am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

höre alte platten aus den 70er-, 80er-jahren, die mich zutiefst verstören. wie weich und stark ich mich erinnere. wie reich.

wie bin ich kurz danach so wütend geworden? so leer und verlassen. beinah tot.

nichts tun. nur hören, innen wie außen. nichts sehen. oder wissen, was das alles soll. so belebt sich das tote land. wider alle logik.

laß es sein

diese doppeldeutigkeit, die in diesem fall sowohl ein ende als auch einen anfang beinhalten kann. womöglich beides. und es ist kein widerspruch.

kurz vor mitternacht angefangen, die wichtigste page von allen zu aktualisieren. (warum die noch nicht auf wordpress läuft, ist mir ein rätsel. da sollte ich wohl mal ran. dringend.) vor allem die rubrik presse. geht das so, einstweilen?

dann wp-plugins und zeug, es ist blogpflegenacht.

morgen lege ich dann mit dem neuen ebook los. denke ich. vielleicht fange ich auch endlich an, den badboden zu bauen. bin nur nicht sicher, ob die schulter das schon wieder  mitmacht.

ich vermisse menschen. ganz bestimmte und ganz allgemein. aber das macht nichts.

nichts neues im grunde.

nach knapp einer woche funktionierender beißschiene sind im mund die wangeninnenflächen fast vollständig verheilt. die permanent raue spur entlang der zahnlinie, von der ich dachte, daß vermutlich alle menschen sie haben, verschwindet. tatsächlich. ebenso dieser geschmack jeden morgen, metallisch, wie eisen. wie blut.

jetzt nur noch den rosa zettel zum physiomenschen tragen, das nächste wagnis. mich von fremden anfassen lassen. 12 mal, wenn ich das richtig verstehe.

darüber hinaus eine beinah schlaflose nacht, stundenlang am ganzen körper starr vor schmerz. und atemlos. was so eine harmlose schulter ausmacht. gegen vier kurz die frage, wen ich akut um hilfe bitten könnte. verworfen. so schlimm ist es nicht. zur not gibt es ja immer die mit dem blauen licht.

jetzt an die arbeit. und atmen.

schultern

notwendigkeiten erledigt, die lange überfällig waren. die vielleicht sogar nach hinten weggefallen, vergessen worden wären. gut, daß dem nun nicht so ist, trotz aller konsequenzen. derweil brüllt die rechte schulter, die zwischenzeitlich ein klein wenig ruhe gegeben hatte. mit jedem atzemzug sogar. ich weiß nicht, ob sie es kalt will oder heiß, um zu heilen. vermutlich will sie einfach gar nichts mehr schultern. nie wieder. das geht aber einstweilen nicht.

die neue beißschiene scheint die erste zu sein, die ihren dienst zu tun in der lage ist. jedenfalls habe ich sie (noch) nicht innerhalb von ein paar tagen zerbissen und sie bietet auch wenig angriffsfläche für ständige spielereien. statt dessen bricht sie die tiefsitzende gewohnheit der verbissenheit, tatsächlich. und drückt die anspannung mit gewalt aus dem gesicht in den nacken, die rechte schulter. die gibt auf in der nacht, kurz vor dem einschlafen, und öffnet sich in einen brennenden schmerz, der bei jeder bewegung hochkocht.

das war eine schlechte nacht und kein guter tag. erschöpftes heute. schmerz macht müde, unendlich müde.

einiges erledigt, manches angeleiert, grobe strukturen in die unmittelbare zukunft gelegt. beruflich wie auch privat. keine ahnung, ob ich mich abzusichern versuche. oder was. und warum. wogegen? ob es noch etwas zu sichern gibt?

so groß die verluste in der vergangenheit auch gewesen sein mögen, es existieren listen und wiederholungen, wie zum beweis. ich weiß. trotz allem ist da heute das wissen, die gewissheit, daß das überproportional meiste im leben letztendlich doch immer nur als illusion zu bezeichnen ist. ich weiß, daß ich nichts weiß. auch über mich nicht. die eigene geschichte ist ein fremdkörper mitunter. und das ist gut.

wie groß dagegen war, ist und bleibt die sehnsucht nach ein wenig echtheit. in all dem verborgen. geborgen.

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