familiengeschichten: teil VIII
(an dieser stelle ein hinweis, nur mal so.)
engl
an manchen tagen wache ich widerwillig auf und gehe die gesamte strecke, über vierzig jahre, bis ich endlich im gegenwärtigen tag anlange. da verharre ich dann, wie erstarrt, während diese zeit an mir zerrt. wie ein überdehntes gummiband in meinen rücken. alt, und dennoch zu dick, um vielleicht doch noch zu reißen. irgendwann vielleicht.
man könnte sagen, ich neige zur seltenen morgendepression. aber auch das ist ja schon immer.
schöne neue worte aus den täglichen nachrichten (12)
lautmalerisch betrachtet ist mixa ein recht unglücklicher name für einen eingefleischten junggesellen, der noch dazu derzeit so unsinnig viel unsinn über die aufzucht von kindern schwätzt.
die träume kommen wieder, blutrot.
heute wohnte in dem haus, in dem auch ich wohnte, ein mensch, so schwer, daß keine bewegung mehr möglich war. eine frau wie ein berg. tief im keller schlachtete sie ihr essen. riesige fleischhaufen, häute und därme. das haus fing an, langsam von unten zu verkommen. alles war glitschig, verrottet und stank. ich dachte, ich müsse das melden, zur polizei gehen. als ginge es um einen mord. dabei war es nur ein pferd, diesmal. füße und fell lagen in einer schubkarre, mehr habe ich nicht sehen können. oder wollen.
gestern hingegen war krieg, was sonst.
