raum für notizen

kaputte optik

23. Dezember 2021 - 23:03

ich gebe zu, ich habe ein wenig gelogen gestern. das mit dem schleifen war da schon längst erledigt, am dienstag bereits. vier stunden kreuz und quer auf der leiter, und das in einem badezimmer, in dem nicht viel platz ist. über der wanne zum beispiel, das war eine verdammte akrobatik. das ich das überhaupt noch kann, trotz rheuma und alter und dem immer noch lädierten rechten knie. (sagte ich das, dass ich damit im letzten schnee rutschend auf einer brücke gegen ein eisengeländer geknallt bin?)

gestern dann wenig. nur ein paar löcher habe ich verspachtelt, gefegt und gesaugt und dann den text über das zerbröseln geschrieben. das war zeit, weil ich ja seit monaten schon um dieses eigenartige ereignis herumschlawenzel.

das aufbringen des putzgrunds heute hat kaum zwei stunden gedauert. was für ein glück, dass es inzwischen diesen rollputzgrund gibt, der sich fast wie farbe aufbringen lässt. ich weiß noch, wie ich vor jahren dieses zeug, das normalerweise flüssig wie wasser ist, an eine decke bringen musste. mit einem kleinen quast, es war die hölle. das zeug, das per definition klebrig ist, es soll ja schießlich eine geschlossene oberfläche für die weiterbearbeitung bilden, lief mir über die hand, den arm, ins t-shirt, über die achsel seitlich am köper entlang, in die unterhose und das hosenbein, bis auf die leiterstufen. und es klebte am ende überall fest.

morgen kommt dann die farbe, das wird wohl länger dauern. weil ich ein wenig malen will, nicht einfach nur alles überstreichen. da sind so viele schicke macken und gut gestaltete risse, ich will mal sehen, wie ich die betonen kann. und die marode stelle am fenster, die lässt sich ohnehin nicht streichen. schon lange nicht mehr. wenn ich das gleich am morgen mache, kann ich am nachmittag mit dem putzen beginnen und gleich danach alles wieder zusammensetzen. also frohe weihnacht!

das wird allerdings auch langsam zeit. das übelste daran, das bad renovieren zu müssen, ist nämlich, dass ich nach getaner arbeit nicht gemütlich ins bad kann. verdammt!

während der arbeit referiere ich übrigens immer ein bisschen darüber, so vor mich hin. nicht laut, nicht einmal leise, nur innerlich. das habe ich schon lange nicht mehr. das ist lustig.

und das ist gut. mein herz ist ein gewerk, noch immer.

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