am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

heute: ein weiterer besuch in der physiopraxis, der dritte, halbzeit also. eingepackt in dieses fangozeug dusel ich weg, obwohl ich das mit nachdruck zu verhindern versuche. den ganzen tag schon war mir leicht schlecht, was wohl eine neue ausprägung meiner migräne ist. verschnürt und zugleich abwesend zu sein, scheint mir da keine gute idee. dennoch geht das, was vermutlich nicht einmal schlaf war, direkt in traum über. und ich weiß nichts mehr davon, nur daß ich für eine weile anderswo war, weit weg in mir versunken. geblieben ist dieses unangenehme gefühl, ahnungslosigkeit und naivität vermutlich. nicht einmal angst, das kann doch nicht sein. das gehört sich nicht.

das drücken und ziehen an meiner schulter dann ist ermüdend. so wenig zeit, so kleine bewegungen. wenn überhaupt. oft nur ein dumpfer druck, der schmerzt. ganz weit weg, gar nicht mir zugehörig. daß im anschluß der kopf wieder so leicht ist, der blick ein anderer, weiter und leichter. das wundert mich. es bleibt auch nicht, nur ein paar minuten, vielleicht eine viertel stunde.

eines steht fest: es geht nicht um den schmerz, aber der zustand des körpers beeinflußt nicht nur bewegung und atem, sondern auch die wahrnehmung, das wissen und das denken. (nun ja, so neu ist mir das im grunde nicht, aber… vergessen.)

armed

kralle

mimosen tragen scharfe krallen. sie beißen wie die rosen, sind aber viel schöner, feiner. beweglich eben.

hier und da gibt es die eine oder andere gnade. auch in meinem leben. nur merke ich das immer erst viel später.

die physiopraxis verlassen und seltsam dastehen. überrascht, wie leicht ein kopf sein kann. sogar meiner.

migräne, was sonst. wenn auch völlig aus der reihe. ich hätte es wissen müssen. migräne hat ein gemüt, eine seele, ein verkehrtes herz. (das also macht physiotherapie mit mir.)

ich brauche eine pause, dringend. ich brauche jemanden, der mich hier wegholt und irgendwo hinträgt, wo es ruhig ist. ein stiller mensch, der eine weile auf mich achtet. oder das meer.

ich gehe weiter. natürlich gehe ich immer weiter.

alles illusion, alles spiel. zu übungszwecken. verzweifelt.

halt

niemals zur ruhe kommen. keine ruhe finden. keine richtung, immer nur verwirrung. raserei auf der flucht vor dem eigenen unvermögen. die ewige menschenuntauglichkeit in mir. wie geht das nur? wie spricht man? wie lacht man? wie bleibt man? allein.

wie schläft man. das immerhin wußte ich schon mal.

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