am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

grundlegend

vorwiegend herumgespielt heute, mit sonne, wärme und dazu diese welt, die die meine ist. darüber geredet auch, zeitgleich, was einer kleinen überraschung gleichkommt. oder einer großen. dazu mein name, mit dem sich ebenfalls trefflich spielen läßt. und der ja nicht zuletzt auch de facto nicht von schlechten eng(e)ln ist.

es sind die besseren zeiten, die nun kommen. endlich. alles ist gut.

wind

viel los dieser tage. die neue zusätzliche arbeit – nicht im heimbüro sondern in einem fremdbüro – bringt mit dem frischen wind auch die zwangsläufig dazugehörige unruhe und nervösität. dazwischen das riesenmeditationsevent am wochenende, bei dem ich eher bei der registrierung geholfen, essen geschleppt und verteilt und nach den zu garderobenmarken passenden jacken, mänteln, rucksäcken und rollkoffern gefahndet als gesessen habe. anstrengend und überraschend, am sonntag abend lag ich kurzfristig zu boden, um den kreislauf schnell mal zu rebooten. das hatte ich lange nicht mehr. viele menschen also und dementsprechend viel zu lernen.

alles in allem noch völlig unzusammenhängendes zeug, das mich ebenso fordert, wie es mir auch den raum nimmt. das wird wieder, ich weiß, doch an schreiben zum beispiel ist derzeit nicht einmal zu denken. das quält, das kst nicht gut. aber tango, tango geht natürlich. tango geht immer, wenn tango geht. daran soll es keinen zweifel geben.

ob das reicht?

im grunde immer

gedichte schreiben, manchmal kommt mir das vermessen vor. vielleicht weil man es nicht messen kann, den wert nicht berechnen. dabei ist es doch das lyrische, das strenge chaos darin, was wirklich zählt.

immer schon. so ist dann wohl auch klar, warum ich so arm bin, so reich. im grunde.

tango final

doch noch ein bißchen musik, ein letzter rest, für mich allein. sehr laut und direkt ins ohr, ganz vorsichtig also. niemand soll es wissen, mich gar sehen dabei. und nicht bewegen, es ist spät, und die böden, die decken sind aus holz.

tango ist trübe, tango ist stolz. und weich und tragisch und lebendig. leidenschaft, so wurde mir gesagt. doch ich bin feige. zu feige zu tanzen.

das war das. ich bin erledigt.

ich gebe auf.

anreicherungen

daß ich ein herumtreiber bin, ist nicht die schlechteste vermutung, die je über mich angestellt wurde. als kind bereits trieb ich zwischen den welten, so hart und so weich wie der wind mich ließ.

zufrieden und zuhause war ich an den brüchen und scharfen kanten oder im luftraum eines sanften runds. tief in den feinen rissen im gewebe, da lebt das leben.

das ist reichtum. so nenne ich das, heute.

autark

es ist noch nicht lange her, da hat mich jemand „sozialer autist“* genannt. nicht ganz so direkt, eher in vielen kleinen oder größeren episoden und lehreinheiten, denen ich entweder nicht zu folgen gewillt war oder aber nicht folgen konnte. ich habe das vorgehen gegen mich schlichtweg nicht verstanden. zu der prozedur gehörte auch ein beständiges kritisieren meines charakters, bzw. ein herausstellen meiner charakterschwächen. ich gebe zu, daß man mir mitunter mit fug und recht ein hohes agressionspotential und gelegentliche negativitäten vorwerfen kann. ich weiß aber auch, daß ich all das letztendlich nicht bin. überhaupt, ich glaube nicht an charakter.

der vorgang erstreckte sich über wochen und monate und mündete in eben dieser „diagnose“, ein unzulängliches, gehemmtes, aggressives, undankbares, untaugliches, unbrauchbares wesen zu sein, wie kaum ein anderes. kein mensch eigentlich, tendentiell „autistisch“ mit dem schwerpunkt „asozial“, geschädigt eben, verantwortungslos und natürlich schlecht.

das war schwer zu tragen, diese art von wertung und ständiger belehrung, das nennt sich wohl erziehung. wobei ich diesem alter längst entwachsen zu sein glaubte.

der versuch, mich aus dem geschehen zu entziehen, gelang nur schwer. noch heute träume ich davon, regelmäßig, bin entsetzt und zerschlagen von dem geschehen. zum ersten mal im leben erkenne ich alptraumhaftes darin, und ich hatte schon viele schlechte, auch schreckliche träume. die ich dennoch nie so bezeichnet hätte.

eines steht jedoch fest, seitdem mehr denn je: ich bin kein autist, ich bin eigen und autark. ich bin selbst und bewußt.

doch auch rückzug, die sehnsucht nach stille und langsamkeit in wirren zeiten, dem sein bei mir allein, wird mir gerne als schwäche und unvermögen ausgelegt. daß rückzug aber etwas schlechtes sei, ganz ehrlich, das schient mir einem kriegerischem, einem agressiven denken zu entspringen.

doch was rede ich? über dinge auch noch, zu denen ich nicht tauge. unmenschliches wrack, das ich bin. das weiß ich doch jetzt, wurde mir ja nachhaltig beigebracht.

* was selbstredend ein mißbrauch des begriffs ist, ich weiß.

fluchen und flüchten

den tag vertrödelt mit rödeln und sortieren, auch mit weiteren reparaturen am digitalen equipment. durchaus erfolgreich. zum beispiel funktioniert der seit langem defekt geglaubte mp3-player nun wieder, hat einfach nur ein anderes betriebssystem gekriegt. jetzt läuft auch die 32gb-card, und ich kann doppelt soviel musik einspielen, zuzüglich mit den 4gb internem speicher eine kaum zu bewältigende menge.

die außerbetriebstellung des videorekorders ist bislang jedoch noch nicht vollständig bewältigt. daß diese festplattenrekorder es nicht erlauben, gespeicherte filme auf dvd zu brennen, hätte man mir gerne auch vorher sagen können. nun suche ich nach möglichkeiten, teste umwandel- und brennprogramme und bemühe mich, dabei meinen rechner nicht zu verseuchen. bislang alles ohne nennenswerten erfolg, lediglich eine ahnung habe ich seit heute. möglicherweise.

darüber hinaus sind es sicher nicht die schlechtesten bücher, die mich in familiengeschichten hineinziehen, weit in gebiete, die mir (menschlich) vollkommen fremd sind, nahezu unbegreiflich. da wird gesucht und gefunden, und zwar genau das, was vonnöten ist. am ende ist ein ende, und es ist so etwas wie heil.

daran glaube ich nicht, das muß ich hier nicht sagen. oder? aber wozu soll ich dann noch schreiben? das ist es doch, um das ich mich gerade höchst erfolgreich drücke.

ich möchte flüchten oder fluchen, aber es hilft nichts. beides nicht.

no campbell

himmel, ich habe derart viele tomaten frisch geerntet in den letzten tagen, die muß ich unbedingt sofort zu etwas verarbeiten, sonst sind die nächste woche matsch. was bedeutet, daß ich mich nunmehr an den herd stellen werde, um eine große tomatensuppe zu versuchen. zum ersten mal im leben, um halb elf an einem sonnigen spätsommersamstag. erschwerend kommt hinzu, daß ich eine bekennende nichtköchin bin, das ist eine kunst, die ich nie beherrschen werde. tomatensuppen liebe ich jedoch sehr, bis aber eben deshalb auch sehr, sehr fuzzy damit.

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