am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

halb durch den text, hat auch nur ein paar stunden gedauert. morgen die andere hälfte, würde ich gern sagen. aber die zweite hälfte ist dichter, und sie soll dichter sein. dafür mit größeren löchern und gröberen sprüngen. (mal sehen, ob das geht.) deshalb klappt es wohl kaum, das alles morgen hinzukriegen. aber wer weiß.

die hauptfigur umbenannt. überhaupt, die hauptfigur identifiziert. ich bin überrascht.

urlaub mit der familie. das heißt mit dem auto durch ganz deutschland bis irgendwo in den alpen. ich bin bald am ende meiner kräfte, aber wir stehen immer wieder im stau. zum glück. in österreich dann kann ich nicht mehr weiter. wir stehen gerade wieder, und plötzlich habe ich vergessen, wie das geht. wie ich eigentlich mit dem auto mithalte, denn es gibt kein trittbrett, keine griffe, keinen halt. nirgends. ich weiß es einfach nicht mehr. laufe ich etwa? eine langsame kurve nach links schaffe ich noch, dann gebe ich auf. es tut mir leid, sage ich immer wieder, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr. dann lasse ich los und sitze im straßengraben. das ist eine erleichterung. alles ist ruhig, die kolonne rollt langsam an mir vorbei. ich sehe nicht, ob das familienauto anhält.  ich kann es nicht ändern. es tut mir leid, sage ich, immerzu im kreis. es tut mir leid, es tut mir leid, es tut mir leid. dann höre ich, daß da keine worte kommen, nur ein keuchen. ich schließe den mund und lecke die lippen. und wache auf.

heute den ersten fast ein bißchen entspannten tag seit weihnachten. keine fixtermine und nur kleine arbeitsstapel auf dem tisch. stapel, die ich derzeit ignoriere. dafür habe ich endlich einen passenden titel gefunden für den aktuellen text. vielleicht wird das also doch noch was. und draußen lächelt eine kühle sonne.

schön.

morgens gegen sechs eingeschlafen, gegen zehn dann schon wieder hoch. das darf ja nicht einreißen, bei aller frei verfügbaren arbeitszeit nicht. denn dann gibt es keine sonne mehr für mich. obwohl es in den letzten wochen eigentlich immer so war. vielleicht ein hinweis, daß die nachtzeit am besten geeignet ist für das freie schreiben. für das ich so wenig zeit finde derzeit.

trotzdem heute die letzten vier textseiten übergeputzt. mehr sicher nicht, also nicht wirklich gearbeitet. oder doch? nein, ich bin unzufrieden. sehr. ob das gefühlt stimmt? oder ob ich nur müde bin? das wird der ausdruck zeigen, die nächste runde. die bleistiftspur.

lesen und wissen

Als Kind schon war ich schwer auf drauf, dauernd auf  der Suche nach Lesestoff, koste es, was auch immer. Man mag es an  diesem frühen Bild bereits erkennen. Early Adopter, oder wie nennt man das? The Portrait of the Artist as a Young Addict? Wie auch immer, in jungen Jahren trieb mich die Not zu seltsamen Beschaffungsstrategien. Der Zufall hatte mich in einen Haushalt mit nur wenig Büchern gesperrt, mich gleichzeitig aber als eine Art Leseüberflieger gestaltet, sodass ich die zur Verfügung gestellten  Kinderbilderbücher schnell satt hatte. Möglich ist auch, dass die vielen ungelesenen Sternausgaben, die mir zum Zerfetzen in den Laufstall geworfen wurden, ihren Anteil an dieser fatalen Entwicklung hatten.

Immer wieder sehe ich mich in den folgenden Jahren die elterliche Wohnzimmereichenschrankwand nach Stoff durchforsten, noch unentdeckt und ungelesen. Meist mit wenig Erfolg. Eines der Highlights jedoch, das mir bis heute präsent ist, war ein hellblaues Babybuch, das ursprünglich wohl der Planung und Durchführung der korrekten Aufzucht meiner Person gedient haben muss. So las ich über Flaschenfütterung und Windelwäsche, Stubenwagen und Mittelohrentzündung. Lauter Dinge, denen ich erst knapp entkommen war. Sehr interessant und sicher auch hilfreich. Was ich jedoch nicht endgültig zu beurteilen in der Lage bin, da es inzwischen als sicher anzusehen ist, dass ich dieses Wissen in diesem Leben nicht mehr zur Anwendung bringen werde.

weiter im common reader

warum? darum!

mein neukölln schickt sich derzeit an, eine ganz eigene art der straßenkunst zu entwickeln. ich kenne mich da ja nicht so aus, aber es scheint vieles ineinander überzugehen, mit der zeit ergänzt und erweitert zu werden. vielleicht sollte ich dem mal nachgehen und die gleichen stelle noch einmal in ein paar tagen oder wochen dokumentieren. mal sehen.

einstweilen freue ich mich an der kreativen freude um mich herum. gibt ja auch genug verdreckte dreckecken hier.

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