am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

blei

ich glaube, ich bin vollmondmüde. oder frühlingsschwer in den knochen. obwohl sich das jetzt auch nicht so anders anfühlt als es gestern noch, im winter. nur das licht. dieses licht und das leben, das kommen wird. das ist alles nichts für mich.

seltsamer tag, völlig unentspannt. vollmondsonntag eben. das schreiben ein krampf, dabei geht es nur um zwei kleine artikel. und ich finde nichts, was den geist ins schwingen brächte. nichts, was den sonntag einfach sonntag lassen würde.

auch gegenüber in der wohnung wird gebaut. die küche vielleicht, große, lange bretter lehnen hochkant an der wohnzimmerwand. dann wird gewischt: gewachst oder geölt? nichts davon sollte man hochkant machen!

aber wer weiß, vielleicht wird auch nur der wohnzimmerschrank geputzt. ;-)

kreative bauarbeiten

nach dem wohnbürogebastel vorgestern galt es gestern bereits, aus einem halbhohen breiten regal und einem im wesentlichen baugleichen, jedoch deutlich schmaleren und vor allem niedrigeren, exemplar ein neues, halbhohes, aber schmales badregal zu zimmern. kein problem, auch wenn es ziemlich gedauert hat. zirka fünfzig schrauben waren einzudrehen, nachdem zuvor regalbretter zugesägt und etliche löcher gebohrt wurden. muskelkater inklusive, ich mache das schließlich auch nicht mehr jeden tag.

und dann standen da die reste herum, vier bretter und zwei seitenteile, aus denen man im grunde ein weiteres, niedriges und sehr schmales regal bauen könnte. statt alles kleinzusägen und in die tonne zu treten. nur warum? einfach nur, weil es geht? und wohin dann damit?

die idee kam nachts, wie so viele kreative eingebungen. aufgestanden, nachgemessen und? paßt, ohne auch nur einmal die säge ansetzen zu müssen. nur heute alles zusammenschrauben, nochmal ein stündchen arbeit, und hinstellen. übrigens ebenfalls im bad, womit sogar eine gewisse stileinheit hergestellt ist.

was allerdings nicht bedeutet, daß die dinger wirklich was hermachen. im gegenteil, alles nur baumarktramsch. und alt ist das zeug, verschossen und hier und da mit schon lange nicht mehr existenten lack, also eben nicht mehr versehen. na und? kann ich ja vielleicht irgendwann mal nachbehandeln. mal sehen.

als nächstes ist erstmal der schreibtisch dran, seit über zwei jahren schiebe ich das vor mir her. wobei das material schon genauso lange im schrank steht. aber den schreibtisch abzubauen, mit allem, was dazugehört, ist natürlich kritisch. vielleicht ostern?

die wohnung gegenüber nimmt langsam form an. die bananenkartons sind sorgfältig in eine ecke gestapelt, die deckenfestbeleuchtung weicht hier und da einem stehlampengeschummer, der besen wurde auch schon mehrfach geschwungen. in dem fenster direkt gegenüber von meinem wohnbürofenster wurde ein bildschirm installiert. er dreht mir den rücken zu, so wie meiner von außen betrachtet auch. eben saßen die beiden bewohner gemeinsam davor. sie tippte, und er trank bier aus der flasche.

das ist seltsam. da sitzen wir, fremde, fünfundzwanzig, vielleicht dreißig meter voneinander entfernt. wie in einem spiegel. (das wird aufhören, sobald drüben vorhänge oder ähnliches angebracht sind. spätestens aber in ein paar monaten, wenn der zur zeit kahle baum dann belaubt ist.)

frühlingsgebastel

heute mit der umgestaltung des wohnbüros begonnen, ich brauche einfach mehr regal. dafür also zweimal tempelhof und zurück mit u- und s-bahn. und mit handkarre, schleppen wollte ich dann doch nicht. frische geschirrhandtücher, bettbezug in anthrazit und ein großer topf waren auch noch mit dabei.

mit das schönste am basteln und bauen ist ja immer, daß damit ein prozeß in gang kommt, bei dem auch ordnen und aufräumen eine rolle spielt. und ausmisten. (putzen vermutlich auch, aber das gefällt mir eher nie so recht.) außerdem hab ich jetzt ein paar alte regalteile übrig, aus denen ich ein schickes badmöbel zimmern werde.

neues kopfkissen gekauft, superweich. ich hoffe auf bessere nächte.

lustig, meine neuen gegenübernachbarn. noch gibt es keine gardinen oder vorhänge, und alles ist strahlend hell erleuchtet. ich sehe ihn vor seinem laptop und sie mit nackten beinen im bett liegen. dabei fällt mir dann ein, daß ich auch keine vorhänge oder gar gardinen habe. zumindest hier nicht, im wohnbüro. da kann ich mir jetzt genau vorstellen, was man von mir so alles sieht. seit jahren.

aber im schlafzimmer habe ich natürlich vorhänge.

der große blonde von gegenüber trägt heute so eine knallschwarze nerdbrille im gesicht. (ich übrigens auch, keine lust auf kontaktlinsen.) ja, sind wir denn hier in prenzlberg?

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