wo ich eh schon im tagebuchbloggermodus bin: das seit wochen auf der warteliste kauernde interview ist heute so gut wie fertig geworden, endlich. und die haare sind auch ab. aber die wachsen ja wieder. endlich.
alle tage
tatsache, satte zwei tuben silikon sind in den rissen und löchern um das kammerfenster herum verschwunden. was zu erledigen übrigens kein besonderer spaß ist, in diesem winzigen raum, in dem ich gerade mal gebückt stehen und keinen einzigen schritt machen kann. es ist vielmehr eine brachialattacke auf die atemwege, sogar die augen haben gebrannt.
irgendwie reichts mir ein bißchen. obwohl: morgen mache ich dann wohl das bett. schleifen. ist ja nicht so schlimm, nur laut.
statt frühjahrsputz mache ich nach wie vor frühjahrsdreck, heute sogar bauschutt. ein kleines bißchen zumindest, so eine schaufel voll. kein wunder, daß die kleine kammer neben der küche sich im winter dem schimmel ergeben hat. unter dem bröseligen mörtel fand sich gleich der montageschaum, nichts sonst. keine abdichtung, keiner versiegelung, nichts. und außen wird es ähnlich aussehen.
zum glück ist ja der schimmel nach der essigkur vor ein paar wochen nicht wiedergekommen. jetzt wirkt gerade ein zweites schimmelmittel, dann versenke ich noch höchstpersönlich ein bis zwei kartuschen silikon in die von mir geschaffenen krater. die ebenfall heruntergekratze aufgeweichte farbe hat eigenartige grundanstriche aus vergangenen jahrzehnten freigelegt. hübsches grün und olles braun, sieht aus wie rost. weitere schönheitsmaßnahmen unternehme ich aber nicht, also kein gepinsel mehr heute. wer weiß, ob da nicht doch noch was nachwächst. und dann geht das gekratze eh wieder von vorne los. nein, danke.
heute mal weniger gebaut, statt dessen quer durch die stadt gearbeitet. muß ja auch mal sein. schließlich nur den stuhlsitz neu bezogen, sattes, dunkles grün, und die griffe an den kleiderschrank geschraubt. provisorisch, das ding muß auch noch überarbeitet werden. irgendwann.
im sommer vielleicht, sonst mutiere ich hier noch zum baublog. war da nicht was mit literatur?
ich kann es nicht lassen, obwohl mir langsam aber sicher die knochen richtig schmerzen. ich baue weiter. zwar nur ein paar silikonkanten heute, mehr zeit war nicht. und der balkon natürlich. der balkon muß jetzt schritt für schritt in betrieb genommen werden. in zehn tagen oder so, spätestens, will ich da draußen sitzen. klar?!
das bad ist übrigens dann jetzt fertig, denke ich. mir fällt jedenfalls nichts mehr dazu ein.
alles falsch
so. alle uhren und alle blogs auf sommerzeit umgestellt. das heißt natürlich, nur die, die es nicht von allein tun. das hält sich bei mir inzwischen die waage, ich bin also so mittelmäßig technologieversorgt. was völlig okay ist. eher irritieren mich die uhren, die man nicht absichtlich verstellen kann. also absichtlich falsch stellen. falsch ist nämlich manchmal ganz richtig.
ich lerne den wert von dreieckschleifern zu schätzen. wieso komme ich eigentlich erst jetzt darauf? mein leben lang quäle ich mich mit schwabbelingen schwingschleifern herum, greife zur not zum stinkenden abbeizer. dabei gehen mit so einem multidreieckschleifgerät sogar drei farbschichten weg, zweimal schwarz und einmal weiß übereinander. dauert auch nur drei stunden, für drei schmale bretter, tja.
und macht ein bißchen lärm, draußen auf dem balkon, sicherlich die ganze straße entlang. irgendwann stand sogar der hausmeister irritiert mitten auf der straße, auf der suche nach der ursache der geräuschkulisse. nachdem er mich entdeckt hatte, erlaubte er mir dann aber gnädig, weiterzumachen. es gab wohl keine andere wahl. aber er ist halt ein wenig ein immer-alles-wissen-wollender, mein türkischer wohnblockbeauftragter.