am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ich interessiere mich nicht

den ganzen tag denke ich schon über diesen satz nach. ist es überhaupt ein satz? fehlt da nicht etwas? irgendwie ist das doch unvollständig. oder?

andererseits, warum denn eigentlich nicht? das interessiert mich nicht, funktioniert doch auch. und du interessierst mich nicht erst recht. alles kein problem. nur die grammatik erwartet offensichtlich, daß subjekt und objekt nicht identisch zu sein haben.

opfer-täter-grammatik.

drei schrauben

das experiment, die kleiderschrankschiebetüren abzumontieren, ohne daß dabei der kleiderschrank gänzlich zusammenbricht, ist überraschenderweise nicht gescheitert. nur drei schrauben waren zu lösen an diesem nahezu antiken 50er-jahre-teil. kirschholzfurnier.

wenig los heute, feiertag eben. ostern. dennoch rüttelt von nebenan die waschmaschine, schon den ganzen tag. ich dagegen habe eine baupause eingelegt, mehr oder weniger unfreiwillig. zum einen natürlich feiertagsbedingt, sägen, schleifen und schrauben erscheint mir eher osteruntauglich. selbst in neukölln. (nageln ginge ja noch. oder wäre zumindest am karfreitag nicht so ganz abwegig gewesen.) außerdem wohnte in mir heute morgen wieder so ein schädelding. keine migräne, zum glück, nur so ein spannungskracher an selber stelle. tablettenzugängig, also halb so schlimm. trotzdem: heute nur kleinere basteleien, ein paar alte bohrlöcher verfüllt, die küchenlampenverkabelung umsortiert und den dreiecksschleifer repariert. muß ja auch mal sein. (dauert alles übrigens jeweils nur ein paar minuten, eine halbe stunde höchstens. und das es multitasking ja nicht gibt, geschieht es der einfachheit halber im fliegenden wechsel.)

zu blöd, daß mir trotzdem immer wieder neues auf- und einfällt. neue kleinigkeiten, zum beispiel die beiden küchenschranktüren, die langsam aber sicher vergilben. und dann braucht es ja noch eine lösung für das wandstück am kopfende des bettes. (so sollte es mal beim schreiben gehen, aber das scheint ja irgendwie verstorben, offensichtlich.)

und dann verlangt ja auch noch das motorrad ein wenig einsatz. wo soll ich nur das noch hernehmen?

ach

wo ich eh schon im tagebuchbloggermodus bin: das seit wochen auf der warteliste kauernde interview ist heute so gut wie fertig geworden, endlich. und die haare sind auch ab. aber die wachsen ja wieder. endlich.

tatsache, satte zwei tuben silikon sind in den rissen und löchern um das kammerfenster herum verschwunden. was zu erledigen übrigens kein besonderer spaß ist, in diesem winzigen raum, in dem ich gerade mal gebückt stehen und keinen einzigen schritt machen kann. es ist vielmehr eine brachialattacke auf die atemwege, sogar die augen haben gebrannt.

irgendwie reichts mir ein bißchen. obwohl: morgen mache ich dann wohl das bett. schleifen. ist ja nicht so schlimm, nur laut.

statt frühjahrsputz mache ich nach wie vor frühjahrsdreck, heute sogar bauschutt. ein kleines bißchen zumindest, so eine schaufel voll. kein wunder, daß die kleine kammer neben der küche sich im winter dem schimmel ergeben hat. unter dem bröseligen mörtel fand sich gleich der montageschaum, nichts sonst. keine abdichtung, keiner versiegelung, nichts. und außen wird es ähnlich aussehen.

zum glück ist ja der schimmel nach der essigkur vor ein paar wochen nicht wiedergekommen. jetzt wirkt gerade ein zweites schimmelmittel, dann versenke ich noch höchstpersönlich ein bis zwei kartuschen silikon in die von mir geschaffenen krater. die ebenfall heruntergekratze aufgeweichte farbe hat eigenartige grundanstriche aus vergangenen jahrzehnten freigelegt. hübsches grün und olles braun, sieht aus wie rost. weitere schönheitsmaßnahmen unternehme ich aber nicht, also kein gepinsel mehr heute. wer weiß, ob da nicht doch noch was nachwächst. und dann geht das gekratze eh wieder von vorne los. nein, danke.

heute mal weniger gebaut, statt dessen quer durch die stadt gearbeitet. muß ja auch mal sein. schließlich nur den stuhlsitz neu bezogen, sattes, dunkles grün, und die griffe an den kleiderschrank geschraubt. provisorisch, das ding muß auch noch überarbeitet werden. irgendwann.

im sommer vielleicht, sonst mutiere ich hier noch zum baublog. war da nicht was mit literatur?

ich kann es nicht lassen, obwohl mir langsam aber sicher die knochen richtig schmerzen. ich baue weiter. zwar nur ein paar silikonkanten heute, mehr zeit war nicht. und der balkon natürlich. der balkon muß jetzt schritt für schritt in betrieb genommen werden. in zehn tagen oder so, spätestens, will ich da draußen sitzen. klar?!

das bad ist übrigens dann jetzt fertig, denke ich. mir fällt jedenfalls nichts mehr dazu ein.

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