am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

höllisches durcheinander heute. gefühlt zumindest. finanzielles chaos und ämterstress, arbeitsanforderungen unterschiedlichster art. so eine art spagat, von morgens bis abends. und da ist die steuererklärung noch noch nicht einmal dabei.

dafür all das andere zeug, die bleibende verzweiflung eher privater natur. herbstabstieg ins dunkel. noch bin ich nicht am ende. darauf zu achten, dafür blieb zum glück heute auch nicht viel zeit.

und morgen sieht es nicht viel anders aus. genauso wie übermorgen, denke ich.

so ist das manchmal an den freien sonntagen. da bin ich so nach drei, vier stunden mit dem kleinkram fertig. vorbereitungen für die nächste woche. und jetzt? noch ein bißchen privatbloggen vielleicht. ;-)

realistisches in den täglichen nachrichten (65)

Andreas Köhn, der bei der Gewerkschaft Verdi freiberufliche Journalisten betreut: „Ich erlebe eine sehr große Nachfrage bei den Seminaren für Hartz-IV-Aufstocker“, sagt er. Interessierten sich vor zwei Jahren zwischen 80 und 100 Freiberufler für diese Seminare, so sind es mittlerweile 350.

traumjob? naja, job halt. oder, wie es am ende sinngemäß heißt: wenn sich denn was anderes fände …

ein abschied nach dem anderen. kein anderes ende möglich. kein anderes leben.

obacht

polizeiwagen ohne blaulicht schleicht die weserstraße hinunter. zweiter polizeiwagen, ebenfalls ohne blaulicht, kommt ihm entgegen. nebeneinander bleiben die beiden stehen. konferenz von fahrzeug zu fahrzeug, exakt achtundvierzig sekunden. anschließend: schleichfahrt durch die weserstraße wird fortgesetzt. in entgegengesetzter richtung.

so

hier ist jetzt feierabend. die sonne lacht, und ich arbeite einfach heute abend weiter. im dunkeln. jetzt gehts erstmal raus, zum spocht. das sind so die kleinen freuden der freiberuflichkeit. wenn es schon sonst nix gibt im leben.

herbst, zeitlos

ich tue meine pflicht. ich bestelle meinen garten. das kleine stück, das mir geblieben ist. ich pflücke die zarten pflänzchen, die in den letzten zwei, drei jahren – tatsächlich – hier und da gewachsen sind. mitten im staub, im leben. jetzt ziehe ich sie einzeln mit der hand aus dem boden. samt wurzeln, wenn es nur irgend geht. ich lasse nichts zurück. sorgsam lege ich das schlaffe, dünne grün beiseite. dahin, wo ich es nicht mehr sehen muß. wo ich es vergessen kann, bis es nicht mehr ist.

bald schon fange ich an zu graben, anfang dezember vielleicht. ein großes loch, das scheint mir angemessen. für die letzten reste.

morgen noch, dann ist tatsächlich so etwas wie wochenende. was soll ich dann tun, schlafen etwa? und träumen? auf gar keinen fall. nein!

es gibt so viel. am besten, ich mache eine liste. vielleicht hilft es ja.

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