am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

hitze und wind

das war heute der erste, fette sommertag in diesem jahr. satte siebenundzwanzig grad. zum essen saß ich im t-shirt draußen, und verdammt, es war heiß!

wien war unglaublich leer an diesem ostermontag, zumindest hier in der gegend, die kein touristen-hotspot ist. dennoch hat es mich einigermaßen überrascht. dass ich das so empfinde, das liegt vermutlich an berlin. dass ich so unglaublich daran gewöhnt bin, nicht einmal vor meiner haustür zu jeder zeit einfach so loslaufen zu können. unter umständen laufe ich da in den zustrom zur moschee, an jeder kreuzung knubbelt es sich sowieso und der weg zur u-bahn ist mitunter im gänsemarsch zu absolvieren. wien ist da einfach anders, ich denke, es ist einfach generell nicht so dicht besiedelt wie neukölln. mein neukölln.

das kleine schlafzimmer, das zum hof hinaus liegt, ist tatsächlich ein wunder an ruhe und dunkelheit. kein straßenlicht, auch keine unmittbar einleuchtenden fenster und auch kein übermäßger menschenlärm. am karfreitag gab es eine party gegenpber, da hilft natürlich nichts. gestern und heute morgen kam ein sägen und bohren vom hof nebenan, da hockte jemand auf dem wellblechdach, um es zu reparieren. auch das war recht harmlos, weil es nicht vor zehn uhr begann. am lautesten war das kurze gespräch von zwei frauen, scheinbar direkt unter meinem fenster. und dann fliegen gelegentlich flugzeuge über mich hinweg. auch nicht so schlimm, wie ich es von damals kenne, als tempelhof noch aktiv war.

jetzt bin ich gespannt, wie das ganze sich morgen früh darstellt. dann ist ostern ja vorbei, endgültig.

vorne in dem großen zimmer der unterkunft ist es durchaus lauter, habe ich heute feststellen können. da saß ich hier mit offenem fenster. unten ist eine straße, und hinter der gegenüberliegenden häuserreihe befindet sich der sechsspurige gürtel mit straßenbahn. daraus resultiert ein grundsolides stadtrauschen, das durch die massigkeit des gebäudes zwar leicht zu überhören ist. vermutlich wirkt es aber dennoch, auf dauer zumindest.

die hitze des tages hat sich verflüchtigt, wurde von dem beständig wehenden wind verweht. jetzt regnet es, bei gerade einmal neun grad, gefühlten fünf. ich bin wiederum überrascht. ich dachte, das gibt es gar nicht hier.

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