ich schraube buchseiten kapitelweise zusammen, gegenüber des buchrückens. das ist meine aufgabe, ich mache sie unbrauchbar. anschließend klebe ich tapeten an eine badezimmerwand. alles ist papier. alles mache ich kaputt. (aufwachen!)
engl
freitagszen
drei stunden durch den text. herumgeschoben und umgestellt, neu sortiert. wenig an der sprache gefeilt, vielleicht auf den ersten drei seiten. ein bißchen. drei bis vier seiten luft nach oben sind noch. gut, denn es fehlt noch einiges. weniger konkrete infos oder handlung, mehr kleine aspekte, farbspritzer für das gesamtbild. kürzungen sind ebenfalls jetzt schon absehbar. auch gut.
die dunkle seite der engl
der hund auf dem parkplatz ist krank. erschöpft liegt er an einer wand zwischen zwei autos. sein schwarzes fell ist naß von blut, er sammelt eine rote pfütze um sich. als ich weggehe, trabt er hinter mir her. unbeeindruckt. ich weiß nicht, was er hat. ob er ansteckend ist. wie sieht tollwut aus? vorsichtshalber werde ich wach.
offensichtlich arbeite ich heute anders. früher habe ich immer gleich wie besessen an details gefeilt, denn das tue ich am liebsten. so geht es jetzt nicht. ich muß noch schieben und dabei denken. ich muß noch bauen. ich brauche klarheit und struktur. heute habe ich also nur geschaut und gekritzelt. pfeile und linien, wenig text, den ich morgen sicher nicht mehr lesen können werde. der rest kommt später.
das herz aber schlägt im detail. da bin ich sicher.
wunderbar warmes wetter, frühlingsbereit. wenn ich es nicht besser wüßte. das motorrad schnurrt noch, macht sich leicht unter mir, wie immer kurz vor winterschluß. (es ist ein kreuz.) also nach dem frühstück schnell rüber nach friedrichshain geflogen, zum kilodrücken. an der f2 inzwischen bei 40 pfund angelangt. das heißt: irgendwo unter dem bauchspeck verbirgt sich ein heimliches sixpack!
engl auf 