am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wip – arbeitsprobe (1)

kleine randerscheinung, noch nicht eingebaut. aber irgendwie in sich abgeschlossen. so sieht es aus, was ich tue, derzeit. (reine unterhaltungsware, ich weiß. muß auch sein. gekonnt, vor allem.)

22.
Nachdem Anna gegangen ist, demonstrativ, nahezu geflüchtet, fällt Elfi über den Whiskeyvorrat her. Es dauert nicht lang, und nichts hält sie noch zurück. Sie schwankt durch die Räume, schreit und lallt. Lauter als die Anlage. Patti Smith, Because The Night. Alle wissen Bescheid, drehen sich weg. Demonstrativ. Oder gleichgültig. Überfordert in jedem Fall.
Keine wagt es, sich Elfi in den Weg zu stellen, die längst angefangen hat, auf Wände einzuschlagen, auf Schränke und Spiegel. Bis sie blutet, ohne es zu merken.
Anna hockt derweil unten auf der Straße, zwischen zwei geparkten Autos, auf dem Bordstein. Im Straßengraben, im Dreck. Nur drei Haltestellen weiter ist ihre Wohnung, aber sie findet den Weg nicht. Sie weiß nicht vor, nicht zurück. Sie sitzt fest. Hilflos.
Auch sie möchte schreien und weinen. Alles zusammenschlagen, egal was. Sogar zurück auf die Party will Anna. Zurück zu Elfi. Einen Schlußstrich ziehen. Oder was auch immer. Etwas tun.
Aber nichts geht.
Ich muß sie halten, zurückhalten. Festhalten. Damit nicht noch mehr passiert. Ein Unglück, ohnehin, das alles. Und Anna bleibt, wird ruhiger. Endlich. Wir sitzen eine Weile, bis ich sie dann nach Hause bringe. Vorsichtshalber. Bis ins Bett bringe ich sie. Als ich gehe höre ich sie schluchzen.
Am nächsten Tag schon wird Anna zu Elfi zurückkehren, vor Angst oder aus Liebe. Wer kann das sagen.
Und Elfi wird fortan behaupten, daß sowieso alles meine Schuld war.

wip – erste zwischenbilanz

es läuft, keine frage. es gibt highlights, kleine geschenke, mit denen selbst ich eine sekunde vorher noch nicht rechne; und es gibt arbeit, gewurschtel und gefummel, bis der text fließt. das ist gut so, das ist normal.
außerdem hat der denkprozeß eingesetzt. ich weiß nicht recht, ob der stoff reicht, um daraus ein ganzes buch zu basteln. ein dünnes sowieso, aber vielleicht zu dünn? keine ahnung, dazu reicht der überblick nicht, nach gerade mal vier tagen. ausreichend hoffnung bleibt, auf jeden fall. bislang gibt es genug ideen, tag für tag, und es ist noch viel zu tun. außerdem macht es spaß, ganz außergewöhnlich. ich bin immer noch überrascht.
seite 23 inzwischen, auf die gefahr hin, daß ich fortan als seitenfresserin verschien sein werde. ;-)

warum ich in berlin bin:

weil ich wieder schreiben wollte. ganz neu anfangen. und das mache ich jetzt. so einfach ist das. (alles andere ist nebensächlich, das wird sich finden, mit der zeit.)

hinterkopfschmerz

dumpf und pochend. nicht, daß es mich am arbeiten hindern würde. die verkrümmt verkümmerte standardhaltung vor dem bildschirm geht so gut wie immer. aber dann bloß nicht rühren, bewegen, gar etwas anderes versuchen. gymnastik oder so. das rächt sich, fürchterlich.

wip = work in progress

ja, es geht weiter. ich pflüge mich vorwärts.
weil ich noch nicht wirklich weiß, worauf es hinausläuft, mache ich zunächst einmal land. das heißt, ich skizziere ideen nicht, indem ich notizen mache oder mir den ganzen tag mein hirn verrenke. ohne daß ich so zwangsläufig zu einem ergebnis finden würde. das ist mehr als unsicher. statt dessen schreibe ich einfach zweidrei sätze in das entsprechende kapitel. unvollständig, unvollkommen. dann gehe ich weiter, lasse den rest wie er ist. und es funktioniert. der weg ebnet sich, wie von allein. ich bin überrascht, daß ich das kann, so vorgehen. nicht gleich alles 100%ig ausarbeiten.
resultat: fünf seiten kapitelkrizeleien, mal mehr mal weniger grob. natürlich alles gleich in die datei.
was soll ich noch sagen? ich bin zufrieden. :-)

work in progress

so schnell kanns gehen, wer hätte das gedacht.
die idee, ganz grob nur, ist erst ein paar tage alt. aber gestern abend schon habe ich angefangen zu schreiben. 10 seiten pro woche, die alte LUCASvorgabe. und es werden nicht!!! wieder 400!!! seiten, das steht fest. höchstens 100!!! ansonsten wild drauflos. mal sehen, was kommt, und wo es hinwill.
heute finde ich mich dann schon auf seite 10. ich bin schneller und besser als damals. auch die richtung ergibt sich von selbst, wie erhofft. (bislang auf jeden fall. aber es kommen andere tage, ich weiß. das ist nur natürlich.) dazu die einzelnen fragmente. ein bild, eine idee, das paßt. immer. manchmal sogar das richtige wort, das eine, aus dem alles wächst. so läßt es sich arbeiten.
ich kann mich auf mich verlassen.
und wenn alles nichts hilft, dann träume ich eben.

nachts über

– die logik des aristoteles
– paradoxes denken
– das leben in indien
– filmreife träume
– rückenschmerzen

wörter & mehr

blog vs. hartz iv – kommt mir beides irgendwie bekannt vor… ‚ein-euro-job‘ finde ich aber auch nicht schlecht. und ‚gefühlte armut‘ erst.

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