am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

bloggereien (2)

herr engraver ist ein sammler, das war mir schon damals klar, als ich tatsächlich und wirklich ernst gemeint zur möhnetalsperre fahren wollte, um ihm ein entsprechendes fläschchen zu befüllen. einige male habe ich darüber gegrübelt, wo ich ein solches herbekommen könnte. auch die karte habe ich aufgeschlagen, mehrfach, um schon einmal den weg zu begutachten.
letztendlich ist es nicht mehr dazu gekommen. die zeit hat nicht gereicht, alle wochenenden waren vergeben, ich zumeist in berlin unterwegs. fahrrad kaufen, wohnung suchen, böden schleifen, ämter quälen.
trotzdem habe ich neulich, spät in der nacht wars, engravers füllersammlung bewundern dürfen. und die inzwischen allseits bekannten küchenuhren auch. seitdem bin ich erleichtert.

himmel,

welcher teufel hat mich eigentlich angewiesen, am gestrigen abend, in einem – von zugegebenerweise durchweg netten menschen – zumnehmend vernebelten hinterzimmer, auch noch einen riesenkübel schwarzbier in mich hineinzuschütten? gut, das paracetamol, gänzlich sinn- und zweckfrei noch im halbschlaf in massen eingeworfen, ist jetzt mal alle, aufgegessen sozusagen.
what’s next?

wir sind ich!

oder besser: ich ist viele? ach nein, gott ist ja tot. (‚the lord ist fort‘, zitat, nina hagen.)
wiederholung ist ein literarisches stilmittel, ich weiß, aber manchmal wird es einfach nicht besser, und dann sollte man besser ein ende machen. (geiz ist ja auch nicht geil.)

über die zeit

das hier lesen und einen augenblick lang denken, wissen, daß ich im grunde keine ahnung habe, warum ich überhaupt noch lebe.
dann kurzentschlossen entscheiden, daß das ein dummer satz ist. jeder muß sterben. und jeder ist geliebt, für einen augenblick zumindest.

bloggereien (1)

im dezember 2003 erhielt ich überraschenderweise von der stattkatze per email weihnachtsgrüße. es war nicht die erste mail, wenn ich mich recht erinnere, hin und wieder hatten wir ein paar zeilen gewechselt. all diese sind längst gelöscht oder haben sich bei einem systemzusammenbruch selbst vernichtet. diese eine allein schlummert immer noch tief versteckt in einem selten besuchten postfach. vielleicht, weil ich immer noch nicht sicher bin, ob sie überhaupt für mich bestimmt war. sie wurde zwar korrekt an meine emailadresse geliefert, aber der name ist ein anderer, und in den tiefen der versendestruktur taucht dann noch eine adresse auf, die ganz sicher nicht zu mir gehört. ich verstehe nicht genug von diesen technischen informationen, vielleicht hat das alles seine richtigkeit. außerdem ist es lange her.
wie dem auch sei, das schriftstellwerk/logbuch gehört immer noch zu dem besten, was es an blogs zu lesen gibt und ist derzeit gerade wieder einmal ganz besonders lesenwert. außerdem haben wir neulich im blogmichdunkel die ersten worte gewechselt. nicht auf meine initiative hin, wie ich zugeben muß, diesbezüglich bin ich mehr als untauglich. (und dementsprechend den ganzen abend ohne kongressschildchen umhergeirrt.) irgendwann, vor nicht allzulanger zeit, habe ich sogar beschlossen, niemals live über gebloggtes zu sprechen. geschweige denn zu laut lesen. überhaupt ist es mitunter schwer, für das geschriebene einzustehen. so oder so.
noch nie habe ich halten können, was ich womöglich schreibend zu versprechen in der lage bin. das wollte ich nur mal sagen.

etwas greift mir tief in den rücken, ziemlich weit unten, von hinten zwischen die hüftknochen. es umfaßt meine wirbelsäule und zerbricht sie, reißt sie aus wie einen pflanzenstengel. da ist noch viel saft.
entwurzelt, denke ich. und weiß zugleich, daß ich gar nicht schlafe. nur träume. (darüber hinaus glaube ich nicht an die verwurzelung von menschen.)

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner