
ein trauriger herbstfalter hat mich heute besucht.
soeben kläglich gescheitert bei dem versuch, die heizperiode glorreich am tag der deutschen einheit einzuleiten. die heizung will nicht. ich vermute, das neue funksystem verhindert eine solide wärme. das ist ja mal fein.
fallen & schreien, so lese ich in den tagebuchdateien, war in den 70ern mein motto. die schulzeit, die lehre, ich erinnere mich. meine teenagejahre. eine schreckliche zeit. fallen & schreiben, habe ich in den jahren danach daraus gemacht. das ist ja schon mal gar nicht so schlecht. jetzt liebäugle ich vorsichtig mit fallen & lachen. und das ist sicher noch nicht das ende. da geht noch was.
überraschend und dementsprechend einigermaßen erschrocken lese ich in den alten tagebuchdateien, die parallel zu MEMORY entstanden sind. lange her, diese qual. tagebücher, vorblogzeiten. und natürlich viel zu intim, um jemals auf blogbasis machbar gewesen zu sein. oder auch nur denkbar. gerade hänge ich in jahr 1998. die liebe – ein tier, steht da. ein satz den ich seither immer wieder benutze. benutzen muß, in genau der form. dabei steht da eigentlich: die liebe – ein tier. stärker als jedes gefühl.
die verzweifelte mitte, irgendwo im körper. stülpt sich nach innen, das biest. seit drei tagen jetzt schon. lässt mir kaum noch luft, nur warten in der enge. und ertragen, wie man mir gesagt hat. dabei offen bleiben natürlich und möglichst locker. aber sicher doch. wenns weiter nichts ist.
(memory wollte ich diesen beitrag nennen. gibt es aber schon und gar nicht mal so schlecht. enthält aber kaputte links.)