am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

alles wird gut

du sollst dem migränegott nicht huldigen, ihn nicht achten und schon gar nicht verehren. du sollst ihn verachten. das ist alles. du sollst ihm die stunden hinzählen, eine nach der anderen, wenn es sein muß. liebevoll. mehr nicht.

nie mehr mehr als ein tag. später werden es minuten sein, höchstens noch. bis daß der tod euch scheidet.

erschwertes migränearbeiten heute. nix hilft, also hilft alles nix. noch zwei fixe termine mit vorwiegend verbaler präsenzpflicht. immerhin ist keine optik erforderlich. das wäre auch noch schöner. oder vielmehr unschön natürlich.

mal sehen

in der wohnung gegenüber vom wohnbüro wurde heute ein leuchter angebracht, der das kalte, nackte licht von zuvor durch ein warmes, gelbliches schimmern ersetzt. der einzug schreitet zügig voran. zum beispiel wurden vorhänge angebracht, vor ein paar tagen schon. sie werden allerdings selten benutzt. drinnen sitzen menschen und trinken bier. eben standen zwei auf dem balkon und küßten sich. dann wurde geraucht.

in der wohnung gegenüber vom schlafzimmer dagegen leuchtet plötzlich gleißendes licht. die vorhänge sind verschwunden, drinnen hantieren männer mit schirmmützen auf dem kopf mit akkuschraubern, außerdem werden kartons aufeinandergestapelt. da steht wohl ein auszug an.

drinnen bei mir wird gebaut. diesmal im schlafzimmer und morgen steht lauter kleinkram an: unütz gewordene bohrlöcher verputzen, anschließend die flecken wegstreichen und krumme silikonkanten gerade schneiden. noch ein bißchen weiß im bad und vielleicht die neuen bretter im flur. dann wären die auch im laufe des sonntags fertig. mal sehen.

gestern beim kiesern ein klein wenig übertrieben und per se überall zwei pfund draufgelegt. einfach so, mir war eben danach. einmal sogar vier pfund, aber nur aus versehen. seitdem höllisch erschöpft. mal wieder. so gehen die tage, der winter im märz.

weiterbauarbeiten

ich baue und baue einfach immer weiter. ein regal nach dem anderen, diesmal eine handgebastelte, geschlossene kiste oben an den billigschwedenmist. so einfach ist das.

dazu noch eine etwas bank und zwei massivregalbretter fürs bad geölt. morgen wird dann noch ein bißchen weiß gestrichen, dann könnte das bad endlich fertig sein. nach fast sechs monaten.

das schöne, verrückte, berauschende ist, daß während der arbeit immer neue ideen aufkommen. für die küche, das schlafzimmer, den flur sogar. ich sammle, messe und notiere für später.

basteln und bauen, handwerk ohne akkord, ist so wunderbar langsam und bedächtig. gründlich, auch wenn ich sicher nicht die beste bin. da ist raum im raum, für gedanken.

einmal im jahr

es ist doch jedes frühjahr dasselbe, wenn endlich die sonne wieder kommt und schon früh morgens über die gegenüberliegenden dächer guckt. andererseits ist es in diesem jahr eindeutig noch zu kalt, um jetzt schon die fenster zu putzen.

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