es gibt also schimpfworte für deutsche, was für eine überraschung. und diese bezeichnungen haben auch noch mit lebensmitteln zu tun, mit kartoffeln, kraut und schweinefleisch. du liebe zeit. ich erinnere mich da noch an so schöne und überaus anschauliche deutsche begriffe für die vielen anderen um uns herum, die da lauteten: polaken, spagetthifresser und kümmeltürken, käsköppe, schluchtenscheißer und piefkes. ach nee, piefke, damit sind ja schon wieder der deutsche mit gemeint. mannomann, was für ein unsinn.
alle tage
glück auf!
mein opa war ja kumpel in essen, also bergmann, noch genauer anschläger, also signalgeber, und worte wie lengede oder alter mann muß man da einfach kennen. und kennt man dann auch, ohne wenn und aber. (niemals denke ich bei anschläge auf anhieb an den 11. september oder so.) um so erstaunlicher, daß die art und weise der rettung der chilenen heute offensichtlich genauso funktioniert wie damals. und auch so gut wie genau so aussieht. nur eben in farbe und von kleinen kameras rundumbegleitet, wo in lengede vor allem das radio vor ort war.
arschkalt hier. 16° im wohnbüro und die heizung kommt nicht auf touren. ich hab jetzt alles aufgedreht, um die anlage mal so richtig in schwung zu bringen. und wenn dann alles heiß ist, vielleicht mal eine kleine entlüftungsrunde? keine ahnung, hab ich hier noch nie gemacht. so ein gesamthaussystem ist mir irgendwie unklar.
on the way
glam schreibt über angst heute. über seine angst, die angst, die ihm schon einmal thema war. jeder geht seine runden, schreibe ich dazu, weil mir besseres nicht einfällt. weil auch in mir der herbst beginnt, der winter vielleicht. noch so ein winter, warten auf das licht.
ich bin anders, kein fetzen angst und schon gar keine panik tritt jemals an die oberfläche. vermutlich bin ich auch tatsächlich kein besonders emotionaler mensch. kalt wie eis, hat meine mutter das genannt. kein mensch, nur ein fisch. natürlich hat sie unrecht. was angst ist, weiß ich. und mich weiß, was aus angst wird, wenn sie einfach nie aufzuhören scheint. jahre und jahrzehnte hatte ich kein anderes thema. keine ahnung, wieviele tage, wochen und monate (am stück gerechnet) ich andere damit genervt habe. auf die eine oder andere art, besonders die eine freundin. in mir sind es eben jene jahrzehnte. in mir war es niemals still davon, kein tag und keine nacht.
bis vor ein paar jahren, nach all der arbeit war plötzlich schweigen. ich weiß nicht warum, aber seitdem herrscht stille. selbst musik regt mich kaum noch auf. ich lebe wie im vakuum, im nichts. die früh gelebte qual hat keinen wert mehr. bleibt also ratlosigkeit, für die nächsten jahre und jahrzehnte.
verkorkster tag. fünf stunden bis der aufwachkopfschmerz endlich verschwunden war. dann lauter arbeit für nix, sämtliche termine für morgen wurden soeben abgesagt. nein, nicht von mir, neinnein.
ich nähe jetzt mal den knopf an, der schon seit tagen darauf wartet. vielleicht erfüllt mich das mit sinn.
forever links
okay, kiesern fällt heute mal aus. muß, es geht nicht anders. der nacken spielt nicht mit. schnell noch, wie geplant, bei der werkstatt vorbeifahren, wegen der sache mit den vergasern, ist auch nicht drin. ich kann den kopf heute einfach nicht nach rechts drehen, bin über nacht links wie festgetackert worden. und motorradfahren ohne schulterblick, das ist in berlin einfach unverantwortlich.
was solls, morgen ist auch noch ein tag. morgen wird alles wieder gut, sowieso. und links ist immerhin besser als rechts.
echtes leben
mir ist, als hätte ich tatsächlich mal so etwas wie ein wochenende gehabt. eine pause von der welt, auch von den nachrichten, das vor allem. das ist ja kaum noch auszuhalten in letzter zeit. am samstag also eine sehr angenehme, weil sehr entspannte party, ohne sarrazin und stuttgart, ohne jegliche demokratiedebatte. muß auch mal sein. statt dessen eine höchst charmate junge katze als stets verfügbare gespielin und ein prächtiges büffet, das mir ein ganzes kilo zuwachs in einer nacht beschert hat. ich sag nur: mousse au chocolat! nun ja.
deshalb muß ich jetzt an dieser stelle einmal fragen. ist dieses bild jetzt echt? oder vielleicht doch satire? das weiß man so richtig ja nie, via twitter.