am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ich habe mir eine neue katze bestellt, übers internet. sie kommt sediert in einem karton verpackt. das weckmittel ist mit dabei, auch die kanüle ist schon gelegt, um es dem tier zu verabreichen. doch ich lasse mir zeit mit dem wecken. statt dessen bin ich erstmal mit der falschen geliebten unterwegs. ihre mutter ist jetzt irgendwo predigerin, da wollen wir hin. ich weiß nicht, warum. es stellt sich schnell als völlig sinnlos heraus, man läßt uns nicht einmal herein. später will ich den katzenkarton aufs motorrad packen und mit dem immer noch leblosen tier wegfahren. ich will die katze  anderswo aufwecken. ich will nicht, daß jemand dabei ist. ich weiß nicht, warum. auch das ist sinnlos. ich weiß, daß sie längst tot sein muß.

ich versuche, illusionen zu beleben, obwohl das unmöglich ist. ich weiß das. genau. immer. (dann: aufwachen, gerade noch rechtzeitig zur meditationszeit.)

meine weihnachtsgeschichte

andere bauen gerade den weihnachtsbaum auf, ich habe soeben schonmal das bügelbrett in position gebracht. in ein paar stunden ist zeit für mein alljährliches weihnachtsbügeln, ist ja bekannt. oder nicht? hier die erklärung in sechs teilen: teil iteil iiteil iiiteil ivteil vteil iv

immer wieder schön. aber jetzt werde ich erst noch ein bißchen arbeiten, ganz in ruhe.

freitagszen

engl auf zendura, 46. woche:

# circuit

# gefahr

# licht

# you name it (wohl, weil ich mich seit jeher, wenn jemand Sonne sagt, zunächst einmal angesprochen fühle. bis ich meinen irrtum bemerke. so ählich wie bei jedem zusammen, das ich höre. deshalb funktioniert ja auch keine verkürzung meines namens. jede der diversen möglichkeiten zerstreut, was ich bin. whatever.)

weihnachtsfail

in den letzten tagen bin ich mehr denn je zum paketumschlagplatz der gesamten hausgemeinschaft mutiert. zwei oder drei paketdienste luden tagtäglich diverse kisten und tüten bei mir ab, und nahezu die gesamte nachbarschaft pilgerte anschließend zu meiner tür, um ihrer bestellung habhaft zu werden.

immer gleich öffnen kann ich in dieser woche nicht, zu oft bindet mich das headset an die jeweiligen interviewpartner. so wird mir manchmal der stapelplatz im flur recht knapp. gut, daß sie immer da sind, sagt mit die frau von nebenan dennoch, als sie mich endlich erreicht. und schenkt mir eine flasche wein dafür. einen moment lang denke ich darüber nach, was sie wohl von mir denkt. immer zuhause, wie das klingt. und dann mittags um kurz nach zwölf die tür nicht aufmachen. da paßt wohl ein wenig wein ganz gut ins bild.

einmal, es ist schon dunkel,  steht der kleine junge von ganz oben in strumpfhosen begierig vor meiner tür. das paket, das ich ihm auszuhändigen habe, ist zirka dreimal so groß wie er. und schwer. das ist aber groß, sage ich ihm. und schwer. aber der kleine packt es und schleppt es tapfer bis zur ersten treppenstufe. paß auf, sage ich noch. da ruft er stolz nach seiner mutter. und steht da wie ein held. in strumpfhosen.

ein weihnachtsgeschenk habe ich übrigens auch bestellt, vor wochen bereits. bis jetzt ist es nicht bei mir angekommen, vielleicht ist es parallel  zu dieser aktion schon verloren gegangen. obwohl mir die paketversender inzwischen versichert haben, daß die ware erst in der letzten woche auf die reise gegangen ist. nun ja, das ist pech. oder es kommt noch, morgen. was auch zu spät wäre, weil ich es noch hätte weiterschicken müssen.

ich bin aber sowieso nicht sicher, ob ich mich das getraut hätte.

wochenendarbeit ist durch. morgen kommt dann wieder die fleißarbeit. wobei: arbeit ist arbeit. oder?

devon

in meinem baileysglas schmelzen die eisherzen. ich denke, zu weihnachten mache ich mir so ein richtig englisches essen, wie früher. mit baked potatoes, richtig cross, und viel käse. und mit salat für in die leere kartoffelkruste ganz zum schluß.

zur erinnerung an eine zeit, als ich noch jung war und dumm und geliebt. ohne es zu wissen, alles.

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