicht gerade freundlich, zumindest aber irgendwie bemüht. was allerdings durchaus verständlich ist. der tagesspiegel zum beispiel textet heute umständlich zum thema sicherheit im auto:

„Dr. Karin Müller, Verkehrspsychologin beim TÜV Rheinland in Berlin … hat in ihren Schulungen zum Punkteabbau häufiger mit einem bestimmten Typ Fahrer zu tun: „Oft in Führungspositionen, großer Wagen, sicherer Wagen: Da gibt es eine bestimmte Neigung, für sich selbst eigene Regeln zu definieren – so nach dem Motto: ,Ich darf das.’“

dabei ist ein solch simpler abgang im öffentlichen straßenverkehr im grunde ziemlich armselig, nahezu alltäglich. selbst wenn man berücksichtigt, daß es natürlich eine rechtskurve war. das ist doch nur ein kleines lyrisches element, weiter nichts. vermutlich nicht einmal beabsichtigt.

man erinnere sich dagegen an jürgen möllemann und seinen brillianten abschied. darüber rätsel ich mitunter heute noch. ist es möglich, daß er vielleicht gedacht haben könnte, er würde den sturz überleben können?

bad moon

viel unterwegs gewesen heute. andauernd hupt es irgendwo. auf der sonnenalle ist eine fahrspur wegen eines auffahrunfalls dicht. die sonne steht schon tief und blendet. die autobahn ist voll, mehr als sonst um diese zeit. ein schwarzer wagen kreuzt vor mir von links nach ganz rechts, bis auf die abfahrt. direkt auf einen roten wagen zu. beide schlingern vor schreck, der schwarze schleudert sogar. ich bleibe auf abstand. später dann dreimal blaulicht in einer knappen halben stunde. und ein roter bwm mit münchner kennzeichen, der offensichtlich an meinem kennzeichen lecken will.

mir rutscht nur der fuß weg, als ich ihn beim parken auf einen klumpen feuchtes laub setze. beinah hätte ich mich langgelegt, mitsamt der maschine. das hätte ziemlich dumm ausgesehen. das ist aber auch alles.

calexico & friends

schon großartig, wenn musik sich jenseits aller kategorien bewegt. also weder pop noch rock noch jazz ist, kein country und kein folk, aber dennoch eine heimat hat. also alles ist, von jedem ein bißchen. und alles ist möglich. beinah jeder weitere einfluß noch denkbar.

der abend war lang, wie das manchmal so ist bei solchen konzerten. mein ding war das noch nie, drei, vier stunden auf die band zu warten, die ich sehen will. festivals habe ich in vergangenheit daher auch meist vermieden. es sei denn ich mußte selbst dort spielen, in grauer vorzeit. (das ist gemeinhin noch schlimmer, da wartet man den ganzen tag.)

gestern abend als erstes rose kemp lauschen zu müssen, traue ich mich mal tapfer als schwer erträglich zu bezeichnen. zum glück dauerte es nicht allzu lang. und das boban i marko marcovic orkestar hat dann auch schnell für die erlittene qual entschädigt. so ein tempo muß man erstmal sauber blasen können.

dennoch war die volle columbiahalle hörbar frustriert, als gegen zehn noch immer kein calexico zu sehen war. statt dessen wollte die dritte konservenmusikphase einfach nicht enden. „fuck you“, rief dann auch jemand aus dem publikum, als es kurz danach endlich soweit war. das wars dann aber auch.

dannach war diese musik, die mal still, mal wild, mal schräg, also hochdynamisch präsentiert, sich nach und nach in eine große party steigerte. als zugabe zusammen mit dem orkestar, zuletzt mittem im publikum. mit leichtigkeit. was will man mehr?

die offizielle site sieht übrigens sehr nach blog aus und beinhaltet auch eins.

calexico & friends

schon großartig, wenn musik sich jenseits aller kategorien bewegt. also weder pop noch rock noch jazz ist, kein country und kein folk, aber dennoch eine heimat hat. also alles ist, von jedem ein bißchen. und alles ist möglich. beinah jeder weitere einfluß noch denkbar.

der abend war lang, wie das manchmal so ist bei solchen konzerten. mein ding war das noch nie, drei, vier stunden auf die band zu warten, die ich sehen will. festivals habe ich in vergangenheit daher auch meist vermieden. es sei denn ich mußte selbst dort spielen, in grauer vorzeit. (das ist gemeinhin noch schlimmer, da wartet man den ganzen tag.)

gestern abend als erstes rose kemp lauschen zu müssen, traue ich mich mal tapfer als schwer erträglich zu bezeichnen. zum glück dauerte es nicht allzu lang. und das boban i marko marcovic orkestar hat dann auch schnell für die erlittene qual entschädigt. so ein tempo muß man erstmal sauber blasen können.

dennoch war die volle columbiahalle hörbar frustriert, als gegen zehn noch immer kein calexico zu sehen war. statt dessen wollte die dritte konservenmusikphase einfach nicht enden. „fuck you“, rief dann auch jemand aus dem publikum, als es kurz danach endlich soweit war. das wars dann aber auch.

dannach war diese musik, die mal still, mal wild, mal schräg, also hochdynamisch präsentiert, sich nach und nach in eine große party steigerte. als zugabe zusammen mit dem orkestar, zuletzt mittem im publikum. mit leichtigkeit. was will man mehr?

die offizielle site sieht übrigens sehr nach blog aus und beinhaltet auch eins.

heute in einer kneipe gesessen – oberbaumeck – und durch das fenster auf die u-bahn gesehen, die an dieser stelle eigentlich eine hochbahn ist. dabei jedesmal gedacht: schwebebahn.

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