am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ich lerne den wert von dreieckschleifern zu schätzen. wieso komme ich eigentlich erst jetzt darauf? mein leben lang quäle ich mich mit schwabbelingen schwingschleifern herum, greife zur not zum stinkenden abbeizer. dabei gehen mit so einem multidreieckschleifgerät sogar drei farbschichten weg, zweimal schwarz und einmal weiß übereinander. dauert auch nur drei stunden, für drei schmale bretter, tja.

und macht ein bißchen lärm, draußen auf dem balkon, sicherlich die ganze straße entlang. irgendwann stand sogar der hausmeister irritiert mitten auf der straße, auf der suche nach der ursache der geräuschkulisse. nachdem er mich entdeckt hatte, erlaubte er mir dann aber gnädig, weiterzumachen. es gab wohl keine andere wahl. aber er ist halt ein wenig ein immer-alles-wissen-wollender, mein türkischer wohnblockbeauftragter.

ikeaantik

es wird immer noch gebaut, bei mir, von mir. die arbeiten am schreibtisch zum beispiel, die ich eigentlich für ostern eingeplant hatte, sind bereits erledigt. paßt gut jetzt, die neue buchenplatte zu den uralten kiefernunterschränken. farblich zumindest, und das war es ja, was ich wollte. ansonsten sind die alten kisten an die dreißig jahre alt, da ist nicht mehr viel zu reißen. sicher vierzig schrauben habe ich zu sicherheit in die wackeligen konstruktionen gedreht. jetzt quietscht und knatscht zumindest nichts mehr, aber aussehen tun sie schon sehr eigenartig, zum teil eher dreckig als gebeizt. irgendwie antik, könnte man sagen.

und das soll mir mal wer nachmachen: originale schwedenmöbelware nach dreißig jahren tatsächlich in einen echt antiken zustand gelebt zu haben.

angeschlagen

völlig verschobener tag heute, auch das gehört zum frei sein. statt am frühen nachmittag also erst gegen abend zum termin und damit ziemlich aus dem tritt. angeknockt, wie beim boxen. und jetzt wieder groggy. oder immer noch, seit sonntag. rückenschmerzen vom feinsten. (immerhin kein kopf.)

dieser sonntag. völlig erschöpft die ganze zeit nur rumgehangen, mehr noch gelegen. nichs half. diese tage, an denen meine welt zugrunde taumeln will. fucking gravitiy. dieses bleierne gewicht irgendwo hinten in meiner mitte, das mich schitt für schritt nach unten zieht. so ungefähr muß sich das anfühlen, apäter im alter.

am abend dann quer durch die stadt gekrochen und bei einem tollen essen endlich wunderbar regeneriert.

auf einmal ist wochenende. mitunter krieg ich das ja nicht so mit, meine arbeit richtet sich selten nach dem wochenverlauf. oder gar nach feiertagen. auch morgen muß ich nochmal ran, vielleicht ein stündchen oder so. aber dann darf ich wieder bauen. endlich. da steht schließlich noch einiges an. und fensterputzen kommt auch gleich noch auf die liste. dringend.

ist das jetzt ein scherz oder herrschen draußen tatsächlich zweistellige plusgrade? der himmel ist blaßblau, balkontüren stehen weit offen, seit stunden schon, und draußen läuft ein junger mann in t-shirt vorbei. das t-shirt ist zwar rosa, aber naja.

heute übrigens weiter aufgekiesert, nochmal hier und da zwei pfund. wo soll das nur hinführen? ;-)

alles wird gut

du sollst dem migränegott nicht huldigen, ihn nicht achten und schon gar nicht verehren. du sollst ihn verachten. das ist alles. du sollst ihm die stunden hinzählen, eine nach der anderen, wenn es sein muß. liebevoll. mehr nicht.

nie mehr mehr als ein tag. später werden es minuten sein, höchstens noch. bis daß der tod euch scheidet.

erschwertes migränearbeiten heute. nix hilft, also hilft alles nix. noch zwei fixe termine mit vorwiegend verbaler präsenzpflicht. immerhin ist keine optik erforderlich. das wäre auch noch schöner. oder vielmehr unschön natürlich.

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