am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

emotwist

gefühle sind ja mehr so wie das wetter. windig mitunter, manchmal auch wärmend, auf jeden fall variabel. meist wechseln sie sogar noch schneller. alles geht vorbei, das steht fest. jedes hoch und jedes tief. nur das wetter an sich, das bleibt.

nichts ist so wenig wichtig wie der wetterbericht von gestern. nein, ich sammle keine wetterdaten. also fragt gar nicht erst.

absurde schmerzen hinten mittig im rücken, den ganzen tag schon. dazu der lärm direkt vorm fenster des wohnbüros. die bagger baggern, daß der schreibtisch vibriert. ich kann so nicht arbeiten.

keine migräne immerhin.

traurige nachrichten erhalten, eigentlich schon vor ein paar wochen. seitdem herrscht schweigen, aber das ist keine überraschung. ich frage nicht nach, ich bleibe, wo ich bin. ich kann nicht anders. ich bin nicht wichtig. ich lebe weiterin in der illusion der unversehrtheit, einstweilen. aber ich bin bereit. und traurig, tief innen, ganz für mich allein.

seelenlos

dieses baggertier flitzt tagsüber neuerdings immer um meine wohnung herum und verursacht hier und da urplötzlich einen höllenlärm. nachts dagegen schläft es seelenruhig unter meinem balkon. als könnte es keiner seele was.

so als arbeitstag war das heute ein suboptimaler tag, muss ich sagen. außerdem waren da ein paar echt miese nachrichten im netz, die mich zwar alle nicht persönlich betrafen. dennoch war ich betroffen.

und dann habe ich heute noch viel gelacht, irgendwie. trotzdem.

heute migräne. erst nur der druck, dann das auge, irgendwann die unausweichlichkeit. medikation langsam gesteigert, zwischendrin etwas gearbeitet, schließlich das volle programm. hat gewirkt. erst das innere flattern (nebenwirkungen), das man von außen nicht sieht, ich weiß. dann das drücken und pochen unter der schädeldecke. schließlich die erlösung.

jetzt nur noch verspannung im nacken. und abwarten bis morgen.

manchmal bin ich ja derart müde. dabei war das heute ein gänzlich leerer tag, an dem ich so irgendwie überhaupt nichts geleistet habe. nur lesen, denken und schweigen. was aber auch mal ganz schön ist.

kawakick

kupplungszug gekauft und eingebaut. alleine. (dabei gelernt, wie man den tank zurück auf die gumminupfen schiebt, ohne das gefahr zu laufen, die ganze kiste von ständer zu scheiben.) funktioniert sogar, einigermaßen. ist nur sauschwer zu bedienen, weil es ein alter zug ist, ohne teflonbeschichtung. also keine schmiere, nirgend. lange wird das nicht halten, dann ist das ding verrostet. aber einstweilen kickt es wieder.

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