das jahr mit der nummer 13, ein jahr der verluste und abschiede, auf die eine oder eine andere art. ein jahr der härte, ein jahr mit überraschender leichtigkeit auch, andererseits. ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll. (und so fängt es ja immer an.)
alle tage
sand, gestapelt
daß ich mich im ausland befinde, verdeutlicht mir nicht nur das internet, das mich hierzulande partiell daran hindert, auf die arte videothek zuzugreifen. auch in den hiesigen buchläden, deren auslage mir weitgehend unbekannt ist, wird es mir sofort klar. nun bin ich ja keine eifrige buchladengängerin, auch in deutschland nicht und ebenso nicht in den großen ketten zuhause, wo vorwiegend gestapelt wird. der meiste lesestoff findet übers netz zu mir, aus irgendwelchen rändern und ecken, nicht immer aktuelle ware, ganz im gegenteil, dazu per empfehlung, oft genug ebenfalls übers netz. zufälle eben, eigentümliche lüste und süchte, nie zu befriedigen. (nicht einmal im selber schreiben.)
aber eines ist überdeutlich: herrndorfs sand ist auch in der schweiz hoch gestapelt, überall. (und meins liegt brav zu hause, immer noch ungelesen. sollte ich mir wohl am besten für weihnachten mal vorlegen.)
in welchem gynäkologischen lehrbuch steht eigentlich, daß die praktizierende ärztin exakt in dem moment, in dem sie dieses metallische gerät in den fremden unterleib direkt vor ihrer nase einzuführen und aufzuspreizen gedenkt, folgende frage stellt: was machen sie beruflich?
sorry, vielmals. aber mich überfordert es, in dem moment auch noch über meine beruflichen miseren sprechen zu sollen.
versehen, versehrt
viel arbeit in den letzten tagen. neue arbeit mit gesteigerter konzentration. übersetzungsbasteleien, sehr spannend, wie sich das nach und nach zusammenfindet. zwischendrin war ich heute schnell einkaufen, mal raus an die luft, dazu ein bißchen musik in den ohren. vielleicht ein fehler, denn deshalb höre ich nicht, wie sich hinter mir jemand an die leergutpresse stellt. im weggehen remple ich ihn an, will mich kurz entschuldigen und weiter. ganz einfach, was sonst.
da packt der fremde mit beiden händen meinen rechten unterarm. und ich, die ich nichts höre, aber dennoch ziemlich sicher weiß, daß er sich seinerseits entschuldigt, reiße mich empört los, nein, vielmehr erschrocken. dann gehe ich.
er ruft noch hinter mir her, das sehe ich. seinerseits empört. hören will ich nicht, was er sagt. oder mich erklären, wo ich mich nicht erklären kann. manchmal ist alles ratlos.
