am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

immer noch neu

in der wohnung gegenüber brennt jetzt licht. das ist ungewohnt. es ändert meinen blick und die stimmung in meinem wohnbüro. es strahlt direkt zu mir hinein, und nur eines der beiden fenster wird im frühjahr und sommer hinter dem dann belaubten baum verschwinden. ich kann erkennen, wer aus dem umzugstrupp übriggeblieben ist, mir also fortan bei der arbeit und auch sonst gegenüberleben wird. ein großer blonder mann mit stirnglatze. ob noch ein partner dazukommt? eine frau? ein mann?

p.s. über die pissecke habe ich niemandem etwas gesagt.

alles neu

in der pissbude gegenüber ist heute einzug. steht ein bißchen unter einem schlechten stern: die hochoffiziell mit parkverbotsschildern freigehaltene parkzone direkt vorm haus ist natürlich vollgeparkt, sodaß der umzugswagen jetzt vor meinem haus steht. alle helfer tapsen quer über die straße, über drei harsche altschneeberge, gespickt mit schmelzenden hundehaufen hinweg. immerhin ist es nicht mehr so kalt und glatt.

oben stehen derweil zwei männer – jünger als ich, aber auch keine studenten mehr, so halbglatzige anfang- bis mittdreißiger – und schauen etwas irritiert in die eine ecke des balkons. was mich widerum nicht irritiert. ich hab ja gesehen, wessen sich die handwerker genau dort entledigt haben. ich frage mich nur, was da in dieser ecke wohl zu sehen sein mag.

sorgen mache ich mir aber vor allem um die tauben, die regelmäßig auf diesem balkon eingekehrt sind. wenn sie nicht gar ganz dort gewohnt haben. die werden sicherlich sämtliche umliegenden ausweichmöglichkeiten austesten, gnadenlos. und mein balkon wird ohne zweifel an einer der ersten stellen mit dabeisein. versucht hatten die viecher es ja schon. ganz zu anfang, bevor sie dann in und auf dem mittlerweile leergewordenen objekt gegenüber eine ruhige heimstatt gefunden haben. shit!

ich überlege, ob ich runtergehen soll, um den neuen nachbarn von all dem zu erzählen. von den balkonpissern und von der vorhandenen taubenpopulation. aus reiner gehäßigkeit. ;-)

ich lebe in liebe, ganz allein für mich. ich bin eine frage ohne antwort. das klingt schlimmer als es ist. besser als umgekehrt zumindest.

heute ist freitag, oder? ich bin da unsicher, schon die ganze woche. ob das etwas zu sagen hat?

now or

wie ich bin, wenn ich werde, was ich war. never!

tolle taschen von gundara

im hauptstadtblog hatte ich im letzten monat schon darauf hingewiesen: die tollen taschen von gundara. ich habe mein mäppchen ja schon:

aber es gibt noch so viel mehr schöne dinge dort. und am morgigen samstag gibt es auch wieder ein offenes haus am schmollerplatz 17. das lohnt sich: 12. februar von 13 bis 18 uhr. und wer keine zeit hat oder partout nicht übers eis schlittern mag, sollte sich stattdessen unbedingt den gundara-shop ansehen. okay!?

wie immer, wenn ich über friedrichshain schreibe, verdreht es mir das herz. noch immer. aber was hilfts, ist halt ein job.

tief innen ist irgendetwas sehr gut. alles eine frage der perspektive, denke ich. oder der gedanklichen ausrichtung, was natürlich nicht unanstrengend ist. dennoch sind und bleiben die räume eng. noch. der winter vermutlich, dieses andauernde starre.

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