am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

was ist

es sind die besten tage, an denen ich lachen muß, wenn ich durch die straßen laufe. ziellos. lachen und laufen. stundenlang. lachen muß ich über mich, mich mit mir freuen, weil das glück so groß ist. alt zu sein, wie ich inzwischen alt geworden bin. gesehen und gelebt zu haben, was hinter mir liegt. das alles ist reichtum und glück. mehr als das. es war und ist bewegung.

unüberschaubar noch. das immer wieder neue daran.

nach all der zeit. lachen auch, weil so vieles längst vorbei ist. lachen, weil ich das weiß. mit einem mal. weil ich mehr und mehr außerhalb stehe, wenn ich zurücksehe, lange darüber hinaus. und das beinah vollkommen unbeschädigt.

wer hätte das gedacht.

schall und auch

heute nacht möchte ich whisky trinken oder rauchen. oder gleich beides, das wäre am besten. dann möchte ich reden, einfach so, über das leben und die liebe. alles das, was jedeR weiß. reden ins nichts, in das dunkel hinein, wo niemand es hört.

aber besser noch zu der, die neben mir sitzt. und auch trinkt und auch raucht. und auch weiß. das wäre ein trost. (vielleicht.)

ein guter tag, der mir, neben diversen (dringend benötigten) zahlungseingängen, auch noch eine nahezu atemraubende rezension des 2012er ebooks eingebracht hat. (bald mehr dazu, einstweilen bin ich sprachlos.) außerdem hat die zahnärztin heute endlich – zu der neuen beißschiene (für nachts und für pc-arbeit usw., wie man mir versicherte. na, mal sehen. vielleicht auch noch fürs motorrad, weil bremsen mit den zähnen eh nix bringt?) – den schein für die physiotherapie rausgerückt. und mir anschließend den arm getätschelt, während ich überrascht auf das fette lesbenzeichen um den hals ihrer jungschen stuhlassistenz glotzte.

es folgen schmerzfreie zeiten, ein paar wochen zumindest. womöglich ist das auch ausbaufähig. ich bin ausgesprochen zuversichtlich, wenn auch immer noch fast schlaflos.

leben mit dem mangel

beim versuch, das nummernschild an der maschine irgendwie doch noch zu retten, selbiges zwar fest, aber letztendlich vollkommen unmittig angebracht. zum teil aus unachtsamkeit, zum teil wohl auch, weil es anders nicht mehr ging. verursacht durch die fortgeschrittene rissig- und löchrigkeit des blechs und der ungünstigen position der tüvplakette ist nun alles schief. und das ertrage ich nur schwer. von jetzt ab heißt es also: nie wieder dort hinsehen.

leben mit der, der allgemeinen löchrigkeit des lebens geschuldeten, stetig zunehmenden unvollkommenheit.

ich fürchte, in der wohnung gegenüber, bei dem frisch eingezogenen pärchen, das sich gerade auf dem balkon befindet, also mir direkt gegenüber, gibt es den ersten streit. im zimmer dahinter: kartons, unausgepackt. guten morgen.

ich will musik. ich bin musik.

immer nachts kommen die gedanken. und die schmerzen. so fängt es an.

ich bitte um träume, um hilfe.

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