am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wip – arbeitsprobe (2)

übung in verknappung:

24.
Rauchen hilft. Als Arzt sollte man davon abraten. Dringend. Aber es hilft, das steht außer Frage.
Oder Jan ficken, denkt Claas, sehnsüchtig. Aber das war einmal.
Dann steigt er ein und fährt los.
Sehen was geht.

wip – zweite zwischenbilanz

sieben tage jetzt, wenn ich mal den toten migränetag auslasse, an dem ich gerade mal das anstehende vorstellungsgespäch einigermaßen über die lippen gebracht habe. gerade die 28. seite ausgedruckt. vorläufig fertig, fürs erste zumindest, bis dahin. ich weiß auch, daß es weitergeht, ansatzweise sogar wie.
wenn ich nur nicht auf die idee komme, zu glauben, daß es jetzt nahtlos so weitergeht. daß ich also fertig sei könnte in, sagen wir, 14 tagen bis drei wochen. rein rechnerisch, versteht sich. nein, das sollte ich besser nicht ins auge fassen. das könnte frustig werden, mit ziemlicher sicherheit sogar. es schreibt sich nicht so nebenbei, auch wenn es nur um unterhaltung geht.

heimat 3 (2)

auch beim zweiten ansehen, gestern nacht, migränefrei, bin ich leider, ich muß es sagen, eher enttäuscht. kaum intensiv, wenig lustig. außer vielleicht der lenin vorm fenster. und auch das einweihungsfest, zwischen ehekrieg, ziegenrettung und fußball-wm-eröffnungsspiel, na gut, das hat was. aber was soll das mit clarissas fußball-un-verständnis? ‚wie kommt man eigentlich in den strafraum?‘ oder ‚das war eindeutig eine schwalbe! fehlentscheidung!‘, wenn es gerade um den heimischen wm-sieg geht. nicht sehr komisch, nein, wirklich.
ich hoffe auf morgen!
ich hoffe auf gunnar!

migräne

das ist ein zustand, nicht heiß und nicht kalt, sondern unerträglich warm. wie ein gebläse, von rechts auf das auge. was rede ich? ins auge, das langsam aber sicher vertrocknet. verbrennt. aber langsam eben, nicht brüllend, nicht spektakulär.
migräne ist nicht tödlich. es ist der tod. denn das leben ist ausgeschaltet, alles tun und jede absicht. ebenso die menschen, die ich nicht einmal sehen kann, mit verbrennenden augen. auch nicht hören oder sonstwie orten.
bleibt also nur das warten. darauf, daß die welt wiederkehrt.

wip – angestrengt

zähes arbeiten heute, zuviel ablenkung und konzentrationsstörung, die aber nicht von außen kommt. oder nur scheinbar. innerlich verdreht, verhakt und abgestanden. demzufolge in eine einzige seite verbissen.
da muß man durch.

frage

wenn es keine opfer gibt, niemanden zumindest, der/die sich so bezeichnen lassen möchte, gibt es dann auch keine täter mehr?

heimat 3 (1)

das denkmalgeschützte haus wird also innerhalb von ein paar tagen gekauft, die exakt passenden handwerker werden nahtlos aus dresden leipzig angekarrt und dann bringt ‚et hermännsche‘ auch noch ohne probleme die genehmigten baupläne bei. innerhalb von ein paar tagen! das ist heimatliche märchenstunde, denke ich. (beim zweiten sehen löst sich das, dramaturgisch gesehen. der vorbesitzer hat vorgearbeitet. aber… naja.)
was solls. der sog ist da, immer noch. als der erste teil nach 90 minuten vorbei ist, will ich, daß es weitergeht. das ist leben, das ist lachen. das ist kitsch, vor allen dingen. anders kann ich es nicht nennen. kitsch klingt peinlich, tut mir leid. ich mein das nicht so.
verdammt gut, der reitz, immer noch. ich hatte ja fast angst, daß es diesmal daneben gehen würde. müßte. (heimat 2000 wäre im übrigen der weitaus bessere titel gewesen.)

eigentlich

ich weiß gar nicht, warum ich hier immer diese blöden abkürzungen verzapfe. ich kann das eigentlich gar nicht leiden. ich kann es nicht nur eigentlich nicht leiden, ich kann es absolut überhaupt nicht leiden. ich finde es gar abscheußlich.
tut mir leid. wird nicht wieder vorkommen. (außer die, die nun mal schon eingeführt sind.)

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner