am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

kawapech

es gibt einfach kein kawasakiglück in diesem jahr. jetzt ist der kupplungszug durch und zwar richtig. ein glück zwar, daß ich letztendlich dann doch noch bin nach hause gekommen bin. ansonsten aber nur schlechte nachrichten.

mein motorradschrauber ist in urlaub. der als nächstes angesteuerte gebrauchtteilehändler mag die straße nicht überqueren, um sich die sache anzusehen. ich soll vorfahren, auf den hof, der nur sehr uneben gepflastert ist. da kann meine kiste nicht stehen, das weiß ich. höchstens auf den seitenständer, vielleicht, aber von dem krieg ich sie manchmal allein nicht wieder in die senkrechte. die zu kurzen beine. und heute ist ein tag, an dem mir diese art von vorführeffekt mit sicherheit peinlich wäre. so stehen wir dann beide dumm da, und es gibt eben keine beratung. pech.

deshalb ist heute auch der tag, an dem ich einen kupplungszug ausbauen lerne. lernen muß, nachdem dieser just vor der haustür den letzten knacks gemacht hat. das mit dem einbauen wird sich aber sicher noch deutlich schwerer gestalten. falls ich so ein ding, ohne meinen schrauber, überhaupt irgendwo in berlin auftreiben kann. kawa, bj. 86, gibt es sowieso nicht mehr, hat mir gleich der erste angerufene kawahändler verklickert.

immerhin hat er mir zwei weitere adressen gegeben, wo ich es versuchen könnte. eine davon der gebrauchtteiledealer mit dem uneben hof. ja, motorradfahren macht spaß.

wie schnell man in das alter kommt

manchmal muß ich persönlich zur post, auch wenn ich das zu vermeiden versuche. die menschenschlangen dort werden schließlich immer länger, je mehr filialen geschlossen werden. keine ahnung, wie das postpersonal damit klarkommt, daß nahezu immerzu menschenmassen vor ihnen stehen und warten, warten, warten.

warten ist nicht so mein ding, und warten in menschenschlangen schon gar nicht. das distanzverhalten der meisten menschen entspricht irgendwie nicht meinem distanzbedürfnis. menschen in menschenschlange sind immer zu nah, rütteln an meinem rucksack oder kauen mir ihren butterbrotschmatz ins gesicht. von parfümschwaden und lautstarken telefonaten ganz zu schweigen.

heute war es aber lustig. da steht doch so ein kleiner skateboarder hinter mir und klappert nervös mit seinem brett, obwohl er der letzte, gerade erst gekommen. mit klein meine ich übrigens wirklich klein, kleiner als ich ist er ohne sein board, und nicht jung, also jugendlich. nein, richtig blutjung ist er offensichtlich doch nicht mehr, keine sechzehn oder so. er trägt ein vorsichtiges vollbärtchen, noch nicht so ganz voll, aber auch nicht mehr flusig. aber seine augen sind kugelig rund, wie bei einem baby, ebenso seine nasenlöcher. die locken hängen ihm frisch geplustert im gesicht, die welt liegt ihm zu füßen, der hosenboden hängt ihm in den kniekehlen. ich dachte, das sei schon lange nicht mehr mode. aber diese skater, wer weiß.

dann geht er ans telefon, talkt ein bißchen rum, komme gleich, post, lange schlange und so weiter. und spricht ihn dann gelassen aus, diesen legendären satz: ich komme jetzt in das alter … (nein, ich habe mich nicht verhört. er hat nicht gesagt: ich komme gleich, alter. ;)

mein buddha ist jetzt weg, heute war das ganze beet geplündert. na, macht nichts. hier bleibt er lebendig.

dabei wollte ich heute eigentlich schnell einen artikel fertigschreiben, dann war da so viel anderes, auch die sonne zum beispiel. und jetzt ist es schon kurz vor elf. also dann morgen oder so.

still sitting still

immer noch sitzt er da, im torf, im regen, im dreck. die blüte ist verwelkt, verschwunden. dafür hat ihm jemand einen spielball gewidmet, geschenkt. auch ich sitze, nicht weit vorn dort, unter schmerzen und schweigen. letzteres weite ich genüßlich aus, erweitere die wortlosigkeit, betrete sie schon auf dem weg, unterwegs.

und so würde ich mich nach jahren der behauptung, des reinen denkens und möchtegerns, nun womöglich als praktizierend bezeichnen. einstweilen.

trixen

beim kiesern heute, nach wieder einmal sicher sechs wochen verschlamperei, gnadenlos kein gramm nachgegeben, an keinem einzigen gerät. ging sogar, im großen und ganzen. nur jetzt tut mir alles wohlig weh.

ich sollte mir besser einen regelmäßigen termin setzen, jede woche am gleichen tag, zu gleichen zeit. dann könnte daraus vielleicht doch noch wieder was werden. denke ich gerade.

sollte ich wirklich so platt gestrickt sein?

nach getaner arbeit dichte ich jetzt noch ein bißchen.

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