am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

über leben

vor einiger zeit schon hat claudia sich über das thema altenpflege gedanken gemacht. ich habe die rege diskussion verfolgt, wie immer ein wenig neidisch über die gepflegte diskussionskultur dort. ich habe mit einer freundin gesprochen, die mit dementen arbeitet, auch nicht zum ersten mal. persönlich stellung beziehen kann ich kaum. ich weiß, daß es für mich letztendlich keine rettung geben wird, ich bin bin bereits verhältnismäßig alt. und ich bin ziemlich arm, so wie immer schon. da geht nicht viel, ich weiß. ich werde arbeiten, bis ich die buchstaben nicht mehr aneinanderzureihen weiß. und dann?

von der freundin weiß ich, daß demenz die menschen oft zurückführt in ihre kindheit. die heutigen alten sind also häufig kriegskinder. jetzt. in diesem augenblick. wie kinder im krieg. und damit weiß ich ungefähr bescheid, wo es mich hinführen wird, irgendwann. ich werde ich dahin zurückgehen, wo ich herkomme: in relative gefangenschaft.

aber gut, was solls. das kenne ich doch. das werde ich auch noch überleben.

den vormittag in friedrichshain verbracht, am boxhagener platz. brunch mit ein paar HSBlern, das 5-jährige blogbestehen begehen.

zum ersten mal seit fast einem jahr in dieser gegend, die mir einst die liebste war. zum abschluß eine runde über den flohmarkt gegangen, allein. verloren in dieser hoffnungslosen traurigkeit. gebunden an die gewissheit, daß dieser weg ins leere führt, sein ziel nicht mehr finden darf. das immerhin ist nun immer bei mir.

nein, ich breche die brücken nicht ab. ich bleibe dort daheim. ich töte die liebe nicht.

kryptisch, ich weiß. mir doch egal.

coloratur

inzwischen dazu übergegangen, in den erledigungslisten mit gelbem marker zu arbeiten, um den aktuellen tag im blick zu behalten. orange wartet noch auf einsatz.

sollte langsam mal feierabend mache. so innerlich, meine ich. das denkding im kopf locker machen für die nacht.

suppenwetter

heute spontan eine suppe zusammengeschmissen, die saison eröffnet. sozusagen, obwohl doch noch august ist. so gerade eben. dabei war es vermutlich sogar recht warm. draußen. sporadisch sah es zumindest danach aus. ich hatte aber drinnen zu tun, bin nicht mal für ein halbes stündchen auf den balkon gekommen.

suppenwetter also, wettercontent. ich könnte diesen beitrag allerdings auch unter was ich alles nicht kann verbuchen. kochen zum beispiel. und mein essen fotografieren.

warum ist es eigentlich jetzt schon dunkel?

heute viel arbeit und ausreichend streß. sollte mir dringend mehr innere disziplin zulegen. manche nachrichten gehören einfach ungelesen, in der zeitung wie im beruflichen postfach. dennoch gut vorangekommen.

trott

die kleinen quälereien der letzten tage finden ihr ende in einer frischen to do-liste, wodurch sich eine traurige zufriedenheit einstellt. so kündigt sich der herbst an in diesem jahr. ich streiche die posten von der einkaufsliste, einen nach dem anderen, erledigt. bevor ich die liste dann wegwerfe. ich bin ein ordentlicher mensch. bei mir sind alle checklisten abgehakt. immer. so gehen die tage. und die nächte ziehen mir das fell über die ohren.

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