am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

dies und das heute. erledigungen. vorbereitungen. basteleien. irgend etwas tun eben. balkon putzen, die neuen pflanzen umtopfen. fahrrad reparieren, darin hab ich ja langsam übung. hinterrad flicken geht schon ich ca. 20 minuten. diesmal wars aber der eine schaltungszug. materialermüdung der hülle, ausgerechnet am oberen ende. (naja, nach achtundzwanzig jahren vielleicht kein wunder.) ich hab das ding einfach umgedreht. der zug allerdings ist dabei ziemlich gesplissen, der hält nicht mehr ewig. von den vorderen drei kränzen benutze ich aber ohnehin fast immer den mittleren. so eine bin ich. kann nicht zählen.

zerstört die konzentration, dieses lauschen auf jedes geräusch, sobald es dunkel ist.
seit freitag. furchtbar.

zum frühstück paracetamol, die letzte.

living in a box (20)

dreist, sagt die polizei. und ich hätte schwein gehabt, daß ich, als ich irgend etwas seltsames gehört habe, zunächst in richtung balkon nachgesehen hätte. und nicht in richtung küche.
die spurensicherung macht alles ziemlich schmutzig.

kopfschmerzen, keine migräne. wut, die wie ein kranz auf dem schädel liegt. kein ausweg, kein gedanke, nichts.
und ich recherchiere dabei, ganz cool, welches der instrumente ich wohl als erstes verscherbeln sollte. die steeldrum vielleicht, die macht was her. hat damals fast 1000 gekostet, immerhin. soviel wie ein gutes gebrauchtes auto. oder besser die djembé? handarbeit, aber das fell ist gerissen. und das fell ist schließlich das wichtigste.
als erstes? aber ja doch, denkt mein blödes hirn. alle! das sambainstrumentarium werde ich nicht vermissen, conga und quinto aus fiberglas, sind eh nicht die besten, das berimbau herzugeben würde mir allerdings schwerfallen.
trotzdem. warum nicht? weg damit, nur weg. wozu das noch? ich töte die musik. endlich. scheint, als hätte ich das verdient.

living in a box (22)

kurz nach acht, wieder schritte auf den brettern vor den fenstern. die arbeiter kratzen an den fensterbänken herum, säubern offensichtlich die fenster. ich hasse das, immer schon. und heute besonders.
they’re way too near! hat L vor ein paar tagen noch am telefon gesagt. und genau so ist es.

alle daten. nicht verloren, aber vorhanden, auf der gestohlenen festplatte. alle bilder, alle texte, auch die, die für niemanden bestimmt sind. nur für mich. alles.
wissend, daß auch das nicht die intension…

plötzlich aufspringen und passwörter ändern müssen. wissend, daß sie im verschwundenen computer gespeichert sind. wissend auch, daß passwortmißbrauch sicher nicht die intension des diebstahls war. dennoch.

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