am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

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alles in bewegung, weich wie der wind. (federtochter)

kurz vor dem einschlafen hat mir übrigens jemand mit dem finger im dritten auge herumgebohrt. von hinten, innen. das war: eigenartig.

winterschläfrig

gestern nacht den biorhythmischen gegebenheiten nachgegeben und den wecker um 45 minuten vorgestellt. dann vergessen, ihn anzuschalten. trotzdem prompt eine stunde früher, also beinah richtig pünktlich, am schreibtisch gesessen. geht doch.

voll auf lyrik

gegen mittag, ich sitze gerade mitten in der zweiten miettextschreiberei des tages, klingelt auf einmal der hausmeister sturm.  er hat ein aufgerissenes päckchen in der hand und stellt mich zur rede. ob das meines wäre? blöde frage, weil ja mein name draufsteht. leider ist es bis jetzt aber nicht bei mir angekommen. ob ich denn nichts gemerkt hätte letzte nacht? nö, hab ich nicht. dann muß ich mir schuhe anziehen und mit ins treppenhaus kommen, bis nach ganz oben zum dachboden.

da hat sich offensichtlich jemand sämtliche fußmatten des hauses und die große matte aus dem eingangsbereich hingeschleppt und zu einem nachlager arrangiert. es finden sich diverse süßigkeitenpapiere, taschentücher, leere medikamentenverpackungen, kerzenreste und wachs. außerdem zwei euro, eine benutzte einwegspitze und den lyrikband, der in meinem päckchen gewesen ist.

ob ich hier heute nacht, fragt mich der hausmeister. wie bitte? ja sicher, ich schlafe gern mal im treppenhaus, statt in meinem eigenen bett. besonders, wenn ich vollgedröhnt bin und bei kerzenlicht noch ein paar gedichte lesen möchte. zum glück kann ich dem mann dann glaubhaft versichern, daß ich mit dem geschehen nichts zu tun habe. im gegenteil, mir wurde auch noch meine post entwendet. und die vorstellung von offenem feuer im treppenhaus finde ich alles andere als behaglich. das bekräftige ich gleich mehrfach. vorsichtshalber.

dennoch: es ist eine eigenartige vorstellung, daß gestern nacht möglicherweise jemand auf fußmatten gelegen und in meinem lyrikband geblättert hat. das buch jedenfalls ist an einigen stellen ziemlich angekokelt. kann natürlich auch sein, daß es nur die unterlage für irgendetwas war. ist wohl auch wahrscheinlicher.

als gäbe es keine nacht, keine zeit.

ich fahre hinten im wohnwagen mit. irgendwann lege ich mich hin, weil mir schlecht ist. als wir anhalten gehe ich ins haus und lege mich dort auf den boden. die beine hoch auf eine kleine treppe. dann bekomme ich angst, daß man mich vergessen könnte. ich gehe außen herum zum nächsten fenster, dahinter putzt eine frau die küche. ich schiebe das fenster nach oben, so wie in den englischen oder amerikanischen filmen. der fensterrahmen ist grün und marode.  mit ist schlecht, sage ich der frau. gut, sagt sie. ich muß jetzt die neue kollektion fertig machen. dann schließt sie das fenster wieder und putzt weiter. (beim aufwachen ist mir schlecht.)

i wish i were

ich weiß gar nicht mehr, wann und wo ich das gefunden habe. zuletzt hockte es in meinen bookmarks, und da mußte es jetzt einfach mal raus. ;)

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