am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

stromdemonstration

irgendwie habe ich es geahnt. heute also bucht mein ehemaliger stromanbieter tatsächlich den endabrechnungsbetrag von meinem konto ab, obwohl ich die einzugsermächtigung bereits vor wochen widerrufen habe. eine bestätigung darüber liegt mir vor, hilft aber nix. was weg ist, ist weg. der vorgang erscheint mir zwar nicht wirklich legal, so auf den ersten blick. hilft aber auch nix, es dauert 6 bis 8 wochen, wenn ich die knete wiederhaben will. das lullt mir der blöde servicemann mir aufs band. während ich anderswo vorspreche, um um stundung eines ähnlichen betrages zu betteln, über den ich nun erst in der nächsten woche – vielleicht – verfügen werde. außenstände wären ausreichend vorhanden,  fällig wäre der betrag aber natürlich spätestens morgen. zum glück sind finanzbeamte durch die bank recht nett. netter zumindest als stromkonzernpersonal, womöglich auch etwas besser organisiert.

ach so: war da nicht was mit einer demo am samstag? das thema ist natürlich tendenziell ein klein wenig anders gewichtet. könnte mich aber dennoch reizen.

verzerrt

dauernd dieses geschwafel von der bindungs- und beziehungsunfähigkeit, von der angst vor nähe. ich denke ja, daß das weit größere problem das der loslösung ist. das spiel zwischen kommen und gehen, der wechsel von einem augenblick zum anderen. blicke und küsse sind nur kurz. auch für den abschied, den kleinen wie den großen, braucht es diese fähigkeit. und so ergibt das ganze auch ein bild, unverzerrt.

wieder einmal zeigt sich, daß eine regelmäßig durchgeführte datensicherung durchaus wichtig wäre. WÄRE! aber ein paar stunden neuinstallation und nacharbeit tun es ja auch. toller tag das! :-(

herbstgold, eine liebeserklärung

derzeit mag ich die kawa wieder sehr, obwohl ich anfang des jahres beinah beschlossen hätte, sie loszuwerden, statt peu à peu dem natürlichen verschleiß entgegenzuwirken. hier ein bißchen, da ein bißchen. immer auf der suche nach ein günstigen lösung, nach gebrauchten ersatzteilen und verdrehten ideen. die neuen stoßdämpfer, falsch herum eingebaut, anders hätte sie nicht gepaßt, und der endlich dichte schlauch im vorderreifen haben das schwere ding wieder stabilisiert, vor allem in den kurven. das war ja zum schluß kaum noch auszuhalten, eher panik als fahrspaß. und daß der hauptstander mit ein bißchen schweißen wieder funktioniert, das ist nahezu zauberhaft. ende des monats werden noch die vergaser geputzt, dann kann es richtig losgehen.

aber – shit! – dann ist der herbst sicher schon fast vorbei.

gutes migränetiming. pünktlicher einsatz am ersten tag ohne fixe termine, also heute. vorsichtiges rumdümpeln am pc, erledigung der anstehenden arbeiten im schneckentempo. wenn überhaupt. na denn.

über leben

vor einiger zeit schon hat claudia sich über das thema altenpflege gedanken gemacht. ich habe die rege diskussion verfolgt, wie immer ein wenig neidisch über die gepflegte diskussionskultur dort. ich habe mit einer freundin gesprochen, die mit dementen arbeitet, auch nicht zum ersten mal. persönlich stellung beziehen kann ich kaum. ich weiß, daß es für mich letztendlich keine rettung geben wird, ich bin bin bereits verhältnismäßig alt. und ich bin ziemlich arm, so wie immer schon. da geht nicht viel, ich weiß. ich werde arbeiten, bis ich die buchstaben nicht mehr aneinanderzureihen weiß. und dann?

von der freundin weiß ich, daß demenz die menschen oft zurückführt in ihre kindheit. die heutigen alten sind also häufig kriegskinder. jetzt. in diesem augenblick. wie kinder im krieg. und damit weiß ich ungefähr bescheid, wo es mich hinführen wird, irgendwann. ich werde ich dahin zurückgehen, wo ich herkomme: in relative gefangenschaft.

aber gut, was solls. das kenne ich doch. das werde ich auch noch überleben.

den vormittag in friedrichshain verbracht, am boxhagener platz. brunch mit ein paar HSBlern, das 5-jährige blogbestehen begehen.

zum ersten mal seit fast einem jahr in dieser gegend, die mir einst die liebste war. zum abschluß eine runde über den flohmarkt gegangen, allein. verloren in dieser hoffnungslosen traurigkeit. gebunden an die gewissheit, daß dieser weg ins leere führt, sein ziel nicht mehr finden darf. das immerhin ist nun immer bei mir.

nein, ich breche die brücken nicht ab. ich bleibe dort daheim. ich töte die liebe nicht.

kryptisch, ich weiß. mir doch egal.

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