am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

living in a box (24)

immer noch ziemlich dunkel hier, obwohl ja die plastikfolie inzwischen verschwunden ist. trotzdem, die pflanzen mögen es nicht, so ohne licht:

neue blätter werden nur noch leicht grünlich. manche werden sogar rettungslos braun, da hilft dann nix mehr:

living in a box (23)

die fassade ist fertig gestrichen, jetzt putzen sie seit tagen an den ziegeln herum. das ist als würde draußen ein tier an der wand kratzen. außerdem macht es natürlich genügend dreck, daß ich nicht auf dem balkon sitzen kann. vor allem, weil alles mit tüchern abgedeckt ist. (aber auch, weil ich kein laptop mehr habe. lesen ist ja nicht arbeiten, oder?) eben habe ich dann alles wieder abgedeckt und das klamme bettzeug zum lüften nach draußen gelegt. wie unvorsichtig von mir, es könnte da doch ziemlich leicht geklaut werden. und dann?

um sechs uhr morgens ist berlin sehr schön!

ferrari for sale

den morgen über die instrumente gewienert und geknipst, die nunmehr definitiv für die wiederbeschaffung des gestohlenen laptops veräußert werden. jedes einzelne auch ein bißchen gespielt, zum abschied sozusagen. himmel, wie schlecht ich bin. so schlecht, daß ich es sogar selber höre. es wurde also höllisch zeit, aber allerhöchste.
die steeldrum, eine riesige pentatonisch gestimmte von eckhard schulz aller wahrscheinlichkeit noch selbst hergestellt, ist tatsächlich in berlin noch nie aufgebaut gewesen. das also ist der ferrari unter den meditationpans:

ein etwas älteres baujahr, zugegeben, mit ein paar lackschäden am fuß, aber ansonsten – klingt wie am ersten tag. gebote gerne an mich, demnächst dann auch auf ebay, da allerdings zum fixpreis, wie es sich für einen ferrari gehört. (entspricht etwa dieser reihe, 9 töne: c-d-f-g-a-f-g-a-c, 58 cm durchmesser, mit bodenständer) weitersagen!!!

also los

heiß, zu heiß für irgend etwas. trotzdem heute morgen an einem fremden fahrrad herumgeschraubt, eine schweißtreibende angelegenheit.
anschließend den perkussionsbestand gesichtet. steeldrum, congas, durchaus solide bongos, sambakram, eine gope-caixa sogar. dazu eine menge smallpercussion, hölzer, rasseln, caxixis, maracas, ein schellenkranz. das berimbau behalte ich, ebenso das pandeiro, obwohl ich es nie habe spielen lernen. die djembé ist kaum verkäuflich, so, mit gerissenem fell. außerdem kann ich die einfach nicht wegtun, unmöglich. die lady! auch wenn ich sie kaum je gespielt habe. (sorry, das sind alles irgendwie recht dürftige wikiartikel. mir ist aber einfach zu heiß zum richtigrecherchieren.)
am meisten überrascht mich, daß es gehen wird. ich werde das zeug verkloppen, das ist entschieden. ohne daß ich es entschieden hätte. es ist einfach so. was mir noch vor ein paar tagen wie ein frevel, ein schlechter witz vorkam, ist auf einmal ganz einfach. eine loslösung von vergangenem, längst überkommenem. über zehn jahre habe ich das meiste davon nicht einmal mehr angefasst, geschweige denn im sinne des erfinders genutzt. gerade mal für den umzug habe ich es verpackt, zum wagen geschleppt und auf den obersten regalbrettern der kammer wieder verstaut. wozu also noch behalten? staubfänger zu sein ist ein unwürdiges dasein für etwas, das für klang geschaffen wurde.
also! los! auf ein neues leben.

etwas verwundert über die steigenden zugriffzahlen, mußte ich feststellen, daß ich mit dem laptopdiebstahl bei der netzeitung verlinkt bin. ohweia, jetzt ich bin blogosphäre. das ist ja mal böse.

draußen. ist eine heiße wand. undurchdringlich.

living in a box (23)

ziemlich ruhig heute. die maler waren seit samstag nicht mehr da. die dachdecker decken vermutlich irgendwo am anderen ende des gebäudes, weit weg von meiner wohnung. sie sind jedenfalls kaum zu hören. irgendwie war das mit dem einbruch der absolute tiefpunkt. seitdem ist alles taub hier.
ich habe aber auch anderes im kopf. vorwiegend denke ich über geld nach. hat da wer eine idee? ;-)

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